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| Hochdeutsch – Bärndeutsch Wörterbuch Die 1000 häufigsten Wörter, aktualisiert auf jesus4you.ch. Lies auch das kurze Schreibregeln und Grammatik Heft. | Copyright: Jesus4you.ch . Bitte mit Quellenangabe bei umfangreichen Zitaten oder gesamten Kopien! Version 2026.09.26 wird laufend ergänzt. | Schau in paar Tagen wieder vorbei für updates. Jesus4you.ch Rubrik Bärndütsch. |
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Rang | Wort Hochdeutsch | Wort Bärndütsch | Aussprache | Beispiele | Bermerkungen | Wortart |
| 1 | der | dr | der Hund, der Mann: dr Hung, dr Maa. Genitiv/Dativ Feminin: dr: Von der Mutter: Vo dr Muäter. | nicht verwechseln mit dä, was dies bedeutet. (dä = demonstrativpronomen). | bestimmter Artikel | |
| 2 | die | d | Singular: die Frau, die Tochter: D Frou, dTochter (dT verschmelzen) Plural: die Kinder, d Ching; die Zügel: dZügu, d Z verschmelzen zu deutlichem Z (Ts). | Achtung: di und diä ist meistens dies, nicht die. | bestimmter Artikel | |
| 3 | und | u, und | und weil: u wüu; na und: na und | selten und, meist u. | Konjunktion | |
| 4 | in | i, in | i: dunkles i ähnlich wie in irdisch | in vielen Fällen: i viunä Fäu; In Bern: in Bärn, in Amerika | in meist vor geographischen Wörtern, statt i. | Präposition |
| 5 | den | dr, (ä) | Ich sehe den Tisch: i gse dr Tisch. Achtung: of verwendet man das Possessivpronomen dä statt den Artikel dr: Ich kenne den Weg: i kennä dä Wäg. (bedeutet eigentlich Ich kenne diesen Weg- I kennä dr Weg sagt man seltener. Ich schwimme durch den Fluss. I schwümmä dürä Fluss. bis vor den Wald: bis forä Waud. Für den guten Zweck: fürä guät Zwäck. | Kombiniert mit durch, vor und anderen Präpositionen hängt es sich als ä an: dürä, fürä, forä. dür dr, für dr und for dr wird zu: dürä, fürä, forä, das dr wird verschluckt. Achtung: dürä: durch den dürnä: durch einen | bestimmter Artikel | |
| den | wo | der Mensch, den ich kenne: der Mönsch, wo ni kennä. | Pronomen | |||
| 6 | von | fo | fo | von Zürich: fo Züri | Präposition | |
| 7 | zu | z | Zu viel: z viu; zu kalt, z chaut | Zu Hause: deheim. (z Huus wird nicht verwendet). | Präposition | |
| 8 | das | ds, wo, das | Das Kind: ds Ching, das Haus: ds Huus. Pronomen: das Buch, das du liest: ds Buch wo du lisisch! Er sagt das: er seit das. | Artikel: ds Relativpronomen: wo Demonstrativpronomen: das | bestimmter Artikel / Pronomen | |
| 9 | mit | mit | Mit oder ohne: mit oder ohni | Präposition | ||
| 10 | sich | sich/sech/säch | variert: i, e, und ä | Man fragt sich: mi fragt säch; er überlegt sich: är überleit sich/säch. Man sollte sich nicht gehen lassen: Mä sött sich nid la ga (sich betont lange). | Aussprache zwischen i,e und ä, je nach guosto. | Reflexivpronomen |
| 11 | des | fom (vom) | fom | der Titel des Buches: dr Titu fom Buäch; Das Kind des Mannes: ds Ching fom Maa. | genitiv wird kaum verwendet, immer mit fom, (fo äm), fo | bestimmter Artikel |
| 12 | auf | uf | auf dem Berg: uf äm Bärg, auf dem Pult: uf äm Pouut | Präposition | ||
| 13 | für | für | für sechs Franken: für sächs Frankä | Präposition | ||
| 14 | ist | isch | sie isch hübsch | Verb (sein) | ||
| 15 | im | im | im Busch | Präposition + Artikel | ||
| 16 | dem | äm, em | äm, manchmal bei schnellem Reden em | unter dem Sofa: ungär äm Sofa. vor dem Tisch: for em Tisch | nicht zu verwechseln mit demonstrativ Pronomen däm: diesem | bestimmter Artikel |
| 17 | nicht | nid | nid oder niid | Ich weiss nicht: ig weiss nid. (langes i). Nicht viel: nid viu (kurzes i). | nöd, nit sind andere Dialekte | Negationspartikel |
| 18 | ein | ä, äs | Ein Kugelschreiber: ä Chuguschriber. Ein Tier: äs Tier | Männlich: ä sächlich: äs | unbestimmter Artikel | |
| 19 | Die | D | Die Geschichte: D Gschicht | bestimmter Artikel | ||
| 20 | eine | ä | Eine Katze: ä Chatz | unbestimmter Artikel | ||
| 21 | als | aus, wo | aus | als er ging: wo n är isch gange. besser als: besser aus; | Konjunktion: wo Präposition: aus | Konjunktion / Präposition |
| 22 | auch | o | ihr seit auch gut; dir sit o guät. auch noch viel: o no viu | Adverb | ||
| 23 | es | äs, s | es ist genug: äs isch gnuä. Hat’s noch Käse: Het’s no Chäs? | Personalpronomen | ||
| 24 | an | a | an der Haut: a der Hut. Es ist an der Zeit: äs isch a dr Zit. | Präposition | ||
| 25 | werden | wärde | wir werden kommen: mir wärde cho. sie werden gefressen: si wärde gfrässä. | Verb | ||
| 26 | aus | us | au dem Haus: us äm Huus. | Präposition | ||
| 27 | er | är, när, er, r | er sagte: är het gseit. Sie wissen nicht, wo er ist: Sie wüsse nid, no när isch. sagt er: seit er oder seit r. | In schnellen Redewendungen kann das är zu er oder r fliessen. | Personalpronomen | |
| 28 | hat | het | er hat gesagt: är het gseit. | Verb (haben) | ||
| 29 | dass | dass | dass oder das | sie schrieb, dass es geschlossen war: sie het gschriebä, dass äs gschlossä isch gsi. | Konjunktion | |
| 30 | sie | sie (si) sä | tiefes, dunkereres i | sie ist gescheit: si (sie) isch gschiid. so dass ich sie heilen würde: so dass ig sä würd heilä. Ich sehe sie: I gseh sä. | Nicht so helles i wie im Hochdeutschen. si alternative Schreibweise. sä: Akkusativ | Personalpronomen |
| 31 | nach | nach | nach drei Tagen: nach drü Tagä | Präposition | ||
| 32 | wird | wird | es wird regnen: es wird rägnä. | Verb (werden) | ||
| 33 | bei | bi | dunkles i | bei der Tanne: bi dr Tannä | Präposition | |
| 34 | einer | ärä, nära, einä | Das Licht einer Lampe: Ds Licht vo n`ärä Lampä. Bei einer: bi närä. Einer Frau passiert das nicht: Ärä Frou passiert das nid. Einer gegen alle: einä gägä auui. | das n vor ärä ist ein Verbindungsbuchstabe und ergibt närä oder närä. Als Zahlwort: einä | unbestimmter Artikel, Zahlwort | |
| 35 | Der | Dr | Der Wetterbericht is schlecht: Dr Wätterbricht isch schlächt. | bestimmter Artikel | ||
| 36 | um | um | Um wieviel Uhr: um weli Zit. Er sagt das, um zu blöffen: er seit das, um z blöffä. | Präposition | ||
| 37 | am | am | Am Abend: am Abä | Präposition + Artikel | ||
| 38 | sind | si | helles i | wir sind, sie sind: mir si, sie si (tönt fast wie: se si, das ie in sie ist dunkel, das i in si ist hell) | Verb (sein) | |
| 39 | noch | no | noch nicht: no nid; noch mehr: no meh | Adverb | ||
| 40 | wie | wi, wiä | Wie machst du das: Wi oder wiä machsch du das. Wie viel: wi viu. Wie ein Profi: Wiä (wi) n`ä Profi. | Konjunktion / Adverb | ||
| 41 | einem | ämnä, nä. eim (Zahlwort) | ämnä: zwei typisch helle bärndütsch ä. eim: e-i wie ey in Peyer, nicht ä! | Die Leute laufen mit einem Handy vor dem Kopf herum: D Lüt loufe mit ämnä Handy vor em Chopf umä (rumä). Ich erzähle einem Kind von einem Buch mit einem Mann bei einem Wald. Ig verzeuuä ämnä Ching vom nä Buäch mit ämnä Maa bim nä Waud. Mit einem Soldat kann man keine Schlacht gewinnen: Mit eim Soudat chame ke Schlacht gwinnä. | unbestimmter Artikel: einem: ämnä von/bei einem: vom nä, bim nä. Zahlwort: eim | unbestimmter Artikel / Zahlwort |
| 42 | über | über | das ü ist dunkler und kurz | über den Wolken: über dä Woukä. | Präposition | |
| 43 | einen | ä, nä ei (Zahlwort) | Ich sehe einen Mann und einen Vogel: Ig gseh ä Maa u nä Fogu. Einen Vogel zähmt man leichter als zwei: Ei Fogu zähmt mä liächter aus zwe. | Artikel: einen: ä, nä Zahlwort: einen: ei | unbestimmter Artikel{ Zahlwort |
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| 44 | Das | Ds | Das Geheimnis: Ds Gheimnis | bestimmter Artikel / Pronomen | ||
| 45 | so | so | So blöd kann man doch nicht sein: So blöd cha mä doch nid si. | Adverb | ||
| 46 | Sie | Sie (Si) | ie: dunkles i ähnlich wie in irdisch | Sie gehen alle nach Hause (heim). Sie gö auui hei. (Ausprache: hey). | nach hus wird nicht verwendet. | Personalpronomen |
| 47 | zum | zum | Zum Glück: zum Glück | Präposition + Artikel | ||
| 48 | war | isch gsi | Er war mal reich: Er isch mau riech gsi. | Achtung: Berndeutsch hat kein Imperfekt: war = isch gsi, gleich wie: ist gewesen = isch gsi. | Verb (sein) | |
| 49 | haben | hei, ha | hei: ei wie ey in Peyer | Wir haben, sie haben: mir hei, sie hei. Man kann haben: me cha ha. | hei: 1.+3. pers. plural ha = Infinitiv | Verb |
| 50 | nur | numä | Wenn ich nur mehr Geld hätte: Wenn i numä meh Gäut hät. | Adverb | ||
| 51 | wenn | We, Wenn | Wenn das wahr wäre: We das wahr wär. Wenn ein Kind schreit: Wenn äs Ching schreit. | Wenn vor Vokalen. We vor Konsonanten. | Konjunktion | |
| 51.5 | wann | wenn | Wann fängt der Film an: Wenn faat dr Fium a? | Bärndütsches wenn ist Hochdeutsches wann! | ||
| 52 | oder | oder | oder Spucke: oder Choder | Konjunktion | ||
| 53 | vor | for (vor) | for | Vor dem Haus: For em Huus. | Präposition | |
| 54 | mehr | meh | meh | Mehr Gehirn: meh Hirni | Adverb / Pronomen | |
| 55 | durch | dürä, dür | dürä, dür | Der ist durch gedreht (wörtlich der ist durch bei ro): Dä isch dürä bi rot. Dä isch dürä dräit. Durch die Wiese, durch das Feld, durch den Wald: dür d Wisä, dür ds Fäud, dürä Wald | dürä wird sowohl für durch, als auch für durch den verwendet. dür dr wird zu dürä. | Präposition |
| 56 | man | me, mä | me, mi oder mä | Man hat nur ein Leben: me het numä eis Läbä. | Indefinitpronomen | |
| 57 | sein | si sis, si | si langes i: sein si, kurzes tiefes i: possesivpronomen | Haben oder Sein: Ha oder Si. Das kann nicht sein: das cha nid si. Sein Buch, sein Bauch, sein Freund: sis Buäch, si Buuch, si Fründ. | sein als Possesivpronomen: si: maskulin sis: neutrum | Verb / Possessivpronomen |
| 58 | ich | i, ig | i: langes tiefes i, fast e. | Ich bin fix und fertig: I bi fix u fertig. | Personalpronomen | |
| 59 | aber | aber | aber wieso liest du das? aber wieso lisisch du das? | Konjunktion | ||
| 60 | Jahr | Jahr | Wir schreiben das Jahr 2026. Mir schriebä ds Jahr twöituusig u sächsäzwänzg | Substantiv | ||
| 61 | kann | cha | der kann mich mal. dä cha mi mau. Sie kann nicht schweigen: si cha nid schwigä. | Verb (können) | ||
| 62 | gegen | gägä | Hast du was gegen mich: Hesch öppis gägä mi? | Präposition | ||
| 63 | dann | da, nachhär | Dann kam die Überraschung: da isch d Überraschig cho. Oder: Nachhär…. | Adverb | ||
