Ä Chlini Bärndütschi Grammatik und konsequänti Schribreglä.

Hi hasch di Grammatik o aus PDF abäladä.
Di Grammatik wird loufend ergänzt. Spände chöu das beschleunige, dass i weniger muäs ga jobbä, fürä Läbäsunterhaut.
Version 05.2026 . Benutze auch das Deutsch-Bärndütsch Wörterbuch mit vielen Beispielsätzen der häufigsten deutschen Wörter.

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Bärndütsch Schreibregeln

und etwas Grammatik

© Lucien Jamin, jesus4you.ch, kopieren erlaubt mit Quellenangabe.

Hier werden die Schreibregeln erklärt und definiert, welche für die ABDNT Studienbibel und andere Bärndütsch Schriften verwendet werden.
ABDNT = Aramäisch-BärnDütsch Neues Testament auf Jesus4you.ch .

Grundsätze:

Es sollen möglichst die gleichen Ausspracheregeln des Hochdeutschen Alphabets verwendet werden. Nicht überall machbar.
Es soll möglichst so geschrieben werden, wie es ausgesprochen wird.
Es werden bei dieser Gelegenheit phonetische Vereinfachungen gemacht. (Z.B. Wörter mit V die als F ausgesprochen werden, werden abgesehen von wichtigen Ausnahmen) mit F geschrieben: Viel = Fiu. Vogel = Fogu.
Das typische Berndeutsche soll klar ersichtlich sein, und leicht richtig zu lesen.
Die Schreibregeln werden von Scratch gemacht, möglichst ohne Altlasten.
Möglichst auf Apostroph verzichten, was das Schreiben vereinfacht und Bild verbessert.

Hilfmittel:

Als Hilfmittel empfehle ich das kleine Deutsch-Bärndütsch Wörterbuch mit den 1000 wichtigsten Wörtern mit Erklärungen und Beispielen, und die Übungssätze.
Download auf jesus4you.ch Rubrik Bärndütsch.

Alphabet, Schreib & Ausprache Besonderheiten:

Schweizerdeutsch, auch Schweizer Hochdeutsch hat kein ß, es ist immer ss.
Ch ist immer sehr kratzend, mindestens so hart wie in Ach, Achtgung. China auf Bärndütsch ist nicht Schina, sondern ein kratzendes ch, wofür ch ursprünglich steht.
St und sp wird meistens scht und schp geschrieben, wenn es so gesprochen wird.
Endungen auf -ig ist immer g, nicht ch. G ist immer g wie in gut. ewig nicht platt ‚ewich‘.
Die Aussprache der Buchstaben ist viel konsequenter als im Hochdeutschen.

Diphtonge:

äu, eu, werden meistens öi geschrieben, wie sie ausgesprochen werden.
ei wie in Ei, Partei wird nicht äi ausgesprochen, sondern e-i wie ey in Peyer oder Deinstallation. Ein Ei: äs Ei ausgesprochen: äs Ey, rein = reyn, fein=feyn. Man könnte diese Wörter mit y schreiben, aber ich ziehe das hochdeutsche Schriftbild hier vor, gerade auch deshalb, weil y in Lehnwörtern wie etymologisch wie ein ü und nicht i ausgesprochen wird und fasst nur in Lehnwörtern oder Namen verwendet wird.

V-wörter, wo das V als F ausgesprochen wird, werden mit wenigen Ausnahmen mit F geschrieben, dies vorallem, damit text-2-speech Programme es richtig lesen können, und es macht die Phonetik des Alphabets konsequenter. Im Hochdeutschen wird bei Lehnwörtern wie Velo, Virus, Ventilator, etc. das V als W ausgesprochen, aber bei typisch deutschen Wörtern als F. Beispiele: Viel = fiu, voll = fou, von = fo, vom = fom.
Ausnahmen z.B.: vier, Vatter (Vater) (statt fiär, Fatter), Wörter mit Ver.. hier wäre der Wechsel im Moment zu krass. Vernunft bleibt Vernunft (nicht Fernunft).

Endungen auf -ung wird meist zu -ig (g wie in gut). Hoffnung: Hoffnig.

Oft wird im Sprachfluss ein Verbindungs n hinzugefügt: wo när gschtorbä nisch.

