Matthäus   18

ANTD Studienbibel

Aramäisch  NT  Deutsch

Matthäus Evangelium -  Kapitel 18

Wie die Kinder unter der

Königsherrschaft  von Jesus

miteinander umgehen sollen.

 
 

 

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Matthäus 18: Dieses Kapitel ist  Teil der

 

ANTD Studienbibel

mit Fußnoten im Handyformat.

Aramäisch Peshitta  Neues Testament Deutsch , ANTD,

 

übersetzt auf Grundlage des aramäischen Urtextes,

der Sprache von Jesus und seinen Jüngern und Aposteln.

 

Dank teilweise erweitertem (amplifiziertem) Text, den vielen wertvollen erklärenden Fußnoten, Kommentaren und Parallelstellen ist dieses Neue Testament gut als schlichte, klare unkomplizierte lebendige, geistbetonte Studienbibel geeignet. Die Kommentare enthalten öfters lebendige Hingabegebete. Das Format ist optimiert für Smartphones und für text-to-speech Vorleseprogramme.

Version 2605.04

 

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Darf nur unverändert und mit Quellenangabe nur vollständig mit Vorwort, Fußnoten und Nachwort, für nicht kommerzielle Zwecke, z.B. für Hauskreis Bibelstudium kopiert werden.  Der Bibeltext und Kommentare dürfen mit Quellenangabe ANTD für Predigten aller Art verwendet und zitiert werden.
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Grün markiert einige der kleinen Abweichungen der Griechischen Übersetzungs-Manuskripte zum Aramäischen Urtext der Peshitta.

 

Matthäus  18

 

Kapitel 18 -  Matthäus Evangelium

 

Wie die Kinder des Königs miteinander umgehen sollen in der Königsherrschaft des Messias.

1] In dieser Stunde 1 kamen die Jünger zu Jesus und sagten: Wer ist denn groß  im Königreich der Himmel?

2] Und Jesus rief ein Kind herzu und stellte es in ihre Mitte  3] und er sagte:

Wirklich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt, euch radikal ändert und werdet wie die Kinder, 2 

so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen!

4] Deshalb, wer sich (seine Seele) demütigt wie dieses Kind, der wird groß sein im Königreich der Himmel.

5] Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.

 

Bereite Kindern und Glaubenden keinen Anstoß.

6] Und wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß gibt (verursacht, dass er das kindliche Vertrauen in mich verliert und zu Sünde und Welt verlockt wird), dem wäre es besser, dass ein Mühlstein eines Esels an seinen Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde.

7] Wehe der Welt wegen der Anstöße und Fallstricke, den es ist unumgänglich, dass Anstöße (Stolpersteine) kommen, aber wehe dem Mann, durch dessen Hand die Anstöße und Versuchungen kommen.

 

Bringe dich nicht selbst zu Fall.

8] Und wenn deine Hand oder dein Fuß dir zum Fallstrick wird, so haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist für dich besser, dass du in das Leben 3 eintrittst als Lahmer oder Verkrüppelter, anstatt dass du zwei Hände und zwei Füße hast, und ins ewige Feuer fällst.
9] Und wenn dein Auge dich zu Fall bringt, so reiße es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, dass du in das Leben eintrittst mit einem Auge, anstatt dass du zwei Augen hast, und in die Hölle (Gehenna) des Feuers fällst.  (Mt 5,29). 4  

Verachte nicht die Kleinen.

10] Passt auf, dass ihr nicht einen dieser Kleinen verachtet, denn Ich sage euch, dass ihre Engel allezeit das Angesicht Meines Vaters im Himmel sehen. 5

 

Der zentrale Wille des Vaters ist,

dass keiner der  Kleinen verloren geht,

sondern in das Leben eingeht.

Das ist die  herrschende Gesinnung der Königskinder

untereinander und im Umgang

mit  anderen Menschen.

 

11] Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, damit er dem Leben gibt, was verloren gegangen ist.