| 64 | sehr | sehr | Sehr viel: sehr fiu. Sehr wenig: sehr weni. | Adverb | ||
| 65 | bis | bis | bis zum geht nicht mehr: bis zum «geht nicht mehr». (geit nümmä).. Bis bald: Bis baud. | Das Sprichwort wird Hochdeutsch gelassen. | Präposition / Konjunktion | |
| 66 | ohne | ohni | Ohne Kinder ist ohne Leben: Ohni Ching is ohni Läbä. Ohne Kuchen: ohni chuächä. | Präposition | ||
| 67 | muss | muäs | muäs | Ich muss nichts: ig muäs nüt. Es muss dort schön sein: äs muäs dert schön si. | Verb (müssen) | |
| 68 | schon | scho | Nicht schon wieder: nid scho widär. Das ist schon noch schön: Das isch scho no schön. | Adverb | ||
| 69 | wir | mir | Wir sind nicht euch. Mir si nid öich. Wir haben alles: mir hei auues. | Personalpronomen | ||
| 70 | diese | di,diä | di: kurzes i, diä: mehr betont. | Diese Wiese: di Wisä. Diese Frau: diä Frou. | di oder diä hier austauschbar. | Demonstrativpronomen |
| 71 | Zeit | Zit | Zit | Zeit ist Geld: Zit isch Gäut. | wir verzichten auf alte schreibweise Zyt. | Substantiv |
| 72 | nur | numä | numä | Nur noch eine kurze Zeit: numä no nä churzi Zit. | Adverb | |
| 73 | ihm | ihm | ihm oder im. | Geht es ihm gut: geits ihm guät. Sie hat ihm nichts gesagt: sie het ihm nüt gseit. | ihm betont, unbetont tönt es wie im. | Personalpronomen |
| 74 | würde | würd | würd | Das Kind würde sich freuen: Ds Ching würd säch freuä. Ich würde das nicht machen: i würddas nid mache. Er würde hören: är würd lose. | das d in würde kann mit folgenend wörtern auf d wie ´das´ zu einem starken t werden und verschmelzen. | Verb (werden) |
| 75 | ihnen | inä, nä | inä, nä | Sie kaufte ihnen schöne Sachen: Si het nä schöni Sachä kouft. (gchouft). Er sagte es ihnen: är het’s inä gseit oder: är het nä’s gseit. | inä ist betont. | Personalpronomen |
| 76 | unter | unger | Unter dem Stuhl: unger em Schtuäou. (Stuäu). | Präposition | ||
| 77 | alles | auues | aouues, doppel uu statt doppel LL = scharfes u. | Alle meine Entelein haben alles: Auui mini Äntäli hei auues. Alles für die Katz: auues für Katz. (d Chatz verschmilzt zu Katz). | aouues, doppel uu statt doppel LL = scharfes u. L wird manchmal zu u: typisch Bärndütsches Phänomen, auch in anderen Sprachen. | Indefinitpronomen |
| 78 | ihr | dir,der, er, ir rä, ihrä (ärä), ihräs | i in dir & ir ist dumpf, Richtung e. | Seid ihr noch wach: Sid dir no wach? macht ihr das: machet ir das? (machet dr) Sag es ihr: säg’s ihrä. Unschön: Säg’s ärä. Ich habe ihr gesagt: I ha rä gseit. Ihr sollt ihr nichts zu Leide tun: dir söuuät ihrä nüt z Leid tuä. Ihr Gesicht ist wunderbar: ihräs Gsicht is wunderbar. | Peronalpronomen plural: dir, dr; unbetont, bei Fragen nach dem Verb verschmelzt mit t: er, ir geht ihr: göht er, göht ir, göht dir. fem. singular: rä, ihrä, ärä Possesivpronomen: ihräs | Personalpronomen / Possessiv |
| 79 | diese | diä, di | diä, di | Diese Kuh macht die Türe nicht zu. diä Chuä macht dTürä nid zuä. Diese Waffe ist verboten: Di Waffä isch verbottä. | Demonstrativpronomen | |
| 80 | zwei | zwe, zwöi | Zwei Männer und zwei Frauen: Zwe Männer ud zwe Frouä. Zweiundzwanzig: zwöiäzwänzg. Zwei oder drei: zwöi oder drü. | Zwe: maskulin & feminin zwöi: neutrum | Zahlwort | |
| 81 | mich | mi | langes tiefes i (betont), oder kurzes helles i. | Ich sehe mich nicht in dieser Rolle: I gse mi nid i derä Rouuä. | Reflexivpronomen | |
| 82 | du | du | du lernst schnell: du lersch schnäu. du lehrst Englisch: du lehrsch Änglisch. | Personalpronomen | ||
| 83 | ihn | nä | Frag ihn doch: Frag nä doch.ihn. Wir sehen ihn: mir gse nä. (gsenä). | Personalpronomen | ||
| 84 | alle | auui | aouui | Alle Leute wollen glücklch sein: Auui Lüt wei glückläch si. | L zu u Phänomen, manchmal: L wird zu u. LL zu uu. | Indefinitpronomen |
| 85 | meine | mini | Ich kaufe meine Katze nicht im Sack: I choufe mini Chatz nid im Sack. Die Katze hat meine Maus gekauft: Kchatz (dChatz) het mini Muus kouft (gchouft). | Possessivpronomen | ||
| 86 | ganz | ganz | Ganz gut: ganz guät. | Adjektiv / Adverb | ||
| 87 | meine | meinä | meynä | Ich meine nicht meine Katze: I meine nid mini Chatz. | Verb: meinen: meinä. | Verb |
| 88 | doch | doch | Hast du’s nicht gemacht? Doch. Hesch es nid gmacht? Doch. (du nicht nötig in Berndeutsch, wenn in einer Frage ein es folgt). | Das geniale doch existiert in vielen Sprachen nicht und kann oft nicht genau übersetzt werden. Die Schwyzer habens erfunden. (;-). | Adverb / Partikel | |
| 89 | machen | machä | Was sollen wir machen: was söuuä mär machä. | Verb | ||
| 90 | seiner | sirä | seiner Tochter: sirä Tochtär. | Possessivpronomen | ||
| 91 | mich | mi | mi, oder mii | Sie hält mich an der Hand: Sie hautät mi a der Hang. | Personalpronomen | |
| 92 | immer | immer | Immer wieder: immer widär. | Adverb | ||
| 93 | wieder | widär, wider | widär oder wider: kurzes i | Wieder und wieder: widär u wider. | beide Schreibweisen berechtigt. | Adverb |
| 94 | sagt | seit | sie sagt die Wahrheit: si seit d Wahrheit. | Verb (sagen) | ||
| 95 | wo | wo | wo, was, wie: wo, was wiä. | Adverb / Konjunktion | ||
| 96 | zwischen | zwüschä | Zwischen zwei Zwetschgen zwitschert ein Vogel: Zwüschä zwöi Zwätschgä zwitschärät ä Fogu. | Präposition | ||
| 97 | viel | fiu | man könnte viel mehr machen: me chönnt fiu meh machä. | fiu, plural:fili | Adverb / Pronomen | |
| 98 | denen | denä | denen kann man es nicht recht machen: denä cham äs nid rächt machä. | Relativpronomen | ||
| 99 | weil | wüu, ou | Ich will das, weil’s gut ist: I wott das, wüu’s guät isch. Weil das zu schwer ist: Ou’s z schwär isch. | beides wird verwendet, wüu oder ou. | Konjunktion | |
| 100 | dort | dert | Dort möchte ich nicht wohnen: Dert möchti nid wohne | möchti = möcht i | Adverb | |
| 101 | hatte | ha ka, het ka | Ich hatte: i ha ka er hatte: är het ka | Es gibt kein Präterium (imperfekt) im Berndeutschen, man muss immer mit Perfekt übersetzen. | Verb (haben) | |
| 102 | seinem | sim, sinem | Mit seinem dicken Bauch, sieht er seinen Pimmel nicht: Mit sim dickä Buuch, gseht der si Gigü nid. 🙂 | Possessivpronomen | ||
| 103 | uns | üs | sie schenkt uns keine Aufmerksamkeit: sie schänkt üs ke Ufmerksamkeit. Das kann nur uns passieren: Das cha numä üs passierä. Sie sehen uns: Sie gseh üs. | uns: üs: Dativ und Akkusativ | Personalpronomen | |
| 104 | eine | ä, ei | eine Frau: ä Frou. Du siehst eine Biene: Du gsesch äs Bieni. (Bieni sächlich in Berndeutsch). Du hast eine Tochter: Du hesch ä Tochter. Eine oder zwei Birnen? Ei oder zwe Birä. | eine, ä: Nominativ und Akkusatiiv Berndeutsch unterscheiden zwischen Artikel ä oder Zahlwort ei, ist hier also eindeutiger als Hochdeutsch. | unbestimmter Artikel / Zahlwort | |
| 105 | was | was | Was du nicht sagst: was du nid seisch. | Interrogativpronomen | ||
| 106 | wird | wird | Das wird nix. Das wird nüt. | Verb (werden) | ||
| 107 | sein | si, sis | Das kann schon sein: das cha scho si. sein Tisch: si Tisch.(Maskulin) sein Buch: sis Buäch. (Neutrum) Es sieht seinen Tisch: er gseht si Tisch. | si Tisch: Maskulin sis Buäch: Neutrum Er gseht si Tisch: Akkusativ Possesivpronomen mönnlich wie Nominativ, nicht wie Hochdeutsch. Deshalb machen Schweizer hier oft Fehler beim Hochdeutsch sprechen. | Verb / Possessivpronomen | |
| 108 | nur | numä | Nur nicht etwa auch noch das: Numä nid öppä o no das. | Adverb | ||
| 109 | einem | ämnä, äm nä eim | Sie gibt die Medallie einem Mann mit einem einzigen Bein: Sie git d Medalliä ämnä Maa mit eim einzigä Bei. | Berndeutsch hunterscheident Maskulin & Neutrum Artikel Dativ ämnä von Zahlwort Dativ eim. | unbestimmter Artikel Zahlwort |
|
| 110 | welche | weli, wo | Welche Sprache sprichst du? Weli Sprach sprichsch du? Die Frau, welche ich liebe. D Frou, wo ni liäbä (gärn ha). Gib mir welche: Gib mir as paar. | Frage: Weli Relativpr: wo | Interrogativpronomen / Relativpronomen | |
| 111 | ihnen | inä, nä | siehe oben, Wort 75 | Dativ | Personalpronomen | |
| 112 | Menschen | Mönschä | Alle Menschen sind gleich vor Gott. Auui Mönsche si gliich for Gott. | Substantiv | ||
| 113 | anderen | angärä | aus anderen Kulturen: us angärä Kulturä | Adjektiv / Pronomen | ||
| 114 | kann | cha | ch wie bei ach | Ich kann, sie kann: i cha, sie cha. | ch ist immer rau, auch for e und i. | Verb (können) |
| 115 | werden | wärdä | Wir werden sehen: mir wärdä gseh. Sie werden kommen: sie wärdä cho. Sie werden gross: sie wärdä gross. Das kann gut werden: Das cha guät wärdä. | Verb | ||
| 116 | ihr | dir, er, ir rä, ihrä (ärä), ihräs | Seid ihr noch wach: Sid dir no wach? macht ihr das: machet er das? Sag es ihr: säg’s ihrä. Unschön: Säg’s ärä. Ich habe ihr gesagt: I ha rä gseit. Ihr sollt ihr nichts zu Leide tun: dir söuuät ihrä nüt z Leid tuä. Ihr Gesicht ist wunderbar: ihräs Gsicht is wunderbar. | Peronalpronomen plural: dir; unbetont, bei Fragen nach dem Verb verschmelzt mit t: er, ir göht er, geht ihr. fem. singular: rä, ihrä, ärä Possesivpronomen: ihräs | Personalpronomen / Possessiv | |
| 117 | zu | z, zu | zu klein, zu weit, zu alt, zu ihr: z‘ chlii, z wit, zu aut (z’aut), zu ihrä | öfters nur z, seltener zu. | Präposition | |
| 118 | habe | ha | Ich habe: i ha. er sagt, er habe: är seit, är heigi, är häbi. | er habe: er heigi oder häbi: indirekte Rede. Siehe Grammatik Tabellen für die wichtigsten paar Wörter. | Verb (haben) | |
| 119 | diese | di,diä | siehe oben | Demonstrativpronomen | ||
| 120 | mehr | meh | Mehr Licht, sagte Göethe auf dem Sterbebett. Meh Liächt, het Göethe uf äm Stärbäbett gseit. Viel, mehr, am meisten: Fiu, meh, am meischtä | Adverb / Pronomen | ||
| 121 | keinen | ke, kenä | Ich habe keinen Bock: I ha ke Bock. Er hat keinen Job: Är het ke Job. Wir kennen keinen. Mir kennä kenä. Sie findet keinen, der zu ihr passt: sie fingt kenä, wo zu ihrä passt. | unbestimmter Artikel (neg.) | ||
| 122 | seiner | sinerä, fo sinärä | Das Haus seiner Mutter: Ds Huss fo sinärä Muätär. (Genitiv / fo & Dativ). Er gibt seiner Mutter: Är git sinärä Muätär. | Genitiv: fo sinäre (fo plus Dativ). Dativ: sinärä. Genitiv wird nicht/kaum benutzt im Berndeutsch. Möglich in dieser Form: Seiner Mutters Aufgabe: Sinärä Muätärs Ufgabe… | Possessivpronomen | |