Bärndütschi Sonderheit: L wird oft zu einem U:

Beispiele:
Gelb: gäub,
selber: säuber, Welt: Wäut, Fels: Feus, Feous oder Feus, Kalb: Chaub.
Achtung: die wegen der Umwandlung von L zu U entstandenen pseudo Dipthogen äu und eu werden nicht wie normale dipthonge ausgesprochen, sondern bleiben separate Vokale:
Wäut ausgesprochen Wä – ut, (nicht Wöit). Feus: Fe-us
Wie in EU (nicht Föis).

Diese Ä-U und E-U dipthonge sind typisch für Bärndütsch und ein typischer Unterschied zum Hochdeutschen.

Der Rest vom Alphabet ist mehr oder weniger gleich ausgesprochen.

Etwas Grammatik.

Verben und Zeiten:

Besonderheit: Berndeutsch hat kein Präterium (Imperfekt.)

Wo das Hochdeutsche Imperfekt verwendet, wird im Berndeutsch Perfekt verwendet. Man kann keine Feinunterscheidung zwischen diesen zwei Formen machen.
Beispiele: Sie war erfolgreich: Sie isch erfougriech gsi. Er war gesund: Är isch gsung gsi. Es hat gesagt: Äs het gseit. Es sagte: Äs het gseit.

Berndeutsch hat auch kein richtiges Plusquamperfekt:
Ich war gegangen: wird zu: I bi gange gsi. I bi denn scho gange gsi. Sehr selten.
Futur 1: Ich werde gehen: i wirdä ga. Sehr einfach.
Futur 2 ist nicht üblich, theoretisch möglich: I wirdä gange si.

Konjunktiv II ist häufig, und hier taucht plötzlich der Präterium stamm auf:
I hät, i wett, i wär, i giäng, i miäch, i sött. I würd gah geht auch.
Konjunktiv I. Indirekte Rede, häufiger und eindeutiger als im Hochdeutsch:
I sig, er sigi, i göng oder gängi, er machi, er redi. Oft ein typisches i am Ende.

Ein paar Konjugationen und Personalpronomen:

Haben – ha

Präsens

Perfekt

gilt für Perfekt und Präterium

Konjunktiv II

Ich habe

i (ig) ha

Ich habe gehabt

I ha kha (gcha)

ich hätte

i hät (hätt)

du hast

du hesch

du hast gehabt

du hesch kha

du hättest

du hätsch

er,sie,es hat

er het

sie hat gehabt

sie het kha

es hätte

es hät

wir haben

mir hei

wir haben gehabt

mir hei kha

wir hätten

mir hättä

ihr habt

dir heit

ihr habt gehabt

dir heit kha

ihr hättet

dir hättät

sie haben

sie hei

sie haben gehabt

sie hei kha

sie hätten

sie hättä


Konjunktiv 1 – Indirekte Rede:

ich habe,hätte

du habest

er habe

wir haben,hätten

ihr habet, hättet

sie hätten

ig heig

du heigsch

är heig

mir heigi

dir heigät

sie heigi

Sein – si

Präsens

Perfekt

gilt für Perfekt und Präterium

Konjunktiv
II

Ich bin

i bi

Ich bin gewesen

i bi gsi

ich wäre

i wär

du bist

du bisch

du bist gewesen

du bisch gsi

du wärst

du wärsch

er ist

er isch

sie ist gewesen

sie isch gsi

es wäre

es wär

wir sind

mir si

wir sind gewesen

mir si gsi

wir wären

mir wärä

ihr seid

dir sit

ihr seid gewesen

dir sit gsi

ihr wärt

dir wärät

sie sind

sie si

sie sind gewesen

sie si gsi

sie wären

sie wärä

Konjunktiv 1 – Indirekte Rede:

ich sei

du seist

er sei

wir seien

ihr wäret (seid)

sie seien

i sigi (sig)

du sigisch

är sigi

mir sigi

dir sigät

sie sigi

Wichtige häufige Verben und Modalverben:

Modalverben:

Können, müssen, sollen, wollen, dürfen, mögen und «möchten».

Chönnä, müässä, söuuä, wöuuä, dörfä (dürfä), mögä, «möchtä».

Häufige Verben: werden, machen, tun, kommen, gehen: wärdä, machä, tuä, cho, ga.

Konjugationen, Perfekt, Konjunktiv & Befehlsform

Modalverben:

Können – chönnä (chönne).