(damit er das belebt, was verloren gegangen ist). 6

 

12] Wie sieht das für euch aus? Wenn da ein Mensch wäre, der hundert Schafe hätte, und eines ginge von ihnen weg und verirrte sich. Würde er nicht die 99 auf dem Berge lassen, und das Eine suchen gehen, das verloren ging?

13]  Und wenn er es findet, wirklich, Ich sage euch, er freut sich mehr über dieses, als über die 99 welche nicht verloren gingen.

14] In gleicher Weise ist es nicht der Wille eures Vaters, im Himmel, dass eines von diesen Kleinen verloren gehen sollte.

 


Konflikte zwischen Glaubensgeschwistern lösen.

15] Wenn aber dein Bruder ernsthaft gegen dich Unrecht getan hat (sich ernsthaft gegen dich versündigt hat), so geh hin und überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen. 7
16] Wenn er aber nicht auf dich hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin bestätigt werde. 8 (5. Mose 19,15; 5.Mose 17,6)

 

Bringe das nicht  lösbare Problem vor

den lokalen obersten Rat im Königreich des Himmels:  vor die lokale Gemeindeversammlung.

 

17] Wenn er aber auch auf diese nicht hört, so sage es der Gemeinde (Versammlung) 9  Wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hört, so soll er für dich wie ein Steuereintreiber  und wie ein Heide sein.  10

 

Die Schlüssel des Reiches der Himmel   kommen in die Hände

der zwei oder drei  die sich  im Namen Jesus versammeln.

 


Die Anwendung der Schlüssel des Reiches der Himmel:

Die Schlüssel des Reiches der Himmel

in den Händen der Jünger und der zwei oder drei,

die versammelt sind im Namen Jesus.

 

18] Und ich sage euch, alles was auch immer ihr bindet auf Erden wird auch im Himmel gebunden sein, und alles was ihr löst auf der Erde, wird auch im Himmel gelöst sein. (Matthäus 16,19) 11
19] Und wiederum sage Ich euch, dass wenn zwei von euch auf der Erde sich als würdig erweisen und  übereinstimmen über irgendeine Sache, welche sie fordern werden, wird es ihnen gemacht von der Gegenwart Meines Vaters, der im Himmel ist. 12

 

20) Denn wo zwei oder drei versammelt sind

in Meinem Namen, da bin Ich mitten unter ihnen. 13

 

21] Dann kam Kepha zu Ihm und sagte: Mein Herr, wie oft muss ich vergeben, wenn mein Bruder ernsthaft gegen mich sündigt? (wenn mein Bruder mir immer wieder Unrecht tut)? 14 Soll ich bis zu siebenmal vergeben? (siehe Vers 15).

 

22] Und Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht sieben mal, sondern siebzig mal sieben hoch sieben mal. 15

23] Deshalb, das Königreich der Himmel wird mit einem Mann, einem König verglichen, welcher eine Abrechnung von seinen Dienern erhalten wollte.

24] Und als er begann einzukassieren, da brachten sie ihm einen, der 10'000 Talente schuldete. ber 100 Milliarden USD, 2026.05). 16

25] Und als er nicht bezahlen konnte, befahl sein Herr, dass er verkauft würde, er und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, und er würde so zahlen.

26] Und der Knecht fiel nieder und lag vor ihm und sagte: Mein Herr,  sei geduldig mit mir in deinem Geist, (wörtl. verlängere deinen Geist über mir), und ich werde dir alles, was auch immer ist, zurückzahlen.

27] Und sein Herr hatte Erbarmen mit diesem Diener und liess ihn frei und erliess ihm seine Schuld.

28] Und dieser Diener ging hinaus und fand einen seiner  Dienstkollegen, welche ihm einhundert Dinare 17 schuldete, und er packte ihn und würgte ihn und sagte zu ihm: "Gib mir zurück, was du mir schuldest!" 18

29] Sein Mitknecht fiel ihm zu Füßen und flehte ihn an: „Habe Geduld mit mir, ich werde es dir zurückbezahlen!“

30] Aber er wollte nicht, sondern vielmehr ging er hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er ihm gegeben hätte, was er ihm schuldete.