| 123 | als | aus, wo | Als sie ankamen: wo sie si aacho. Mehr als genug: meh aus gnuä. (gnuäg) | Konjunktion / Präposition | ||
| 124 | keine | keni, ke | Er hat keine Frau: Är het ke (keni) Frou. Kaufe keine Äpfel: chouf keni Öpfu. Ihr kennt keine, welcher ihr vertraut. Dir kennät keni, wo dr vertroutet. (welärä dir vertrouät). | unbestimmter Artikel (neg.) | ||
| 125 | sondern | sondern | Nicht A, sondern B. Nid A, sondern B. | Konjunktion | ||
| 126 | ich | i, ig | Ich bin nicht du: Ig bi nid du. Ich habe Zeit: I ha Zit. | Personalpronomen | ||
| 127 | bin | bi | Ich bin, der ich bin: I bi dä, wo ni bi. | Verb (sein) | ||
| 128 | ihre | ihri | Ihre Laune: ihri Lunä. Ihre Tochter: Ihri Tochter. | Possessivpronomen | ||
| 129 | damit | damit, da dr mit | damit du’s weisst: damit du’s weisch. Er arbeitet, damit er Geld hat: Är arbeität, damit är Gäut het. Damit kann man arbeiten: damit cha mä arbeitä | Pronomen / Adverb | ||
| 130 | ihn | nä, ihn | du findest ihn. Du fingsch nä (ihn). du kennst ihn gut: du kennsch ihn (nä) guät. | ihn ist mehr betont als nä. | Personalpronomen | |
| 131 | auch | o | Anche heisst auch auf Italienisch: anche heisst o uf Italiänisch. Auch das noch: O das no. | Adverb | ||
| 132 | ersten | erschtä | Dier Ersten werden die Letzten sein: Die Erschtä wärdä die Letschtä si. | Adjektiv | ||
| 133 | hatte | het kha (het gcha) | Sie hatte viel Talent. Sie het fiu Talänt kha. | Berndeutsch hat kein Präterium, es wird immer mit Perfekt umschrieben. er hatte -» er hat gebabt: er het kha. Kha ist eigentlch gcha (gehabt), aber man hört ein deutliches k. die Schreibweise kha finde ich treffender. | Verb (haben) | |
| 134 | sehr | sehr | Im Herbst sind die Bäume sehr bunt: Im Herbscht si Böum sehr bunt. | Adverb | ||
| 135 | zwischen | zwüschä | Zwischen zwei Zwiebeln: zwüschä zwe Zibälä. | Präposition | ||
| 136 | Jahren | Jahr | In all diesen Jahren: I au denä Jahr. | Substantiv | ||
| 137 | bei | bi | Bei mir: bi mir. Bei der Tanne: bi dr Tannä. | Präposition | ||
| 138 | sein | si sis, si | si langes i: sein si, kurzes tiefes i: possesivpronomen | Haben oder Sein: Ha oder Si. Das kann nicht sein: das cha nid si. Sein Buch, sein Bauch, sein Freund: sis Buäch, si Buuch, si Fründ. | sein als Possesivpronomen: si: maskulin sis: neutrum | Verb / Possessivpronomen |
| 139 | gehabt | kha (gcha) | du hast gehabt: du hesch kha. | Kha oder gcha. | Verb (haben) | |
| 140 | anderen | angärä | einen anderen Weg: än angärä Wäg. | Adjektiv / Pronomen | ||
| 141 | würde | würd, (würdi) | ich würde das nicht tun: i würd das nid mache. er würde schon gerne gehen. Är würd scho gärn gah. | würdi tönt eher nach indierkter Rede, oft ist würd besser. | Verb (werden) | |
| 142 | nach | nach | Nach sechs Uhr: Nach sächs Uhr. Nach 35 Minuten: Nach füfädriessg Minutä. Nach Hause: hei (nach Huus wird nicht verwendet, sonder hei (heim)). | Präposition | ||
| 143 | sollen | söuuä | die sollen mal kommen: di söuuä mau cho. | sie Konjugation von sollen in Grammatik. | Verb (sollen) | |
| 144 | zwei | zwöi | Zwei Männer: zwöi Männer. Zwei Kinder: zwöi Ching. Zwei Frauen. zwe Frouä | Zahlwort | ||
| 145 | machen | machä | Wir können das machen: Mir chöi das machä. | Verb | ||
| 146 | ersten | erschtä | Im ersten Augenblick: im erschtä Ougäblick. Die ersten Kirschen sind reif: Di erschtä Chirschi si riif. | Adjektiv | ||
| 147 | haben | hei, ha | hei: ei wie ey in Peyer | Wir haben, sie haben: mir hei, sie hei. Man kann haben: me cha ha. | hei: 1.+3. pers. plural ha = Infinitiv | Verb |
| 148 | unter | unger | Unter dem Tisch: unger em Tisch. Unter Umständen: unger Umschtänd | Präposition | ||
| 149 | Mann | Maa (Ma) | Dieser Mann ist gescheit: dä Maa isch gschiid. | Substantiv | ||
| 150 | lässt | laat | Er lässt sie nicht in Ruhe. Är laat sä nid i Ruä. Sie lässt ihn nicht gehen. Sie laat nä nid la gah. | s.a. Grammatik | Verb (lassen) | |
| 151 | sollte | sött | das sollte klar sein: das sött klar si. | Konj. siehe Grammatik | Verb (sollen) | |
| 152 | würde | würd | Ich würde gerne kommen: I würd gärn cho. Es würde lieber spielen: es würd liäbär schpilä. | Verb (werden) | ||
| 153 | also | auso | Es regnet also nicht: Es rägnät auso nid. | Adverb / Konjunktion | ||
| 154 | bisher | bis itz, (bishär) | Bisher ging das gut: Bis itz isch das guät gangä. | bishär nicht sehr üblich, tönt «gehochdeutscht» | Adverb | |
| 155 | Leben | Läbä | Man hat nur ein Leben: Mit het numä eis Läbä. | Substantiv | ||
| 156 | Milliarden | Milliardä | 10 Milliarden Franken: Zäh Miliardä Frankä. | Substantiv | ||
| 157 | Welt | Wäut, Wä’ut | ä-u, nicht öi. | Es kam auf die Welt. Es isch uf d Wä’ut cho. | Substantiv | |
| 158 | Regierung | Regiärig | Die Regierung kann nicht mal einen Kaugummi Automaten verwalten. D Regiärig cha nid a mau ä Chätschgummi Outomat verwautä. | Substantiv | ||
| 159 | konnte | het chönnä | Sie konnte es nicht sagen: sie het’s nid chönnä sägä. | Verb (können) | ||
| 160 | ihrem | ihräm | Sie sagte es ihrem Freund: Sie het’s ihräm Fründ gseit. | Possessivpronomen | ||
| 161 | Frauen | Frouä | In dieser Abteilung arbeiten viele Frauen: I derä Abteilig arbeitä fiu Frouä. | Substantiv | ||
| 162 | während | während | Während dem die Sendung lief. Während däm d Sändig isch gloffä. | Präposition / Konjunktion | ||
| 163 | Land | Land | Das ist ein schönes Land. Das isch äs schöns Land. | Substantiv | ||
| 164 | zehn | zäh | Zehn Gram. Zäh Gram. Zehn Zähne: Zäh Zäng. | Zäh für Zähne ist eher Ostschweizerisch, Zürcherisch, was dann sowas wie Zeh Zäh für 10 Zähne gibt. | Zahlwort | |
| 165 | würden | würdä | wir würden, wenn sie auch würden. mir würdä, we si o würdä. | Verb (werden) | ||
| 166 | stehen | schta (sta) | Mann muss stehen, so platsch voll ist der Bus. Me muäs schta, so platch vou isch der Bus. | Verb | ||
| 167 | ja | ja | Ja klar: ja klar; ja oder nein: ja oder nei. | Partikel | ||
| 168 | USA | USA | U ÄS A | In den USA sind Wahlen: i dr USA si Wahlä. Er kam aus den USA zurück: Är ist us dr USA zrügg cho. In den Vereinigten Staaten: i dä Vereinigtä Schtaatä. (normal plural). | UÄSA ist auf Berndeutsch als Singular Feminin behandelt, (nicht als Plural für Vereinigt Staaten), deshalb i dr (in der). | Substantiv |
| 169 | heißt | heisst | ei wie ey in Peyer | Die Ziege heisst Konwalia. Di Geiss heisst Konwalia. | Verb (heißen) | |
| 170 | dies | das, (diesäs) | Er sagt dies nur, weil er muss. är seit das numä, wüu är muäs. Dies oder das: das oder das. hier behilft man sich mit: diesäs oder das. | diesäs tönt etwas gekünstelt, um nah beim Hochdeutsch zu bleiben. Dies oder diis ist nicht üblich. | Demonstrativpronomen | |
| 171 | zurück | zrügg | Sie kommt zurück aus den USA. Sie chunnt zrügg us dr USA. Er legte 20 km zurück: Är het zwänzg km zrügg gleit. | Adverb | ||
| 172 | Kinder | Ching | Es werden kaum mehr Kinder gemacht. Es wärde chum meh Ching gmacht. | Substantiv | ||
| 173 | dessen | däm si däm sini däm sis dessä, fo däm | Dessen Bruder: däm si Bruäder. Dessen Frau: däm sini Frou. Dessen Kind: däm sis Ching. Du kannst dir dessen bewusst werden: Du chasch dir dessä bewusst wärdä. Bist du dir dessen sicher? Bisch du dir dessä sichär? | däm si bedeutet: dem sein, wird als Ersatz für nicht verwendeten Genitiv genommen. selten Genitiv: dessä, bei Bezug auf vorhergehende Aussage. Wir oft umgangen, z.B. Bisch du dir da sichär. | Possessiv / Relativpronomen | |
| 174 | ihnen | inä, nä | Ich vertraue ihnen: i vertrouä inä. S. Wort 75 | inä, das i ist kurz, nicht wie bei ihnen, deshab kein h. | Personalpronomen | |
| 175 | deren | derä iräs, denä iräs fo denä | deren Mann: derä irä Maa. deren Kind, deren Kinder: denä ires Ching, denä iri Ching. deren man sich bewusst ist: fo denä wo mä säch bewusst isch. | derä: sing. f, denä: plural | Relativpronomen | |
| 176 | sogar | sogar | Sogar isch glich uf Bärndütsch wie Hochdütsch. | Adverb | ||
| 177 | Frage | Frag | Das ist die Frage: das isch d Frag. | Substantiv | ||
| 178 | gewesen | gsi | er ist gewesen: är isch gsi. | Verb (sein) | ||
| 179 | erste | erschtä | das erste Gebot: ds erschtä Gebot. | Adjektiv | ||
| 180 | gab | het gä | es gab keine Möglichkeit: es het ke Möglächkeit gä. | Berndeutsch hat kein Präterium. Infinitiv: geben: gäbä | Verb (geben) | |
| 181 | liegt | ligt | kurzes i | Die Stadt liegt am Meer: d Schtadt ligt am Meer. | Verb (liegen) | |
| 182 | gar | gar ling | Gar nicht: gar nid. Ganz und gar: ganz u gar. das Essen ist gar: ds Ässä isch ling. | Adverb | ||
| 183 | davon | derfo, fo däm | Er ist noch einmal davon gekommen: er isch nomau derfo cho. Gib mir etwas davon: Gib mir öppis fo däm (derfo). | Adverb | ||
| 184 | gestern | geschter | Gestern hat’s den ganzen Tag geregnet. Geschter het’s dr ganz Tag grägnät. | Adverb | ||
| 185 | geben | gä | du kannst mir auch was geben: du chasch mer o öppis gä. | Verb | ||
| 186 | Teil | Teil | teyl | zum Teil: zum Teil (ausgesprochen Teyl) | Substantiv | |
| 187 | Polizei | Polizei | Polizey | Die Berliner Polizei hat sehr negative Schlagzeilen gemacht: D Berliner Polizei het sehr negativi Schlagzilä gmacht. | Substantiv | |
| 188 | dass | dass | sag mir, dass das nicht stimmt: säg mir, dass das nid schtimmt. | Konjunktion | ||
| 189 | hätte | hät | Sie hätte gerne ein Eis: si hät gärn ä Glassä (Glacä). | Glassä kommt vom Französischen glace. Berndeutsch hat etliche französischen Wörter übernommen. Hätte Konjugation siehe Grammatik | Verb (haben) | |
| 190 | eigenen | eigätä | Die wollen einem zwingen, die eigenen Tiere zu vergiften – mit ihren Impfzwängen. Die wei einäm zwingä, di eigätä Tiär z vergifte, mit ihrnä Impfzwäng. | Adjektiv | ||
| 191 | kaum | chum | langes u | Kaum erschien es, war es auserkauft: chum isch äs erschienä, isch äs scho usverchouft gsi. | Adverb | |
| 192 | sieht | gseht | Sie sieht alles durch eine rosa Brille: sie gseht aouuäs dür nö rosäroti Brüouuà | gseht sieht wegen g as wie ein Perfekt Partizip, ist es aber in diesem fall nicht, wobei das Perfekt Partizip gseh mit Präsens 1. Pers Sing & Plural übrereinstimmt: i gseh, mir gseh. | Verb (sehen) | |