Person

Indikativ
Präsens

Präteritum

Perfekt

ich

i , ig

ich kann

ich cha

ich konnte

i ha chönne

ich habe gekonnt

i ha chönne

du

du

du kannst

du hasch

du konntest

du hesch chönne

du hast gekonnt

du hesch chönne

er / sie / es

är / sie / äs

es kann

äs cha

sie konnte

sie het chönne

er hat gekonnt

är het chönne

wir

mir

wir können

mir chöi

wir konnten

mir hei chönne

wir haben gekonnt

mir hei chönne

ihr

dir, Dir

ihr könnt

dir chöit

ihr konntet

dir heit chönne

ihr habt gekonnt

dir heit chönne

sie / Sie

sie

sie können

sie chöi

sie konnten

sie hei chönne

sie haben gekonnt

sie hei chönne

Für können und gekonnt sind beide Schreibweisen ok, chönnä oder chönne.

Konj. II mit würden

Konj. II (könnte-Form)

Konj. I
(indirekte Rede)

ich würde können

i würd chönnä

ich könnte

i chönnt

ich könne

ich chönni

du würdest können

du würdsch chönnä

du könntest

du chönntisch

du könnest

du chönnisch

er würde können

är würd chönnä

sie könnte

sie chönnti

es könne

äs chönni

wir würden können

mir würdä chönnä

wir könnten

mir chönntä

wir könnten

mir chönni

ihr würdet können

dir würdet chönnä

ihr könntet

dir chönntät

ihr könntet

dir chönnät, chönnit

sie würden können

sie würdä chönnä

sie könnten

sie chönntä

sie könnten

sie chönni

Bermerkung: Im Konjunktiv I ist Berndeutsch eindeutiger als Hochdeutsch, wo in der 1. und 2. Person Plural kein Unterschied zu Konjunktiv II oder Präsens besteht. Präsens wäre hier eigenlich fast sinnvoller. Das Berndeutsch hat gut hörbare eindeutige Endungen für die Indirekte Rede, und es wird ziemlich oft gebraucht.

Es gibt ein Berndeutsches Sprichwort:

Hätti u wetti si Brüatschä gsi u hei beidi nüt kha.
(Hätte und möchte waren Brüder und hatten beide nichts.) Dies verwendet man, wenn jemand zu sehr theoretisiert und oft Konjuktive verwendet. :-).

Imperativ, Infinitiv, Partizip

Form

Hochdeutsch

Bärndütsch

Imperativ (du)

kann! (nicht üblich)

(du söusch chönnä!)

imperativ (ihr)

könnt!

chöit!

Imperativ (Sie)

können Sie!

chöit!

Infinitiv

können

chönnä (chönne)

Partizip II

gekonnt

chönnä (chönne)

Partizip Präsens

könnend

chönnänd

Müssen – müässa

Indikativ Präsens

Präteritum

Perfekt

ich muss

i muäs

ich musste

I ha müässä

ich habe gemusst

ich ha müässä

du musst

du muäsch

du musstest

du hesch müässä

du hast gemusst

du hesch müässä

er muss

är muäs

sie musste

sie het müässä

es hat gemusst

äs het müässä

wir müssen

mir müässä

wir mussten

mir hei müässä

wir haben gemusst

mir hei müässä

ihr müsst

dir müässt, müässät

ihr musstet

dir heit müässä

ihr habt gemusst

dir heit müässä

sie müssen

sie müässä

sie mussten

sie hei müässä

sie haben gemusst

sie hei müässä

Konj. II mit würden

Konj. II (müsste-Form)

Konj. I (indirekte Rede)

ich würde müssen

i würd müässä

ich müsste

i müasst

ich müsse

i müässi

du würdest müssen

du würdsch müässä

du müsstest

du müässtisch

du müssest

du müässisch

er würde müssen

är würd müässä

er müsste

er müassti

sie müsse

sie müässi

wir würden müssen

mir würde müässä

wir müssten

mir müässtä

wir müssten

mir müässi (müässti)

ihr würdet müssen

dir würdät müässä

ihr müsstet

dir müässtät

ihr müsstet

dir müässit

sie würden müssen

sie würdä müässä

sie müssten

sie müässtä

sie müssten

dir müässi

müssen – müassä:

Form

Hochdeutsch

Berndeutsch

Imperativ (du)

muss! (nicht üblich)

(du söusch müssä!)

Imperativ (ihr)

müsst!

müässt!

Imperativ (Sie)

müssen Sie!