31] Und als ihre Dienstkollegen sahen, was passiert war, wurden sie sehr betrübt, und sie kamen und informierten ihren Herrn über das, was geschehen war.

32] Da rief sein Herr ihn und sagte zu ihm: Böser Diener. Ich habe dir alle Schulden erlassen, weil du mich gebeten hast.

33] Wäre es nicht recht für dich gewesen, dass auch du deinem Dienstkollegen Barmherzigkeit erwiesen hättest, so wie ich mich über dich erbarmt habe?

34] Und sein Herr war wütend, und er überlieferte ihn den Auspeitschern (Folterknechten), bis er alles zurückbezahlt hätte, was er ihm schuldete. 19
35] So wird in gleicherweise auch Mein Vater, der im Himmel ist, mit euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von eurem Herzen seine Übertretungen und Unrechten Taten vergebt. 20

 

1 Vers 28 (von Kap. 16):  Wirklich (Amen), ich sage euch: es sind einige, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bevor sie den Sohn des Menschen sehen werden, der in Seinem Königreich kommt.

Im Markusevangelium ist dies Vers eins am Anfang von Kapitel 9, um es deutlicher zumachen, dass die gleich nachfolgende Transformation von Jesus die Erfüllung dieser Prophezeiung ist. Es wird uns eigentlich leicht gemacht, dies so zu verstehen.  

Markus schreibt: 9,1] Und Er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch, dass hier einige stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Königreich der Himmel kommen sehen in Kraft.

Kombiniert haben wir also:

Einige werden bald den Menschensohn sehen, der in seinem Königreich kommt, sie sehen, dass das Königreich der Himmel in Kraft kommt.

 

22 Verse 1-13: Und nach sechs Tagen nahm Jesus Kepha, Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und Er stieg mit ihnen alleine auf einen hohen Berg [im Gebirge Hermon].  

Sechs Tage nach der Offenbarung des Messias, der Ekklesia und des Kreuzes, steigt Jesus mit seinen vertrautesten Jüngern Kephas, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dies kann nur irgendwo auf dem Gebirge des Hermon sein. Jesus hielt sich in den Dörfern um Cäsarea Philippi auf.  Nach der Verklärung dauerte der Abstieg solange, dass sie erst am nächsten Tag unten ankamen. (Luk. 9,37). Dies ist plausibel für den hohen Gebirgszug vom Hermon.

Wie ich in den Kommentaren zu Kapitel 16 ausführlich geschildert habe, ist der Hermon ein heiliger Berg, was auch Petrus bestätigt. Er schildert eindrücklich dieses Ereignis in seinem späten zweiten Brief:

2. Petrus 1,16-18: 16] Denn wir haben euch die Kraft und   das Kommen unseres Herrn Jesus Christus bekannt gemacht. Denn wir waren Augenzeugen seiner Majestät (Herrlichkeit). 17] Denn danach erhielt er Ehre und Herrlichkeit von Gott dem Vater, als die Stimme über Ihn kam, welche wie von der Herrlichkeit war, prächtig in ihrer Stärke: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe". 18] Und auch wir hörten diese Stimme vom Himmel, die zu Ihm kam, als wir auf dem Heiligen Berge waren. (ANTD)

Petrus erklärt hier, besonders in den Versen 16 und 17, dass das Ereignis der Transformation von Jesus auf dem Hermon die Erfüllung von Matthäus 16,28 war: Das Kommen von Jesus dem Messias in seiner Kraft und Majestät.

Was passiert hier eigentlich genau bei der Transformation von Jesus?

 

Um Jesus in seiner Verklärung und Majestät zu sehen, und zu verstehen, was hier gerade passiert, müssen wir nicht nur im engen Kreis von Jesus sein, sondern auch auf einen hohen Berg steigen, weit über allen irdischen Dingen und Gedanken.

Jesus konnte nur den engsten Kern seiner Jünger mitnehmen, die anderen hätten die Herrlichkeit kaum ausgehalten. Jesus, Kephas, Jakobus und Johannes repräsentieren hier bereits die kommende Ekklesia.