| 193 | große | grossi | Eine grosse Tasse: ä grossi Tassä | In der Schweiz wir ß weder im Hochdeutschen noch Dialekt verwendet. | Adjektiv | |
| 194 | Denn | Denn | Denn es ist klar, dass es falsch ist. Denn es isch klar, dass es fautsch isch. | Konjunktion | ||
| 195 | weitere | witteri | er brachte noch viele weitere Argumente: är het no viou witteri Argumänt bracht. | Adjektiv | ||
| 196 | Was | Was | Was soll das. Was söu das. | Interrogativpronomen | ||
| 197 | sehen | gseh (gse) | Wir werden ja sehen: mir wärde ja gseh. | Gseh ist sowohl Infinitiv als auf Partizip: I ha gseh, I wirdä gseh. | Verb | |
| 198 | macht | macht | Es macht mir keinen guten Eindruck: Es macht mir ke guätä Iidruck. Ihr macht mir Angst. Dir machät mir Angscht. | Verb (machen) | ||
| 199 | Angaben | Aagabä | Wie schafft es Angabenauf Platz 199? Wie schfft’s Aagabä u Platz Hundärt Nünänünzg? | Substantiv | ||
| 200 | weniger | weniger | Ein Wort weniger zum lernen. Äs Wort weniger zum leerä (lernä). | Adverb / Pronomen | ||
| 201 | gerade | grad | kurzes a | Das ist jetzt gerade passiert, er fuhr gerade aus. Das isch itz grad passiert, är isch grad uus gfahrä. | Adverb | |
| 202 | lässt | laasch, laat | Du lässt, er lässt: du laasch, är laat. Das lässt mich nicht in Ruhe: Das laat mi nid i Ruä. | Konjuagion von lassen: laa siehe Grammatik | Verb (lassen) | |
| 203 | Geld | Gäut | Ich habe Geld in Hülle und Fülle: I ha Gäut i Hüouui u Füouui. | Substantiv | ||
| 204 | München | Münchä | Mönche leben in München. Mönchä läbä in Münchä. | Substantiv | ||
| 205 | deutsche | dütschi | deutsche Mentalität: dütschi Mentalität. | Adjektiv | ||
| 206 | allen | auunä | Auf allen Ebenen. Uf auunä Äbänä (Äbäni). | Indefinitpronomen | ||
| 207 | darauf | druf | Es kommt darauf an, ob es Sinn macht. Es chunnt druf a, ob’s Sinn macht. | Adverb | ||
| 208 | wohl | woou (wou) | llanges o | Wohl oder übel. Woou oder übu. | h macht keinen Sinn, wegen dem u statt L. Deshalb eher doppel oo | Adverb |
| 209 | später | schpäter (später) | Später gingen wir nach Hause: Schpäter si mir hei gangä. | Adverb | ||
| 210 | könne | chönni | Es hiess, das Flugzeug könne nicht fliegen: es het gheissä, ds Flugzüüg chönni nid flügä. Ich könne gut Deutsch: i chönni guät Dütsch. | Verb (können) | ||
| 211 | deshalb | drum | Sie waren deshalb glücklich: Sie si drum glückläch gsi. | Adverb | ||
| 212 | aller | fo aunä | Die Anzahl aller Kandidaten: D Azaau fo aunä Kandidatä | von plus Dativ, statt Genitiv. | Indefinitpronomen | |
| 213 | kam | isch cho | Er kam, sah und siegte. Er isch cho, het gse u het gsiegt. | tönt nicht schön, geht aber nicht anders. Kein Präterium. | Verb (kommen) | |
| 214 | Arbeit | Arbeit | Arbeyt | Arbeit macht nicht immer Spass. Arbeit macht nid immer Schpass. | Substantiv | |
| 215 | mich | mi | Mich kann nichts mehr umhauen, sagt Mr. Arroganz: Mi cha nüt me umhouä, seit Mr. Arroganz. Sie sieht mich: Sie gseht mi. | Personalpronomen | ||
| 216 | gegenüber | gägänüber vis-à-vis (Wisawi) | Wisawi | Gegenüber dem Restaurant: Wisawi fom Restaurant. Ihr gegenüber sass der Anwalt: Ihrä gägänüber isch dr Awaut gsässä. | Wisawi tönt natürlicher als gägänüber | Präposition |
| 217 | nächsten | nächschtä | Im nächsten Augenblick. Im nächschtä Ougäblick | Adjektiv | ||
| 218 | bleibt | blibt | Das bleibt geheim: Das blibt gheim. (gheym). | Verb (bleiben) | ||
| 219 | wenig | weni | Es hat wenig Benzin: Äs het weni Bänzin. Ein wenig Honig: äs bitzäli Honig, oder: ä chli Honig. ä weni Honig isch nicht üäbläch | wenig: weni ein wenig: ä chli, äs bitzäli | Adverb / Pronomen | |
| 220 | lange | längi | Der hat eine lange Leitung: Dä het ä längi Leitig. | Adverb | ||
| 221 | gemacht | gmacht | Wer hat das gemacht: Wär het das gmacht? | Verb (machen) | ||
| 222 | Wer | wär | Wer ist das: Wär isch das. Wer hat gewonnen: Wär het gwunnä. | Interrogativpronomen | ||
| 223 | Dies | das | Dies ist die Wahrheit. Das ist d Wahrheit. | Demonstrativpronomen | ||
| 224 | Fall | Fau | Im Fall der Fälle: Im Fau fo dä Fäu. | Bei Sprichwörtern switcht man oft ins Hochdeutsche oder eine Mischung: Im Fau dr Fälle oder pur: Im Fall der Fälle. Plural für Fall Fäu tönt gleich wei Singular und Plural von Fell: Fäu, Fäu | Substantiv | |
| 225 | mir | mir | Mir geht es gut: Mir geit’s guät. | Personalpronomen | ||
| 226 | gehen | ga, gö | Besser gehen statt stehen: Besser ga schtatt schta. (gah statt stah). Sie gehen ins Kino: Si gö ids Chino. | ga (gah): Infinitiv gehen. gö: 3 Person Plural gehen. | Verb | |
| 227 | Berliner | Berliner | Unter der Berliner Mauer fand man gekochte Berliner: Unger dr Berliner Muur het ma kochti Berliner gfungä. | Adjektiv / Substantiv | ||
| 228 | mal | mau | 5 mal 6 ist 31: Füf mau sächs is einädriessg. | circa 🙂 | Adverb | |
| 229 | Weg | Wäg | Der Weg muss weg. Dr Wäg muäs wägg. | Substantiv | ||
| 230 | CDU | CDU | CDU | Substantiv | ||
| 231 | wollte | het wöuuä | Sie wollte Karriere machen anstatt viele Kinder. Si het wöuuä Karrierä machä anstatt fiu Ching. | Verb (wollen) | ||
| 232 | sechs | sächs | Um sechs Uhr: am sächsi. Er isst sechst Eier pro Tag: Är isst sächs Eiär pro Tag. (Eyär). | Zahlwort | ||
| 233 | keinen | ke | Er verdient damit keinen Cent. Är verdient damit ke Cent. Er liess sie keinen Augenblick aus den Augen. Är het sä ke Ougäblick us dä Ougä gla. | unbestimmter Artikel (neg.) | ||
| 234 | Woche | Wochä | Eine Woche hat sieben Tage: Ä Wochä het siebä Tag. | Substantiv | ||
| 235 | dagegen | dergägä | Viele stimmten dagegen: Fiu hei dergägä gschtimmt. | Adverb | ||
| 236 | alten | autä | Bei den Lockdowns hat man die alten Leute im Stich gelassen: Bi dä Lockdowns het mä die autä Lüt im Stich gla. | Adjektiv | ||
| 237 | möglich | mögläch | Alles ist möglich dem, der glaubt. Auues isch mögläch däm, wo gloubt. | Adjektiv | ||
| 238 | gilt | giut | Das gilt hier nicht: Das giut hiä nid. | Verb (gelten) | ||
| 239 | erklärte | het erklärt | Er erklärte es deutlich und gründlich: er het’s dütläch u gründläch erklärt. | kein Präterium im Berndeutsch | Verb (erklären) | |
| 240 | müsse | müässi | Sie denkt, er müsse ihr aufs Wort gehorchen: Sie dänkt, är müässi ihrä ufs Wort ghorchä. | siehe Grammatik für Konjugation von müssen | Verb (müssen) Konjunktiv I. | |
| 241 | Dabei | Derbi | Dabei war das ganz anders gemeint: Derbi isch das ganz angärsch gmeint gsi. | r deutlich hörbar. | Adverb | |
| 242 | könnten | chönnti | wir könnten, sie könnten: mir chönnti, sie chönnti | siehe Grammatik | Verb (können) | |
| 243 | Geschichte | Gschicht | Die Geschichte lehrt uns, dass die meisten nichts aus der Geschichte lernen: Gschicht lehrt üs, dass die meischtä nüt us dr Gschicht lerä. | Wörtlich: D Gschicht. Der Artikel wird hier meist weggelassen, da es ein Zungenbrecher ist. Lernen: kein n im berndeutsch. tönt gleich wie lehren. | Substantiv | |
| 244 | zusammen | zämä | Machen wir das zusammen: Machä mir das zämä? | Adverb | ||
| 245 | finden | fingä | Ich kann den Schlüssel nicht finden: I cha dr Schlüssu nid fingä. | Verb | ||
| 246 | Tag | Tag | Der Tag der Abrechnung: Dr Tag fo dr Abrächnig. | Substantiv | ||
| 247 | Art | Art | Auf die gleiche Art und Weise. Uf die glichi Art u Wies. | Substantiv | ||
| 248 | erhalten | becho, erhautä. | Hast du den Lohn erhalten? Hesch du dr Lohn becho. Am Leben erhalten. Am Läbä erhautä. | erhautä wir im Sinn von bewahren verwendet. Im Sinn vom bekommen tönt becho besser. | Verb | |
| 249 | Man | mä, mi | kürzes ä, manchmal dumpfes i. | Man muss manchmal durchgeifen. Mä (mi) muäs mängisch durägriefä. | Indefinitpronomen | |
| 250 | Dollar | Dollar | Der Dollar hat sich zum Franken entwertet: Dr Dollar het sech zum Frankä entwärtet. | Substantiv | ||
| 251 | Wochen | Wuchä | Ich habe nicht viele Wochen Ferien. I ha nid fiu Wuchä Feriä. Eine Woche, zwei Wochen. Ä Wuchä, zwe Wuchä | Singular und Plural gleiche Form. | Substantiv | |
| 252 | jeder | jedä | Nicht jeder besteht die Prüfung. Nid jedä besteit (d) Prüfig. | Indefinitpronomen | ||
| 253 | nie | niä | Sag nie nie. Säg niä niä. | Adverb | ||
| 254 | bleiben | bliebä | Du kannst da bleiben. Du chasch da bliebä. | Verb | ||
| 255 | besonders | bsungersch | e oder ä | Dieser Kaffee ist besonders stark. Dä Kafi isch bsungersch schtarch. | Adverb | |
| 256 | Jahres | Jahr | Um dieses Zeit des Jahres blühen die ersten Blumen. Um diä Zit vom Jahr blüjä die erschtä Bluämä. | Das Jahr, des Jahres: Ds Jahr, fom Jahr. | Substantiv | |
| 257 | Deutschen | Dütschä | Die Deutschen sind fleissig. Die Dütschä si fliessig | Adjektiv / Substantiv | ||
| 258 | Den | Dr, Dä | Den hatten wir schon. Dä heim mer scho gcha. Den Stuhl sollte man verschieben. Dr Schtuäu sött mä verschiebä. | Artikel m: Akkusativ gleich wie Nominativ: dr. Deshalb machen Berner manchmal Fall Fehler im Hochdeutschen. | Pronomen, bestimmter Artikel | |
| 259 | Zu | Z, Zu | Zu wenig Salz macht die Speise fade. Z weni Sauz macht d Spiis (ds Ässä) fad. Zu viel Salz verdirbt das beste Gericht. Zu fiu (Z fiu) Sauz verdirbt ds beschtä Gricht. | Präposition | ||
| 260 | zunächst | i absehbarer Zit (zunächscht) | Dies ist zunächst nicht vorgesehen. Das is i absehbarer Zit nid vorgseh. | Man kann zunächscht sagen, aber es tönt «hochdeutsch». | Adverb | |
| 261 | derzeit | im Momänt | Ich habe derzeit zuviel zu tun. I ha im Momänt z fiu z tüä. | derzit ist nicht üblich | Adverb | |
| 262 | allein | allei | alley | Ich bin so alleine. I bi so allei. | Adverb | |
| 263 | deutlich | dütläch | Deutsch und deutlich. Dütsch u dütläch. | Adjektiv / Adverb | ||
| 264 | Entwicklung | Entwicklig | Die Entwicklung der KI ist rasant. D Entwicklig fo dr KI isch rasant. | Substantiv | ||
| 265 | weiß | weis, wiss | weis: weys, nicht scharfes s | Seine Haare sind weiß und er weiß viel, deshalb weis ihm die schwierigsten Aufgaben zu. Sini Haar si wiss u är weis fiu, drum duä nihm die schwierigschtä Ufgabe zuäwisä. (drum wies ihm die schwierigschtä Ufgabe zuä). | Schweizer haben nicht mal im Hochdeutsch ein ß sonder ss. Und die Farbe Weiß ist auf Berndeutsch nicht Homonym mit ich weiß. wiss – weis. | Verb / Adjektiv |