(müässt Dir!)

Infinitiv

müssen

müässä

Partizip II

gemusst

müässä

Partizip Präsens

müssend

müässend

Sollen – söuuä:

Präsens

Präteritum

Perfekt

ich soll

ig söuu

ich sollte

i ha söuuä

ich habe gesollt (nicht üblich)

i ha söuuä (normal)

du sollst

du söuusch

du solltest

du hesch söuulä

du hast gesollt (nicht üblich)

du hesch söuuä

er soll

är söuu

sie sollte

sie het söuuä

er hat gesollt «

är het söuuä

wir sollen

mir söuuä

wir sollten

mir hei söuuä

wir haben gesollt «

mir hei söuuä

ihr sollt

dir söuuät

ihr solltet

dir heit söuuä

ihr habt gesollt «

dir heit söuuä

sie sollen

sie söuuä

sie sollten

sie hei söuuä

sie haben gesollt «

sie hei söuuä

Konj. II mit würden
(kaum verwendet)

Konj. II (sollte-Form)
Hochdeutsch wie Präterium
Berndeutsch eindeutig Konj.II

Konj. I
(indirekte Rede)

ich würde sollen

i würd söuuä

ich sollte

i sött

ich solle

i söuui

du würdest sollen

du würdsch söuuä

du solltest

du söttsch

du sollest

du söuuisch

er würde sollen

är würd söuuä

er sollte

är sött, sie sött, es sött

er solle

er söuui

wir würden sollen

mir würde söuuä

wir sollten

mir söttä

wir sollten

mir söuui

ihr würdet sollen

dir würdet söuuä

ihr solltet

dir söttät

ihr solltet

dir söuuit

sie würden sollen

sie würde söuuä

sie sollten

sie söttä

sie sollten

sie söuui

Sollen – söuuä

Form

Hochdeutsch

Berndeutsch

Imperativ (du)

soll!

söuu!

kaum verwendet

Imperativ (ihr)

sollt!

söuut!

kaum verwendet

Imperativ (Sie)

sollen Sie!

söuut Dir?

kaum verwendet

Infinitiv

sollen

söuuä

Partizip II

gesollt

söuuä

Partizip Präsens

sollend

söuuänd

kaum verwendet

Wollen – wöuuä

Indikativ Präsens

Präteritum

Perfekt

ich will

i wott

ich wollte

i ha wöuuä

ich habe gewollt

i ha wöuuä

du willst

du wosch

du wolltest

du hesch wöuuä

du hast gewollt

du hesch wöuuä

er will

är wott

sie wollte

sie het wöuuä

es hat gewollt

äs het wöuuä

wir wollen

mir wei

wir wollten

mir hei wöuuä

wir haben gewollt

mir hei wöuuä

ihr wollt

dir weit

ihr wolltet

dir heit wöuuä

ihr habt gewollt

dir heit wöuuä

sie wollen

sie wei.

sie wollten

sie hei wöuuä

sie haben gewollt

sie hei wöuuä

Konj. II mit würden

Konj. II (wollte-Form)

Konj. I (indirekte Rede)

ich würde wollen

i würd wöuuä

ich wollte

i wetti

ich wolle

i wöuui

du würdest wollen

du würdsch wöuuä

du wolltest

du wettsch

du wollest

du wöuuisch

er würde wollen

är würd wöuuä

er wollte

er wett

er wolle

er wöuui

wir würden wollen

mir würdä wöuuä

wir wollten

mir wettä

wir wollten

mir wöuui

ihr würdet wollen

dir würdet wöuuä

ihr wolltet

dir wettät

ihr wolltet

dir wöuuit

sie würden wollen

sie würde wöuuä

sie wollten

sie wettä

sie wollten

sie wöuui

wollen: wöuuä:

Form

Hochdeutsch

Bärndütsch

Imperativ (du)

will!

söuusch wöuuä!

Imperativ (ihr)

wollt!

söuuät wöuuä!

Imperativ (Sie)

wollen Sie!

Dir söuuät wöuuä!