 

Der Berg Hermon versinnbildlicht die oberste Gewalt auf der Erde.

Jesus wird verklärt, umgewandelt, transformiert. Griechisch verwendet Metamorphose. Das Aramäische Wort deutet eine Ablösung an, ein Wort das für Thronfolge verwendet wird. Der Menschensohn Jesus wird umgewandelt und erscheint in seiner Herrlichkeit, als Messias König in Majestät und Macht.

Deshalb ist die Transformation des Gesalbten
die Inthronisation von Jesus in seinem Reich.

 

Es erscheinen die zwei menschlichen Repräsentanten des Alten Testaments, des Gesetzes und der Propheten: Mose und Elia. Jesus, Mose und Elia besprechen den Tod des Messias Jesus in Jerusalem, aber in Codeworten. Sie verwenden "Abreise" anstelle von Tod.

Lukas 9,30.31: Und siehe, zwei Männer sprachen mit Ihm; es waren Mose und Elia, und sie erschienen in Herrlichkeit. Nun, sie sprachen über seine "Abreise" (Tod), welche vorbereitet wurde, um in Jerusalem erfüllt zu werden.

Der transformierte Jesus, Mose und Elia, welche nach Lukas 9,31 auch in Herrlichkeit waren, repräsentieren das Reich der Himmel auf Erden und besprechen gerade, auf welche Weise dieses Reich des Messias sich etablieren wird.

Diese drei Menschen bilden den höchsten Rat auf Erden auf dem heiligen Berg der Macht auf Erden.

Petrus, Jakobus und Johannes sind Zeugen der Machtablösung. Mose und Elia verschwinden in der Wolke der Herrlichkeit, und die 3 Jünger sehen nur noch Jesus, und der Vater sagt: Dies ist mein geliebter Sohn an dem ich Wohlgefallen habe. Auf Ihn (alleine) sollt ihr hören. Der Vater legt die oberste Autorität und Macht des Reiches Gottes, welche bisher auf dem Gesetz und den Propheten beruhten, auf Jesus alleine.

Bei der Versuchung in Mt 4,8 führte satan Jesus auf einen sehr hohen Berg. Vermutlich auf den Hermon.

Die Umwandlung von Jesus auf diesem Heiligen Berg, welcher von satan, dämonen und gefallenen Engeln besetzt war, muss eine gewaltige Schockwelle im Reich der Finsternis verursacht haben. Geistliche Ereignisse wie eine Transformation bleiben in der geistlichen Welt nicht verborgen.

Für ein paar Minuten erscheint König Messias Jesus in seiner vollen Pracht und Macht und Herrlichkeit am heiligen Berge der Macht.

Dies war eine Provokation.

Jesus, Mose und Elia haben den Weltbeherrschern der Finsternis einen Köder gelegt.

Die Mächte der Finsternis mussten diesen Rivalen der Macht auf Erden, Jesus, umbringen. Von jetzt an war die Zentrale des Reiches der Finsternis aktiv daran, die Ermordung von  Jesus durch Menschenhand zu organisieren.

Geblendet von Bosheit, erkennen die Herrscher dieser Weltzeit nicht die göttliche Falle.

Paulus beschreibt dies in 1. Korinther 2,7-9:

7 Sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, 8 die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt —, 9 sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. 10 Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; (Schlachter).

 

Ab jetzt geht Jesus im Matthäusevangelium gezielt Richtung Jerusalem, damit die göttliche Weisheit des Reiches der Himmel durch das Kreuz ausgeführt wird.

Wir dürfen nicht vergessen, wie gross der Preis des Leidens für Jesus selber gewesen ist. Danke Jesus.

 

Wenn du die Wirklichkeit des Reiches der Himmel erfahren willst, dann halte Ausschau nach der Herrlichkeit (Glory). Das Reich des Messias macht sich durch die Herrlichkeit bemerkbar, wo der Heilige Geist die Atmosphäre beherrscht, nicht durch irdische Macht!

 

23 Vers 2: Und Jesus wurde vor ihnen umgewandelt und Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne. Und Seine Kleider wurden weiß wie Licht. (Offb. 1.10-18, Mk 9,3).