| 266 | einige | es paar, einigi etlächi | eynigi eynägi | Du hast einige guten Charakterzüge. Du hesch es paar guäti Charakterzüg. | einigi ist möglich, aber meist wird es paar oder etlächi verwendet. | Indefinitpronomen |
| 267 | sollten | söttä | Wir sollten es besser wissen. Mir sötttä’s besser wüssä. | Verb (sollen) | ||
| 268 | Präsident | Präsident | Der Präsident der Vereinigten Staaten. Dr Präsident fo dä Vereinigtä Staatä. | Substantiv | ||
| 269 | geworden | gworde, worde | Heute bin ich 137 Jahre alt geworden. Hüt bin i hundert siebänädriessg Jahr aut gwordä. | Verb (werden) | ||
| 270 | statt | statt | Äpfel statt Birnen. Öpfu statt Birä. | oder schtatt. | Präposition | |
| 271 | Bonn | Bonn | Bonn war früher die Hauptstadt der BRD. Bonn isch früächer d Houptstadt fo der BRD gsi. | Substantiv | ||
| 272 | Platz | Platz | Sie ist auf dem ersten Platz gelandet. Sie isch uf äm erschtä Platz glandät. | Substantiv | ||
| 273 | inzwischen | inzwüschä, itz, nun | Dafür ist es inzwischen zu spät. Für das isch äs inzwüschä z schpät. Besser: Für das isch äs itz z schpät. Da derfür isch äs nun z schpät. | inzwüschä möglich aber nicht üblich. | Adverb | |
| 274 | Nur | Numä | Nichts ausser nur noch 4 Stücke. Nüd aus numä no viär Stück. (Schtück). | Adverb | ||
| 275 | Freitag | Fritti, Frittig | Viele leben nur von Freitag Abend bis Sonntag Abend. Fiu läbe numä fom Fritti Abä bis am Sunnti Abä. | Substantiv | ||
| 276 | Um | Um | Um wieviel Uhr fährt der Zug? Um weli Zit fahrt dr Zug? | «wiefiu Uhr» möglich aber nicht üblich. | Präposition | |
| 277 | pro | pro | Ein Kilo pro Person. Eis Kilo pro Person. | Präposition | ||
| 278 | seines | fo sim | Die Lage seines Hauses. D Laag fo sim Huus. Die Launen seines Vorgesetzten. D Luun fo sim Vorgsetztä. | kein Genitiv beim Possesivpronomen. Immer mit fo plus Dativ. fo sim. | Possessivpronomen | |
| 279 | Damit | Damit, Da dr mit | Damit nicht genug, hat es auch noch das Geschirr abgewaschen. Damit nid gnuä, het’s o no z Gschirr abgwäschä. | Manchmal sagt man: da dr mit. | Adverb | |
| 280 | Montag | Mänti, Mäntig | Montag ist der zweite Tag der Woche. Mäntig isch dr zwöit Tag fo der Wuchä. Am Montag habe ich frei. Am Mänti hani frei. (frey). | Substantiv | ||
| 281 | Europa | Europa | Die Schweiz ist im Zentrum von Europa. D Schwiz isch im Zäntrum fo Europa. Europa ist nicht die EU. Europa isch nid d’EU. | Substantiv | ||
| 282 | schließlich | schliässläch | Sie hat schließlich gekündigt. Sie het schliässläch gchündigt. | Adverb | ||
| 283 | Sonntag | Sunnti (Sunntig) | Was du am Sonntag machst, zeigt, wo dein Herz ist, ausser, du machst die ganze Woche, was du liebst. Was du am Sunnti machsch, zeigt, wo dis Härz isch. ussert du mach die ganzi Wuchä was du gärn hesch. | Substantiv | ||
| 284 | einfach | eifach | eyfach | Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht. Wieso eifach, we’s o kompliziert geit. | Adjektiv | |
| 285 | gehört | gchört | gchört wie kört | Das gehört mir. Das gchört mir. | Verb (gehören) | |
| 286 | eher | ehär | h meistens gut hörbar | Ein Kamel kommt eher durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich der Himmel kommt. Äs Kameu chunnte ehär dür näs Naduöhr, aus dass ä Riechä ids Riech fo dä Himmlä chunt. | Adverb | |
| 287 | oft | oft | Er hat dies oft gesagt. Är het das oft gseit. | Adverb | ||
| 288 | Zahl | Zau | Die Zahl neben dem Strich auf dem Ziffernblatt. D Zau näbäm Strich uf em Ziffäräblatt. | Substantiv | ||
| 289 | neben | näb, näbä | Neben der Türe. Näb dr Tür. Näbä dr Tür. Neben dem Kessel. Näb äm Chessu. (Näbäm). Neben dem Hund. Näbäm Hung. | näbä äm wird zu näbäm | Präposition | |
| 290 | hält | hautet | Das hält keine Sau aus. Das hautät ke Sou us. Er hält ihre Hand: Er hautet ihri Hang. | Verb (halten) | ||
| 291 | weit | wit | Weit und breit nichts zu sehen. Wit u breit nüt z gseh. | Adverb | ||
| 292 | Partei | Partei | Partey | Ich bin in keiner Partei. I bi i kerä Partei. | Substantiv | |
| 293 | meisten | meischtä | Die meisten Fehler macht man unbewusst. Di meischtä Fähler macht mä unbewusst. | Adjektiv | ||
| 294 | Thema | Thema | Das ist mein Lieblings-Thema. Das isch mis Liäblings-Thema. | Substantiv | ||
| 295 | zeigt | zeigt | zeygt | Der Pfeil zeigt Richtung Norden. Dr Pfiiu zeigt Richtung Nordä. | Verb (zeigen) | |
| 296 | Politik | Politik | Politik ist sehr verlogen. Politik isch sehr verlogä. | Substantiv | ||
| 297 | Aus | Us | Aus welchem Anlass hast du das entschieden? Us weläm Aalass hesch du das entschidä? | Präposition | ||
| 298 | zweiten | zwöitä | Im zweiten Jahr seiner Regierung. Im zwöitä Jahr fo sirä Regierig. | Adjektiv | ||
| 299 | Januar | Januar | Im Januar ist es kalt. Im Januar isch es chaut. | Substantiv | ||
| 300 | insgesamt | Insgesamt | Insgesamt haben wir jetzt die 300 häufigsten Wörter und mit Beispielsätzen gut über Tausend Wörter übersetzt. Insgesamt hei mär itz die drühundert hüfigschtä Wörter u mit Bischpiusätz guät über Tusig Wörter übersetzt. | Adverb | ||
| 301 | je | je | Je mehr, desto besser. Je meh, deschto besser. | Adverb | ||
| 302 | mußte | het müässä | Es mußte ohne Vater aufwachsen. Äs het ohni Vatter müässä ufwachsä. | kein Präterium im Berndeutsch, immer zusammengesetzes Perfekt. | Verb (müssen) | |
| 303 | Anfang | Aafang | Langes A | Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Am Aafang het Gott Himmu u Ärdä erschaffe. | Substantiv | |
| 304 | hinter | hinger | Er versteckt sich hinter dem Baum. Är verschteckt säch hinger em Boum. | Präposition | ||
| 305 | ebenfalls | äbäfaus | Er ist ebenfalls durch die Prüfung gefallen. Àr isch äbäfaus dür Prüfig gcheit (fgauuä). | eigentlich d Prüfig, mit Artikel. Aber im Berndeutsch wird der Artikel oft ausgelassen und der folgende Konsonant stärker behaucht und unter Druck ausgesprochen, ‚Ph. | Adverb | |
| 306 | ging | isch gangä | Sie ging mit ihm ins Kino. Sie isch mit ihm ids Chino gangä | kein Präterium im Berndeutsch | Verb (gehen) | |
| 307 | Mitarbeiter | Mitarbeiter | Mitarbeyter | Ich habe angenehme Mitarbeiter. I ha aagnämi Mitarbeiter. | Substantiv | |
| 308 | darüber | da drüber | Es ist nicht deine Sache, darüber zu entscheiden, was man darüber aufhängen kann. Es isch nid dini Sach, da drüber z entscheidä, was ma da drüber cha ufhänkä. | Adverb | ||
| 309 | vielen | fiunä | Es geht vielen Leuten so. Es geit fiunä Lüt so. Vielen Männern, vielen Frauen und vielen Kindern war das zu viel. Fiunä Männer, fiunä Frouä u fiunä Ching isch das z fiu gsi. | Indefinitpronomen | ||
| 310 | Ziel | Ziiu (Zieu) | Zyu | Sie ist endlich am Ziel. Sie isch ändläch am Ziiu. | Substantiv | |
| 311 | darf | Man darf seit dem globalen, totalitären Putsch 2020 nicht mehr alles sagen. Mä darf sit em globalä, totalitäte Putsch Zwöituusig-u-Zwänzg nummä auäs sägä. | Verb (dürfen) | |||
| 312 | Seite | Sitä | Bist du auf meiner Seite? Bisch du uf mirä Sitä? | Substantiv | ||
| 313 | fest | fescht | Halte dich fest. Hauti fescht. (Haut di fescht). | Adjektiv | ||
| 314 | hin | härä, hi, (hin) | Geh hin und schau selbst! Gang härä u luäg säuber! Gang hi u luäg säuber! Schau hin, was da passiert! Luäg härä, was da passiert! (Luäg hi..) Wo gehst du eigentlich hin? Wo geisch du eigentläch härä (hi) ? Er ging hin und kam nicht mehr zurück. Är isch härä gangä u isch nümmä zrügg cho. Ich nehme das hin: I nimä das hi. Hin und wieder erlaube ich mir einen Spass. Hin u wieder erloubä ig mir ä Schpass. | Bei Sprichwörtern wechselt man oft ins Hochdeutsche oder eine Mischung. Hin und wieder, nicht hi u wieder. | Adverb | |
| 315 | erklärt | erklärt | In diesem Wörterbuch werden dir die häufigsten und wichtigsten Wörter und Varianten erklärt. I däm Wörterbuäch wärdä dir di hüfigschtä u wichtigschtä Wörter u Variantä erklärt. | Verb (erklären) | ||
| 316 | Namen | Namen | Wo sich zwei oder drei in meinem Namen versammeln, bin ich (Jesus) mitten unter ihnen. Wo säch zwöi oder drü i mim Namä versammlä, bin i mittä unger ihnä. | Substantiv | ||
| 317 | Haus | Huus | Die versammeln sich in einem privaten Haus. Die versammlä säch im nä privatä Huus. | Substantiv | ||
| 318 | An | A | An der Wand hängt ein Bild. A der Wang hängt äs Biud. | Präposition | ||
| 319 | Frankfurt | Frankfurt | Frankfurt ist eine Finanzhochburg. Frankfurt isch ä Finanzhochburg. | Substantiv | ||
| 320 | Gesellschaft | Gseuschaft | Schlechte Gesellschaft verdirbt gute Sitten. Schächti Gseuschaft verdirbt guäti Sittä. (Psalm 1). | Substantiv | ||
| 321 | Mittwoch | Mittwuch | Mittwoch ist in der Mitte der Woche. Mittwuch isch i der Mitti fo der Wuchä. | Substantiv | ||
| 322 | damals | denn, dennzumal (damaus) | Ich habe dies damals noch nicht gewusst. I ha das denn no nid gwüsst. Damals gab es noch kein Internet. Denn(zumal) het’s no ke Internet gä. | damaus nicht sehr üblich. | Adverb | |
| 323 | Dienstag | Zischtig | Am Dienstag Abend ist Training. Am Zischtig Abä isch Training. | Substantiv | ||
| 324 | Hilfe | Hiuf | Ich brauch bei dieser Arbeit Hilfe. I bruche bi derä Arbeit Hiuf. | Substantiv | ||
| 325 | Mai | Mai | Mey | Im Mai haben alle Leute frei. Im Mai hei auui Lüt frei. | Aussprache deutlich Mey nicht Mai. Schreibweise bleibt hochdeutsch, weil wichtiges Wort. | Substantiv |
| 326 | Markt | Märit, Markt | Ich kaufe Gemüse auf dem Markt. I choufä Gmüäs uf äm Märit. Der Finanzmarkt ist gross. Dr Finanzmarkt isch gross. | Substantiv | ||
| 327 | Seit | Sit | Seit 93 Tagen herrscht Krieg. Sit drüänünzg Tag herrscht Chriäg. | Präposition | ||
| 328 | Tage | Tag | Drei Tage und drei Nächte. Drü Tag u drü Nächt. | Substantiv | ||
| 329 | Donnerstag | Dunschti | Am Donnerstag hat’s gedonnert. Am Dunschtig het’s donnärät. | Substantiv | ||
| 330 | halten | hautä | Die halten uns für blöd. Di hautä üs für blöd. Die Gebote Gottes halten. (D) Gebot fo Gott hautä. | Verb | ||