Infinitiv

wollen

wöuuä

Partizip II

gewollt

wöuuä

Partizip Präsens

wollend

( wöuuend )

Dürfen – dörfä (dürfä)

Indikativ
Präsens

Präteritum

Perfekt
Hochdeutsch unüblich

ich darf

i darf

ich durfte

i ha dörfä

ich habe gedurft
i ha dörfä

du darfst

du darfsch

du durftest

du hesch dörfä

du hast gedurft

du hesch dörfä

er darf

är darf

sie durfte

sie het dörfä

er hat gedurft

sie het dörfä

wir dürfen

mir dürfä

wir durften

mir hei dörfä

wir haben gedurft

mir hei dörfä

ihr dürft

dir dürfät

ihr durftet

dir heit dörfä

ihr habt gedurft

dir heit dörfä

sie dürfen

sie dürfä

sie durften

sie hei dörfä

sie haben gedurft

sie hei dörfä

Konj. II mit würden

selten

Konj. II
(dürfte-Form)

Konj. I
(indirekte Rede)

ich würde dürfen

i würd dürfe (dörfä)

ich dürfte

ig dürft (dürfti)

ich dürfe

i dürfi

du würdest dürfen

du würdsch dürfä

du dürftest

du dürftisch

du dürfest

dü dürfisch

er würde dürfen

är würd dürfä

er dürfte

är dürft (dürfti)

er dürfe

är dürfi

wir würden dürfen

mir würde dürfä

wir dürften

mir dürftä (dürfti)

wir dürften

mir dürfi

ihr würdet dürfen

dir würdet dürfä

ihr dürftet

dir dürftät

ihr dürftet

dir dürfit

sie würden dürfen

sie würdä dürfä

sie dürften

sie dürftä (dürfti)

sie dürften

sie dürfi

dürfen – dürfä:

Form

Hochdeutsch

Bärndütsch

Imperativ (du)

darf!

Imperativ (ihr)

dürft!

Imperativ (Sie)

dürfen Sie!

Infinitiv

dürfen

dürfä, dörfä

Partizip II

gedurft

dörfä

Partizip Präsens

dürfend

dürfend

Mögen -mögä

Indikativ Präsens

Präteritum

Perfekt

ich mag

i ma (mag)

ich mochte

i ha mögä

ich habe gemocht

i ha mögä

du magst

du masch (magsch)

du mochtest

du hesch mögä

du hast gemocht

du hesch mögä

er mag

är ma (mag)

sie mochte

sie het mögä

es hat gemocht

äs het mögä

wir mögen

mir mögä

wir mochten

mir hei mögä

wir haben gemocht

mir hei mögä

ihr mögt

dir mögät

ihr mochtet

dir heit mögä

ihr habt gemocht

dir heit mögä

sie mögen

sie mögä

sie mochten

sie hei mögä

sie haben gemocht

sie hei mögä

Konj. II
mit würden

Konj. II
(möchte-Form)

Konj. I
(indirekte Rede)

ich würde mögen

i würd mögä

ich möchte

i möcht

ich möge

i mögi

du würdest mögen

du würdsch mögä

du möchtest

du möchtisch

du mögest

du mögisch

sie würde mögen

sie würd mögä

er möchte

är möcht

er möge

är mögi

wir würden mögen

mir würdä mögä

wir möchten

mir möchtä

wir möchten

mir mögi

ihr würdet mögen

dir würdät mögä

ihr möchtet

dir möchtät

ihr möchtet

dir mögit

sie würden mögen

sie würdä mögä

sie möchten

sie möchtä

sie möchten

sie mögi

Mögen – mögä:

Form

Hochdeutsch

Bärndütsch

Imperativ (du)

mag!

mag!

Imperativ (ihr)

mögt!

mögät!

Imperativ (Sie)

mögen Sie!

mögät Dir!

Infinitiv

mögen

mögä

Partizip II

gemocht

mögä

Partizip Präsens

mögend

mögend

Diverses:

Höflichkeitsform in Berndeutsch ist 2. Person Plural, nicht 3. Person Plural.

Damit unterscheidet sich Berndeutsch z.B. deutlich vom Züridütsch, welches die 3. Person verwendet und somit näher am Hochdeutsch liegt.
Beispiel:
Entschuldigung: Können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?
Entschuldigung: Chönnet Sie mir bitte säge, wie spät s isch? (Züri).
Entschouudigung: Chöit Dir mir bitte sägä, wie spät dass äs isch? (Bern).

Hier sieht man auch einen berndeutschen Satzbau, der im Hochdeutschen so nicht verwendet wird: «Wie spät dass es ist.» Komma vor dem dass macht hier keinen Sinn.

Wird fortgesetzt, schaue in paar Tagen wieder vorbei.