Markus schreibt die Kleider wurden weiß wie Schnee, was gut zur schneebedeckten Kappe des Hermon passt, aber "so weiß, wie kein Mensch weiß machen kann."

Viele Jahrzehnte später erscheint Jesus dem gleichen Johannes auf Patmos wieder in seiner Herrlichkeit, diesmal in seiner verewigten Herrlichkeit nach der Auferstehung. Auch hier leuchtet sein Gesicht wie die Sonne. Und Johannes fällt zu seinen Füßen wie tot, so gewaltig ist der Anblick von Jesus in seiner Macht.

Johannes sieht zuerst die 7 Leuchter, die 7 örtlichen Versammlungen (Ekklesias), und inmitten dieser 7 Leuchter den Menschensohn in Herrlichkeit.  Dies ist ein Hinweis darauf, auf welche Weise das Königreich der Himmel, das Reich des Messias in diesem Zeitalter etabliert wird: durch die lokalen Rats-Versammlungen.

 

Offenbarung 1,10-18: Ich war an des Herrn Tag im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune,

11 die sprach: Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende es den sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea!

12 Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter, 13 und inmitten der Leuchter ⟨einen⟩, gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewand, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel, 14 sein Haupt aber und die Haare ⟨waren⟩ weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, 15 und seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser, 16 und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht ⟨war⟩, wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.

17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades. (Elberfelder).

 

24 Vers 3: Und Mose und Elia erschienen ihnen, und sie sprachen mit Ihm.

Worüber Mose und Elia mit Jesus sprachen steht in Lukas 9,30.31: Und siehe, zwei Männer sprachen mit Ihm; es waren Mose und Elia, und sie erschienen in Herrlichkeit. Nun, sie sprachen über seine "Abreise" (Tod), welche vorbereitet wurde, um in Jerusalem erfüllt zu werden.

Siehe ausführliche Fußnote zu Vers eins.

 

25 Vers 5: Und als er sprach, siehe, da überschattete sie eine helle Wolke und eine Stimme kam aus der Wolke und sagte: Dies ist mein geliebter Sohn. An Ihm habe ich Wohlgefallen. Hört auf Ihn!

Lukas berichtet in Luk 9,32-33, dass sich Mose und Elia bereits begannen zu entfernen, als Petrus, der sich vor der Schwere des Ereignisses kaum wach halten konnte, auf die Idee kam, drei Hütten zu bauen, für alle drei Männer. Dann kam die Wolke und überschattete sie, und Mose und Elia gingen in die Wolke hinein. Die Wolke repräsentiert die verstorbenen überwindenden Vorbilder des Glaubens, siehe Hebräer 12,1.

Nun schaltet sich der Vater im Himmel ein und bestätigt Jesus, seinen Sohn als den einzigen, auf Den man in Zukunft zu hören hat. Die Befehlsgewalt wird auf Jesus den Messias gelegt.

Wir sollen Ihn, hören, Jesus dem Messias alleine gehorchen, nicht mehr dem Buchstaben des Gesetzes und der Propheten.

Petrus kommentiert dieses Ereignis später im Brief:

2. Petrus 1,16-18: 16] Denn wir haben euch die Kraft und   das Kommen unseres Herrn Jesus Christus bekannt gemacht. Denn wir waren Augenzeugen seiner Majestät (Herrlichkeit). 17] Denn danach erhielt er Ehre und Herrlichkeit von Gott dem Vater, als die Stimme über Ihn kam, welche wie von der Herrlichkeit war, prächtig in ihrer Stärke: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe". 18] Und auch wir hörten diese Stimme vom Himmel, die zu Ihm kam, als wir auf dem Heiligen Berge waren. (ANTD)

 

26 Vers 8:

Und sie erhoben ihre Augen und

sie sahen niemanden außer nur Jesus alleine.