| 331 | gleich | gliich | Jeder Mensch ist gleich vor Gott. Jedä Mönsch isch gliich for Gott. | Adjektiv / Adverb | ||
| 332 | nehmen | näh, nähmä, nähmät | Geben ist besser als Nehmen. Gä isch besser aus Näh. Wieso nehmen sie sich solche Freiheiten? Wieso nähmä sie säch söttägi Freiheitä? Nehmen Sie das nicht hin. (3. Person Pl.) Nähmät das nid hi. (2. Person Plural). | Bärndütsche Höflichkeitsform benutzt 2. Person Plural, nicht die 3. Züridütsch benutzt die 3. Person, wie Hochdeutsch. | Verb | |
| 333 | solche | söttägi | Ich habe viele solche Goldmünzen. I ha fiu söttägi Goudmünzä. | Demonstrativpronomen | ||
| 334 | Entscheidung | Entscheidig | Seine Entscheidung ist fatal. Sini Entscheidig isch fatau. | Substantiv | ||
| 335 | besser | besser | Du bist besser als ich. Du bisch besser aus ig. | Adjektiv | ||
| 336 | alte | auti | Ich kenne viele alte Leute. I kennä fiu auti Lüt. | Adjektiv | ||
| 337 | Leute | Lüt | Alte Leute sollten es besser wissen. Auti Lüt söttä’s besser wüssä. | Substantiv | ||
| 338 | Ergebnis | Ergäbnis | Das Ergebnis ist vernichtend. Ds Ergäbnis isch vernichtend. | Substantiv | ||
| 339 | Samstag | Samschtig | Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitgag, Samstag, Sonntag. Mänti, Zischti, Mittwuch, Donnschti, Friti, Samschti, Sunnti. | Substantiv | ||
| 340 | Daß | dass | Daß du das weißt. Dass du das weisch. | Konjunktion | ||
| 341 | sagen | sägä | Sie sagen, du habest nichts zu sagen. Si sägä, du häbisch nüd z sägä. | Verb | ||
| 342 | System | System | Syschtem | Es braucht System und Strategie um zu gewinnen. Es brucht System u Schtrategie um z gwinnä. | Substantiv | |
| 343 | März | März | Im März fängt der Frühling an. Im März faat dr Früälig a. | Substantiv | ||
| 344 | tun | tuä, tüä | In Thun ist nichts tun verboten. In Thun isch nüd tuä verbotä. Sie tun uns leid. Si tüä nis Leid. Wir tun uns zusammen. Mir tüä nis zämä. | tuä: Infinitiv tüä: 1. + 3. Person Plural I tuä, du tuäsch, er tuät, mir tüä, dir tüät, si tüä. | Verb | |
| 345 | Monaten | Monat | Nach vielen Monaten kamen sie zu einem Waffenstillstand. Nach fiu Monat si sie zum nä Waffästiustand cho. | Substantiv | ||
| 346 | kleinen | chlinä | Er beschäftigt sich nicht mit kleinen Dingen. Är tuät säch nid mit chlinä Ding beschäftigä. | Adjektiv | ||
| 347 | lang | lang | Das geht mir zu lang. Das geit mir z lang. | Adjektiv | ||
| 348 | Nicht | Nid | Nicht so schnell! Nid so schnäu! Nicht ohne meine Erlaubnis! Nid ohni mini Erloubnis! Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Nid auues was glänzt, isch Goud. | Negationspartikel | ||
| 349 | knapp | knapp | Bist du knapp bei Kasse? Bisch du knapp bi Kassä? | Adjektiv | ||
| 350 | bringen | bringä | Wir bringen euch 9 Kilo Kartoffel. Mir bringä oich nün Kilo Härdöpfu. | Verb | ||
| 351 | wissen | wüssä | Man kann sich selber Wissen beibringen, das wissen die wenigsten. Mi cha säch säuber Wüssä bibringä, das wüssä die wenigschtä. Wir wissen und sie wissen auch. Mir wüssä u si wüssä o. | Verb | ||
| 352 | Kosten | Chostä | Viele leben auf Kosten des Sozialstaates. Fiu läbä uf Chostä vom Sozialstaat. | Substantiv | ||
| 353 | Erfolg | Fleiss und Disziplin führen zum Erfolg, nicht Korruption. Fliess u Disziplin füärä zum Erfolg, nid Korruption. | Substantiv | |||
| 354 | bekannt | bekannt | Das ist kaum bekannt. Das isch chum bekannt. | Adjektiv | ||
| 355 | findet | fingt, fingät | Er findet das gut, ihr findet das bedenklich. Är fingt das guät, dir fingät das bedänkläch. | Die Form für 3. Pers. singl. nicht gleich 2. Pers. Pl. im Berndeutschen fingä. | Verb (finden) | |
| 356 | daran | dadra | Du kannst nichts daran ändern. Du chasch nüt dadra ändärä. Daran lässt sich nicht rütteln: Dadra laat säch nid la rüttlä. | dadra oder da dra. | Adverb | |
| 357 | künftig | künftig | Gib mir künftig ein Tag vorher Bescheid Gib mir künftig ä Tag vorhär Bscheid. | Adjektiv | ||
| 358 | wer | wär | Ich frage mich, wer das gemacht hat. I fragä mi, wär das het gmacht. | Interrogativpronomen | ||
| 359 | acht | acht | Ein Stern mit acht Zacken. Ä Stärn mit acht Zackä. | Zahlwort | ||
| 360 | Grünen | Grüänä | Die Grünen haben eine idiotische Agenda. Di Grüänä hei ä idiotischi Agenda. | sorry, aber das kann man nicht anders sagen. | Substantiv | |
| 361 | schnell | scnäu | Die Schnecke ist schnell. Dr Schnägg isch schnäu. | Adjektiv | ||
| 362 | Grund | Grund | Es gibt keinen Grund zur Unruhe. Es git ke Grund zur Unruä. | Substantiv | ||
| 363 | scheint | schiint (schient) | Es scheint unmöglich zu sein. Es schiint unmögläch z si. | Verb (scheinen) | ||
| 364 | Zukunft | Zuäkunft | In der Zukunft sollte man mehr in der Gegenwart leben. I der Zuäkunft sött mä meh i dr Gägäwart läbä. | Substantiv | ||
| 365 | Stuttgart | Stuttgart | Stuttgart ist in Süddeutschland. Stuttgart isch in Süddütschland. | Substantiv | ||
| 366 | bin | bi | Ich bin hell begeistert. I bi häu begeischtärät. | Verb (sein) | ||
| 367 | liegen | ligä | i ist kurz | Wir liegen in der Umfrage vorne. Mir ligä i dr Umfrag fornä. Flach auf dem Rücken liegen. Flach uf äm Rüggä ligä. | Da das i in ligä kurz ist, ist die Schreibweise ligä statt liegä vorzuziehen. | Verb |
| 368 | politischen | politischä | Aus politischen Gründen verfolgt. Us politischä Gründ verfougt. | Adjektiv | ||
| 369 | Gruppe | Gruppä | Wir sind in derselben Gruppe. Mir si i dr gliechä Gruppä. | Substantiv | ||
| 370 | Rolle | Rouuä | Das spielt eine wesentliche Rolle. Das schpiult ä wäsäntlächi Rouuä. | Substantiv | ||
| 371 | stellt | steuut | Sie stellt sich das zu einfach vor. Sie steuut säch das z eifach for. | Verb (stellen) | ||
| 372 | Juni | Juni | Im Juni kaufe ich einen Stier. Im Juni choufä ni ä Muni. (Stiär). | Substantiv | ||
| 373 | sieben | sibä | kurzes i | September ist der Monat sieben, wenn das Jahr im März anfängt. Septämber isch der Monat sibä, we z Jahr im März anfaat. | sibä oder siebä. Aber das i ist kurz, also besser sibä. | Zahlwort |
| 374 | September | Septämber | September bedeutet der Siebte. Septämber dedütet dr Sibät. | Substantiv | ||
| 375 | nämlich | nämläch | Das habe ich nämlich schon gestern auf X gelesen. Das hani nämläch scho geschter uf X gläsä. | Adverb | ||
| 376 | Männer | Männer | In der Verwaltung arbeiten wenig Männer. I dr Verwautig arbeitä weni Männer. | Substantiv | ||
| 377 | Oktober | Oktober | Im Oktober spürt man den Herbst. Im Oktober gschpürt mä dr Herbscht. | Substantiv | ||
| 378 | Mrd | Mrd Milliardä | Substantiv | |||
| 379 | überhaupt | überhoupt | Ich weiss überhaupt nicht, was du meinst. I weis überhoupt nid, was du meinsch. | Adverb | ||
| 380 | eigene | eigät, eigäti | Man kann nicht seine eigene absolute Wahrheit kreieren. Mi cha nid sini eigäti Wahrheit kreierä. Der eigene Mann, die eigene Frau, das eigene Kind: Dr eigät Ma, die eigäti Frou, ds eigätä Ching. Ein eigener Mann, eine eigene Frau, ein eigenes Kind: Ä eigätä ma, ä eigäti Frou, äs eigäts Ching. Die eigenen Männer: di eigätä Männer die eigenen Frauen: di eigätä Frouä die eigenen Kinder: di eigätä Ching. Eigene Männer, Frauen, Kinder: eigäti Männer, Frouä, Ching. | Vollständige Deklination von «eigener» siehe Grammatik. | Adjektiv | |
| 381 | Dann | Nächhär | Dann wurde alles gut. Nächhär isch auuäa guät wordä. | de für dann ist selten. | Adverb | |
| 382 | gegeben | gä | ggä | Sie hat mir einen Kuss gegeben. Sie het mir ä Kuss gä. | Verb (geben) | |
| 383 | Außerdem | Usserdäm | Außerdem hast du nicht berücksichtigt, dass.. Usserdäm hesch du nid berücksichtigät, dass.. | Adverb | ||
| 384 | Stunden | Stung | Wieviele Stunden hast du gebraucht? Wiefiu Stung hesch bruucht? | Substantiv | ||
| 385 | eigentlich | eigäntläch | Es ist mir eigentlich egal. Äs isch mir eigäntläch egau. | Adverb | ||
| 386 | Meter | Meter | 113 Meter. Hundärt Drizä Meter. | Substantiv | ||
| 387 | ließ | het la | Er ließ die Vase fallen. Är het d Vasä la fauuä. | Deklination von Lassen: la, laa. siehe Grammatik | Verb (lassen) | |
| 388 | Probleme | Problem | Ich habe zwei Probleme. I ha zwöi Problem. | Substantiv | ||
| 389 | vielleicht | filäch | Kannst du vielleicht etwas rüber rutschen. Chasch du filäch ä chli übäre rütschä. | Adverb | ||
| 390 | ebenso | o, äbäso | Das gilt ebenso für dich. Das giut äbäso für di. Das giut o für di. | o (auch); äbäso ist nicht sehr üblich. Man muss den Aspekt des Gleichen betonen wollen. | Adverb | |
| 391 | Bereich | Bereich | Bereych | In welchem Bereich bist du stark? I wellem Bereich bisch du schtarch? | Substantiv | |
| 392 | zum Beispiel | zum Bischpiu | dumpfes i vor u, fast wie Bischpeu | Dieses Kind zum Beispiel ist ungeimpft und kerngesund. Das Ching zum Bischpiu isch ungimpft u chärngsung. | Adverb | |
| 393 | Bis | Bis | i dumpfer als in Hochdeutsch. | Bis zum Geht-nicht-mehr. Bis zum Geit-nüm-meh. | Präposition | |
| 394 | Höhe | Höchi | Das höchste Gebäude der Welt ist der Burj Khalifa mit einer Höhe von 828 Metern. Fahrstühle führen bis in die 189. Etage auf 638 Metern. Ds höchschtä Geböidä vo dr Wäut isch dr Burj Khalifa mit ärä Höchi fo achthundertachtäzwänzg Meter. Liftä füärä bis i di hundertnünäachtzigschti Etage uf sächshundertachtädriessg Meter. | Substantiv | ||
| 395 | Familie | Familiä | Sie hat eine grosse Familie. Si het ä grossi Familiä. | Substantiv | ||
| 396 | Während | Während | Während er schlief, wurde er ins Jenseits befördert. Während är het gschlafä, isch er its Jensits befördärät wordä. | Präposition | ||
| 397 | Bild | Biud | Das ist ein schönes Bild. Das isch äs schöns Biud. | Substantiv | ||
| 398 | Ländern | Länder | In den Ländern finden Wahlen statt. I dä Länder git’s Wahlä. | Substantiv | ||
| 399 | Informationen | Informationä | Im Mainstream bekommst du nicht die richtigen, neutralen Informationen. Im Mainschtream bechunsch du nid die richtigä, neutralä Informationä. | Substantiv | ||
| 400 | Frankreich | Frankriech | In Frankreich gab es Waldbrände. In Frankriech het’s Waudbränd gä. | Substantiv | ||
| 401 | Tagen | Tag, Tagä | Nach drei Tagen und Nächten auferstand Jesus von den Toten. Nach drü Tag u Nächt isch Jesus fo dä Totä uverstandä. Nach vielen Tagen gab er nach. Nach fiu Tagä het är nachägä. | Substantiv | ||
| 402 | schwer | schwär | Das ist nicht schwer zu verstehen. Das isch nid schwär z ferstah. | Adjektiv | ||
| 403 | zuvor | forhär, zufor | Sie sagte das zuvor schon einmal. Si het das forhär scho mau gseit. Er kam ihm zuvor. Är isch im zufor cho. | Adverb | ||
| 404 | Vor | For | Vor 15 Jahren war das noch undenkbar. For Füfzä Jahr isch das no undänkbar gsi. | Schreibweise Vor geht natürlich auch, aber der Gelegenheit der Kreierung von Schreibregeln kann man alte Ungereimtheiten ausmerzen. V wird vor allem für importierte Wörter verwendet, wie Velo, via. | Präposition | |
| 405 | genau | genau | Genau sagt und schreibt man auf Berndeutsch genau gleich. Genau seit u schribt mä uf Bärndütsch genau glich. | Adjektiv | ||
| 406 | April | Apriu | Ich April, mache ich was ich will. Im Apriu, machi was i wott. | Der Komiker und Kabaretist Emil Steinberger hat diesen Spruch in einer Serie für alle Monate gebracht. Das reimt sich im Züridütsch: Im April, machi was i will, aber nicht im Berndeutsch. Wir sagen kaum wiu, sondern wott. | Substantiv | |
| 407 | stellen | steuuä | e-u nicht öi. Wie bei Museum. | Sie stellen keine neuen Mitarbeiter mehr ein. Si steuuä keni neuä Mitarbeitär meh i. Kannst du das dahin stellen? Chasch du das derthärä steuuä. | Wenn der Diphthong eu von einem umgewandelten L stammt, ist die Aussprache nicht öi, sonder e-u wie in Museum, Linoleum, Lyceum, Petroleum. | Verb |
| 408 | neu | nöi, (neu) | nöi | Da diese Schreibweiseregeln für Berndeutsch von Grund auf neu gemacht werden, ist es besser, neu mit öi = nöi zu schreiben, somit kann man es auch besser von den L zu U Diphthongen unterscheiden, «steuuä, Feus». Da diä Schribwiesreglä für Bärndütsch fo Grund uf nöi gmacht wärdä, isch es bessär, neu it öi = nöi z schribä. Somit chamäs o besser fo de L zu U Diphtong ungerscheide, siehe steuuä, Feus. | Nöi, Höi, Spröi, Fröid…: Neu, Heu, Spreu, Freud… gleiche Aussprache wie Hochdeutsch. Die Schreibweise öi gibt besser wieder, wie man es ausspricht. | Adjektiv |
| 409 | erwartet | erwartät | Du hast doch nicht etwa erwartet, dass ich da mitmachen würde? Du hesch doch nid öppä erwartät, das i d würd mitmachä? | Verb (erwarten) | ||
| 410 | Hamburg | Hamburg | Hamburg ist eine Hafenstadt. Hamburg isch ä Hafästadt. | Substantiv | ||
| 411 | sicher | sicher, sichär | Bist du dir da sicher? Bisch du dir da sicher? | Adjektiv | ||
| 412 | führen | füärä | Sie führen Experimente durch. Si füärä Experimänt dürä. Der Blinde muss sich führen lassen. Dr Bling muäs säch la füärä. | Verb | ||
| 413 | Mal | Mau | Mal abgesehen davon, dass dies eine Lüge ist. Mau abgseh derfo, dass das ä Lugi isch. | Substantiv | ||
| 414 | Über | Übär | Über kurz oder lang wird das für jeden sichtbar. Übär churz oder lang wird das für jedä sichtbar. | Präposition | ||
| 415 | mehrere | mehräri | Er hat sie in mehrere Gruppen aufgeteilt. Är het sä i mehräri Gruppä (Gruppänä) ufteilt. | Indefinitpronomen | ||
| 416 | Wirtschaft | Wirtschaft | Die koreanische Wirtschaft floriert. Di koreanischi Wirtschaft floriert. | Substantiv | ||
| 417 | Mio | Mio, Millionä | 4 Mio Einwohner. Viär Millionä Iiwoner. | 4 Mio , gleiche Abkürzung. | Substantiv | |
| 418 | Programm | Programm | Das Programm ist cool. Ds Programm isch cool. | Substantiv | ||
| 419 | offenbar | offäbar | Alles wird offenbar, was verborgen ist. Auuäs wird offäbar, was verborgä isch. Offenbar kannst du nicht zählen. Offäbar chasch du nid zeuuä. | Adverb | ||
| 420 | Hier | Hiä | Hier gilt Recht und Ordnung, nicht Woke Dekadenz. Hiä giut Rächt u Ordnig, nid Woke Dekadänz. | Adverb | ||
| 421 | weiteren | witärä | Im weiteren finde ich, dass sie ihre Kompetenzen überschritten haben. Im witärä fingäni, dass si ihri Kompetänzä hei überschrittä. | Adjektiv | ||
| 422 | natürlich | natürläch. | Die Woke Ideologie ist nicht natürlich. D Woke Ideologie isch nid natürläch. Selbst «der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes». Säubscht «dr natürläch Mönsch vernimmt nüt fom Geischt Gottes». 1. Kor. 2,14. | Adverb | ||
| 423 | konnten | hei chönnä | Wir konnten es nicht übers Herz bringen. Mir hei’s nid chönne über z Härz bringä. | Verb (können) | ||
| 424 | stark | schtarch | Liebe ist stark wie der Tod. Liäbi isch schtarch wi dr Tod. | Hohelied 8,6. | Adjektiv | |
| 425 | Dezember | Dezämber | Am 6. Dezember ist der Todestag von Aufseher (Bischof) Nikolaus von Myra. Sankt Nikolaus hat 3 Kinder, welche im Ofen verbrannt wurden, zurück ins Leben erweckt. Daher backt man am 6. Dezember die Grittibänzen. Sankt Nikolaus tat viele Wunder und gute Taten, deshalb verschenkt man Süssigkeiten und Geschenke. Erst später würde das mit dem «Weihnachtmann» verwässert und kitschig. Indem man den Sankt Nikolaus mit dem Weihnachtmann und Weihnachten selber vermischt hat, wurde der Fokus von der Geburt vom Messias Jesus verdrängt. Aber eigentlich sind das zwei verschiedene unabhängige Gedenktage von ganz anderer Bedeutung. Dazu kommt noch, dass Jesus höchstwahrscheinlich am 15./16. September 5 v.Chr. geboren wurde, nicht im Dezember. Es kommt auf deine Herzenshaltung an. Die Geburt von Retterkönig Jesus in den dunklen Wintertagen feiern, ist schön, selbst wenn das Datum nicht stimmt. Am besten tut man jemandem etwas Gutes, der es einem nicht zurückgeben kann, in diesen kalten Tagen. Am sächstä Dezämber isch der Todestag fom Ufseher (Bischof) Nikolaus von Myra. Sankt Nikolaus bzw.dr Samichlous het drü Ching, wo im Ofä si verbrönnt wordä, zrügg ids Läbä erweckt. Drum tuät mä am sächstä Dezämber Grittibänzä bachä. Dr Samichlous het fiu Wundär u guäti Tatä gmacht, drum tuät mä Süässigkeitä u Gschänk verteilä. Ersch schpäter isch das mit äm «Wiänachtsma» verwässärät u quitschig wordä. Indäm mä dr Samichlous mit äm Wiänachtsma un Wiänachtä säuber het vermischt, isch der Fokus fo dr Geburt fom Messias Jesus verdrängt wordä. Aber eigäntläch si das zwe verschidäni unabhängägi Gedänktagä wo ganz angärär Bedütig. Derzuä chunnt no, dass Jesus höchschtwahrschienläch am 15.16. Septämber 5. for Christus isch geborä wordä, nid im Dezämber. Es chunnt uf dini Härzänshautig a. D Geburt fom Retterchönig Jesus i dä dunklä Wintertage fierä isch schön, säubscht we ds Datum nid stimmt. Am beschtä tuät mä öppäräm öppis Guäts, wo’s eim nid cha zrügg gä, i denä chautä Tagä. | Substantiv | ||
| 426 | Juli | Juli | Im Juli sind die Sommerferien. Im Juli si d Sommärferiä. | Substantiv | ||
| 427 | ganze | ganz, ganzi, ganzä | Wir haben die ganze Torte gegessen. Mir hei di ganzii Turtä gässä. Das ganze Haus war besetzt. Ds ganzä Huus isch bsetzt gsi. Der ganze Tisch war gedeckt mit Desserts und Früchten. Dr ganz Tisch isch deckt gsi mit Dessärs u Frücht. Ganze Wälder wurden abgeholzt. Ganzi Wäuder si abghouzt wordä. | ganz, m; ganzi f, ganzä neutr. | Adjektiv | |
| 428 | kommenden | kommändä | In den kommenden Monaten werden wir viel Arbeit haben. I dä kommändä Monat wärdä mir fiu Arbeit ha. | Adjektiv | ||
| 429 | Kunden | Chundä | Das Geschäft hat viele Kunden. Ds Gschäft het fili (fiu) Chundä. | Substantiv | ||
| 430 | bekommen | becho, bechömä | Moderne Gesellschaften bekommen zuwenig Kinder. Modärni Gseuschaftä bechömä zweni Ching. Kann man einen Gutschein bekommen? Cha mä nä Guätschien becho? Ich habe keinen bekommen. I ha kenä becho. | I bechumä, du bechunsch, sie bechunt, mir bechömä, dir bechömät, sie bechömä. Partizip: becho | Verb | |
| 431 | eben | äbä | Das habe ich ja eben gerade gesagt. Das hani ja äbä grad gseit. Das ist eben nicht das Gleiche. Das isch äbä nid ds Glichä. | Adverb | ||
| 432 | kleine | chli, chlini, chlinä | Der kleine Prinz hat einen Komplex. Dr chli Prinz het ä Komplex. Die kleine Frau ist schön und gescheit. Di chlini Frou isch schön u gschied. Dieses kleine Kind ist herzig. Das chlinä Ching da isch härzig. Kleine Hunde sind lustig. Chlini Hüng si luschtig. | Adjektiv | ||
| 433 | trotz | trotz | Er ging trotz dunkler Vorahnung auf die fatale Tour. Är isch trotz dunklär Vorahnig uf di fatali Tour gangä. | Präposition | ||
| 434 | wirklich | würkläch | Das ist wiklich sehr schön. Das isch würkläch sehr schön. | Adverb | ||
| 435 | Lage | Lag | Die Lage ist sehr ernst. D Lag isch sehr ärnscht. | Substantiv | ||
| 436 | Länder | Länder | Kennst du viele Länder? Kensch du fiu Länder? | Substantiv | ||
| 437 | leicht | liächt | Das ist nicht leicht. Das isch nid liächt. | Adjektiv | ||
| 438 | gekommen | cho | Ihr seid zu spät gekommen. Dir sid z schpät cho. | Verb (kommen) | ||
| 439 | Spiel | Schpiu (Spiu) | Er hat leichtes Spiel. Är het liächts Schpiu. | Schreibwese Spiu oder Schpiu. Schpiu macht die Aussprache eindeutiger. | Substantiv | |
| 440 | laut | lut | Du redest zu laut. Du redsch z lut. | Präposition / Adjektiv | ||
| 441 | November | Novämber | Im November fallen die letzten Blätter von den Bäumen. Im Novämber fauuä di letschtä Blätter fo dä Böim. | Substantiv | ||
| 442 | kurz | churz | Kurz gesagt: Ein (sehr) kurzer «Hauch». Churz gseit: Ä churzä Chut. | «Ä churzä Chut» sagt man, wenn etwas sehr schnell vorbei ist, oft möchte man dass es länger geht. | Adjektiv | |
| 443 | politische | politischi, politischä | Ich habe keine politischen Ambitionen. I ha ke politischi Ambitionä. | Adjektiv | ||
| 444 | führt | füärt (füährt) | Das führt zu nichts (nirgends wohin). Das füärt zu nüt (niänä hära). | eigentlich ersetzt das ä das h, ich finde die Schreibweise ohne h füärt besser. | Verb (führen) | |
| 445 | innerhalb | innerhaub | Innerhalb einer halben Sekunde. Innerhaub forä haubä Sekundä. | Präposition | ||
| 446 | unsere | üsi | Unsere Position ist klar. Üsi Position isch klar. | Possessivpronomen | ||
| 447 | meint | meint | meynt | Sie meint, er meine es nicht ernst. Si meint, är meini s nid ärnscht. | Verb (meinen) | |
| 448 | immer wieder | immär widär | Es fragt immer wieder dasselbe. Äs fragt immär wider z glichä. | auch: immer wider. Das Ä ist hier eher ein E. | Adverb | |
| 449 | Form | Form | Bist du in From? Bisch du i Form? | Substantiv | ||
| 450 | Münchner | Münchner | Münchner Dialekt tönt lustig. Münchner Dialäkt tönt luschtig. | Adjektiv | ||
| 451 | AG | AG | Substantiv | |||
| 452 | anders | angersch | Vieles ist auf Berndeutsch anders. Filäs(Fiu) ich uf Bärndütsch angersch. | Adverb | ||
| 453 | ihres | fo ihräm | Das Laches ihres Kindes hellt ihr Gemüt auf. Ds Lachä vo ihräm Ching häuut ihräs Gmüat uf. Das Gesicht ihres Mannes: Ds Gsicht fo ihräm Ma. Ihresgleichen: «ihresglichä» | Berndeutsch verwendet kaum Genitiv. «Ihresglichä» ist nicht typisch Berndeutsch, sondern manchmal übernimmt man einfach die hochdeutsche Form, wenn eine Umschreibung schwierig ist. Achtung: ihräs steht für ihr (Nom. Akk.) | Possessivpronomen | |
| 454 | völlig | föuuig | Mir ist das völlig egal. Mir isch das vöuuig egau. | Adjektiv | ||
| 455 | beispielsweise | bischpiuswiis | Das Berndeutsch wird gemütlicher ausgesprochen als beispielsweise das Zürichdeutsch. Ds Bärndütsch wird gmüätlächär usgschprochä aus bischpiuswiis ds Züridütsch. | mögliche Schreibweisen: bispiuswies, bischpiuswies, bispiuswiis. Ich ziehe doppel ii für langes i dem ie vor und finde auch schp konsequenter. | Adverb | |
| 456 | gute | guäti | Bringt gute Laune mit. Bringät guäti Luun mit. | Adjektiv | ||
| 457 | bislang | bis itz | Bislang kam nichts Gescheites von ihm. Bis itz isch nüt Gschieds fo ihm cho. | Adverb | ||
| 458 | August | Ouguscht | Am 1. August ist Schweizer Nationalfeiertag. Am erschtä Ouguscht isch Schwizer Nationalfiirtag. | Substantiv | ||
| 459 | Hand | Hang | Gib dem Teufel einen Finger, so nimmt er die ganze Hand. Gib äm Tüfu ei Fingär, so nimmt är di ganzi Hang. | Substantiv | ||
| 460 | jede | jedi | kurzes e wie bei ledig | Du musst jede Gelegenheit ausnutzen. Du muäsch jedi Glägäheit usnützä. | jeder, jede, jedes: jedä, jedi, jedes. | Indefinitpronomen |
| 461 | GmbH | GmbH | GmbH bedütät Gseuuschaft mit beschränkter Haftig. | Substantiv | ||
| 462 | Film | Fium | Ich schaue gerade einen guten Film. I luägä grad a guätä Fium. | «schauen» wird nicht verwendet. | Substantiv | |
| 463 | Minuten | Minutä | Es ist fünf Minuten vor Zwölf. Es isch füf Minutä for Zwöufi. | Substantiv | ||
| 464 | erreicht | erreicht | erreycht | Er hat damit nichts erreicht. Er het da dr mit nüt erreicht. | Verb (erreichen) | |
| 465 | beide | beidi | beydi | Zum Arbeiten braucht man beide Arme. Zum Arbeitä brucht mä beidi Armä. | Indefinitpronomen | |
| 466 | Musik | Musig | Musik ändert die Atmosphäre. Musig ändärät d Atmosphärä. | Substantiv | ||
| 467 | Kritik | Kritik | Ohne Kritik kann man sich nur schwer verbessern. Ohni Kritik cha mä säch numä schwär verbessärä. | Substantiv | ||
| 468 | Mitte | Mitti | Das Reich der Mitte, auf Chinesisch: Tschung Guo, Mitte Land. Ds Riich fo der Mitti, auf Chinesisch: Tschung Guo, Mitti Land. | Substantiv | ||
| 469 | Verfügung | Verfüägig | Das Gericht hat eine sofortige Verfügung erlassen. Ds Gricht het ä sofortigi Verfüägig erlaa. | Substantiv | ||
| 470 | Buch | Buäch | Die Bibel ist das wichtigste Buch. Wie kann man durch das Leben gehen, ohne es gelesen zu haben? D Bibu isch z wichtigschtä Buäch. Wie chamä dür ds Läbä ga, ohni dass mä’s het gläsä? (ohni’s gläsä z ha.) | Substantiv | ||
| 471 | dürfen | dörfä | Dürfen wir jetzt endlich auch was sagen! Dörfä mir itz ändläch o öppis sägä! | Komplette Konjugation von Dörfä siehe Grammatik. | Verb (dürfen) | |
| 472 | Unter | Ungär | Unter welchen Umständen wären sie zu Gesprächen bereit? Ungär weunä Umstäng wärä si bereit für Gschpräch? | Präposition | ||
| 473 | jeweils | jewius | langes i | Der Laden ist jeweils durchgängig von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Dr Lade isch jewius durchgängig fo Siebä bis Nünzäh Uhr göffnät. | Adverb | |
| 474 | einigen | einigä, äs paar | Sie könnten sich auf einen Kompromiss einigen. Si chöntä säch uf änä Kompromiss einigä. In einigen Augenblicken ist es soweit. I näs paar Ougäblick isch äs sowit. | Verb/ Indefinitpronomen |
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| 475 | Zum | Zum | Zum Glück. Zum Glück. | Präposition + Artikel | ||
| 476 | Umsatz | Umsatz | Diese Firma macht viel Umsatz. Diä Firma macht fiu Umsatz | Substantiv | ||
| 477 | spielen | spielä, schpilä, schpielä | Wir gehen Fussball spielen. Mir gö go Fuässbau spielä. | Optisch ist die kurze Schreibform spielä hier eher besser. Das «go» im Beispielssatz ist eine berndeutsche Eigenheit. Es ist wie: Wir gehen «zu» spielen. | Verb | |
| 478 | Daten | Datä | Daten-Zentrum ist ein Hasswort geworden im Zeitalter der KI. Datä-Zäntrum isch äs Hasswort worde im Ziitauter for KI. | Substantiv | ||
| 479 | welche | weli | Welche Affen haben das gemacht? Weli Affä hei das gmacht? | Interrogativpronomen | ||
| 480 | müßten | müässtä | Die müssten das eigentlich besser wissen. Diä müässtä das eigäntläch besser wüssä. | Konjugation: Müssen: siehe Grammatik | Verb (müssen) | |
| 481 | hieß | het gheissä | Die Stadt Sankt Petersburg hiess zwischendurch Leningrad. D Stadt Sankt Petersburg het zwüsche dürä Leningrad gheissä. | kein Präterium im Berndeutsch | Verb (heißen) | |
| 482 | paar | paar | Ein paar Äpfel und Birnen. Es paar Öpfu u Birä. | Indefinitpronomen | ||
| 483 | nachdem | nachdäm | Es leuchtete ihm ein, nachdem sie ihm die Ereignisse genau geschildert hatte. Es het ihm iglüchtät, nachdäm si ihm d Ereignis gnau het gschiudärät gcha. | Konjunktion | ||
| 484 | Kunst | Kunscht | Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. Kunscht wäscht dr Stoub fom Auutag fo der Seeu. | Substantiv | ||
| 485 | Euro | Euro | Ich bin nicht sicher, ob es den Euro nach 2032 noch gibt. I bi nid sicher, ob’s dr Euro nach zwänzg zwöiädrissg no git. | Substantiv | ||
| 486 | gebracht | bracht | Er hat den Kindern schöne Geschenke gebracht. Är het dä Ching schöni Gschänk bracht. | Verb (bringen) | ||
| 487 | Problem | Problem | Kein Problem. Kes Problem. | Substantiv | ||
| 488 | Noch | No | Noch nie war es so kalt. No niä isch es so chaut gsi. | Adverb | ||
| 489 | jeden | jedä | Für jeden Hund baue ich eine Hundshütte. Für jedä Hung bouä ni ä Hundehüttä. | Indefinitpronomen | ||
| 490 | Ihre | Ihri | Ihre Anwesenheit hat die Gäste entzückt. Ihri Awäsäheit het d Gäscht entzückt. | Possessivpronomen | ||
| 491 | Sprecher | Sprächer | Er ist ein guter Sprecher. Är isch ä guätä Sprächer. | Substantiv | ||
| 492 | recht | rächt | Es ist recht neu. Es is rächt nöi. | Adjektiv | ||
| 493 | erneut | ernöit | Das Baby ist erneut umgefallen. Ds Bebe isch ernöit umgfauuä. | Adverb | ||
| 494 | längst | längscht | Wenn es so simpel ist, wieso haben Sie es nicht schon längst gemacht? We’s so simpu isch, wiso heit Dir’s nid scho längscht gmacht? | Adverb | ||
| 495 | europäischen | In europäischen Regierungen sitzen zur Zeit fast nur gefährliche Idioten, welche ihre Länder zu Gunsten von globalen Zerstörungs-Agenden in den Ruin fahren. I europäischä Regiärigä sitzä zur Zit fasch numä gfährlächi Idiotä, wo ihri Länder zu Gunschtä vo globalä Zerstörigs-Agändä i Ruin fahrä. | Adjektiv | |||
| 496 | Sein | Si, Sis | Sein Verdienst ist, dass endlich wieder die Wahrheit offen gesagt werden kann. Si Verdiänscht isch, dass ändlächä wider d Wahrheit offä cha gseit wärdä. Sein Auto: Sis Outo. | Si: Maskulin, Sis: Neutrum Sini: Feminin & Plural | Possessivpronomen | |
| 497 | Eltern | Eutärä | Seine Eltern waren reich. Sini Eutärä si riich gsi. Elten habe es heute schwer bei all diesen totalitären Tendenzen, welche gegen die Familie gerichtet sind. Eutärä hei’s hüt schwär mit (bi) auu denä totalitäre Tändänzä, wo gägä d Familiä grichtet si. | Substantiv | ||
| 498 | Beginn | Beginn | Seit Beginn der Friedensverhandlungen hat sich die Lage etwas beruhigt. Sit Beginn fo dä Friedäsverhandligä het säch d Lag öppis beruhigät. | Substantiv | ||
| 499 | besteht | besteit | besteyt | Es besteht keine Gefahr. Es besteit ke Gfahr. | Verb (bestehen) | |
| 500 | Seine | Sini | Seine Frau, seine Kollegen und seine Kinder sassen alle um das Lagerfeuer. Sini Frou, sini Kollegä u sini Ching si auui um ds Lagerfür gsässä. | Mit den Beispielsätzen haben wir bereits weit über 1000 Wörter auf Berndeutsch, darunter die 500 häufigsten in Deutschland. | Possessivpronomen | |
| 500 | Kein einziges der paar folgenden grün markierten typisch christlichen Wörter ist unter den häufigsten 500 deutschen Wörtern. Dies ist ein Beweis dafür, wie sehr der Fokus der Gesellschaft ich von Gott, Jesus Christus, der Bibel und dem Christlichen Glauben und Ethik entfernt hat! | |||||
| 501 | Gott | Gott | Substantiv | |||
| 502 | Jesus | Jesus | Substantiv, Name | |||
| Christus | Chrischtus | |||||
| Messias | Messias | |||||
| 503 | Heiliger Geist | Heiligä Geischt | Substantiv | |||
| 504 | Glaube | Gloubä | Substantiv | |||
| 505 | Hoffnung | Hoffnig | Substantiv | |||
| 506 | Liebe | Liäbi | Substantiv | |||
| 507 | Leben | Läbä | Substantiv | |||
| 508 | Gnade | Gnad | Substantiv | |||
| 509 | Herz | Härz | Substantiv | |||
| 510 | Freude | Fröid | ||||
| 511 | Frieden | Fridä | ||||
| 512 | Treue | Tröyi | ||||
| 513 | Gerechtigkeit | Grächtigeit | ||||
| 514 | Rechtfertigung | Rächtfertigung | ||||
| 515 | Vergebung | Vergäbig | ||||
| 516 | Erlösung | Erlösig | ||||
| 517 | Barmherzigkeit | Barmhärzigkeit | ||||
| 518 | Taufe | Toufi | ||||
| 519 | Gebet | Gebät | ||||
| 520 | Demut | Demuät | ||||
| 521 | Selbstbeherrschung | Säubschtbeherrschig | ||||
| 522 | Geduld | Geduud | das zweite u (statt L) ist spitzer als das erste. | |||
| 523 | Langmut | Langmuät | ||||
| 524 | Mitgefühl | Mitgfüäu | ü-ä-u – Laute nacheinander | |||
| 525 | Freundlichkeit | Fründlächkeit | ||||
| 526 | Sanftmut | Sanftmuät | ||||
| 527 | Güte | Guäti | ||||
| 528 | Freigebigkeit | Freigäbigkeit | ||||
| Rang | Wort Hochdeutsch | Wort Bärndütsch | Aussprache | Beispiele | Bermerkungen | Wortart |
| 529 | jetzt | itz, jetz | Wir fortgesetzt, schaue in paar Tagen wieder vorbei. | |||
| Erwäge eine Spende, um die Arbeit zu beschleunigen. Jesus4you.ch | ||||||