 

Der Vers betont vierfach, dass sie jetzt nur noch Jesus alleine sahen. Ich hoffe, diese Jesus zentrierte Studienbibel hilft etlichen, nur noch die wunderbare Person Jesus, den Messias alleine zu sehen, den Sohn des Lebendigen Gottes, und sich nicht diese klare Sicht und Offenbarung trüben zu lassen durch theologische Spitzfindigkeiten oder Zänkereien oder religiöse tote Überlieferungen, Traditionen, Organisationen und andere Ablenkungen.

Interlinear von rechts nach links:

וַארִימו                      עַינַיהוּן            וַלאנָשׁ                               לָא        חזַו

   sie sahen ,nicht ,und keinen Menschen ,ihre Augen, Und sie erhoben

אֵלָא        אֵן     ליֵשׁוּע     בַּלחוּדַוהי

 alleine ,den Jesus ,nur ,ausser

 

 

27 Vers 10:

Und Seine Jünger fragten Ihn und sagten zu Ihm: Wieso denn sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen muss.

Der letzte Vers des Alten Testaments ist die Verheissung, dass Elia kommen wird vor dem Tag des Herrn:  Maleachi 3,23-24: Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. 24 Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage. (Elb).

Die Schriftgelehrten beriefen sich auf diese Verheissung.

Hier wird deutlich, wie gefährlich eine oberflächliche Buchstaben Kenntnis ist, ohne Erkenntnis des gegenwärtigen Wirkens des Heiligen Geistes. Siehe nächste Fussnote.

 

28 Verse 10-13: 10] Und Seine Jünger fragten Ihn und sagten zu Ihm: Wieso denn sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen muss. 11] Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: Elia kommt zuerst, damit alles erfüllt wird.    

12] Aber Ich sage euch, siehe, Elia ist bereits gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt. Und sie taten mit ihm, alles was sie wollten. So wird auch der Menschensohn vorbereitet, um von ihnen zu leiden.   13] Da verstanden die Jünger, dass Er zu ihnen über Johannes den Täufer gesprochen hatte.

Kepha, Jakobus und Johannes haben gerade vor kurzem Mose und Elia gesehen und den König Messias umgewandelt in Herrlichkeit, Pracht und Macht, bestätigt von einer gewaltigen Stimme aus der Wolke vom Vater im Himmel: Dies ist mein geliebter Sohn. Hört auf ihn.

Diese drei Jünger haben also gerade wirklich Jesus in seinem Reich kommen sehen.

Wieso kommen sie gleich danach auf die Frage wegen dem Elia? Bisher dachten auch sie wie die Schriftgelehrten, dass vor dem Messias der Elia kommen muss und alles was über ihn in Maleachi geschrieben steht, erfüllen muss. Aber jetzt haben sie gerade den Wechsel vom Gesetz und den Propheten zum Messias König gesehen.  Was ist also mit der Elia Verheissung?

Jesus hat bereits in Matthäus 11,14 gesagt, dass Johannes der Täufer der Elias sei. Mt 11,14] Und wenn ihr willig seid, so akzeptiert, dass er der Elia ist, der kommen soll.  15] Wer auch immer es ist der ein Ohr hat zum Hören, der höre!

Offensichtlich haben die Jünger damals nicht richtig gehört, Jesus nicht für voll genommen.

Nun wiederholt Jesus es nochmals: Johannes der Täufer war der Elia, der kommen sollte. Natürlich, war Johannes nicht eine "Reinkarnation", denn gerade vor kurzem haben sie ja Elia in Herrlichkeit bei der Transformation von Jesus gesehen. Das sind klar zwei verschiedene Menschen.

 

Die offizielle Ankündigung von Johannes dem Täufer als der Elia der Kommen soll durch den Engel Gabriel:

Es ist Lukas, der alles gründlich recherchiert hat, der Licht in diese Sache bringt: Lies dazu Lukas 1,5-25:

In Lk 1,15-17 sagt der Engel des Herrn über Johannes:

15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. 16 Und er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.

17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.  (Lutherbibel).

Der Engel Gabriel, der vor Gott steht, verkündigt in Lukas 1,5-25 dem levitischen Priester Zacharias, dass er einen Sohn Johannes zeugen wird, welcher im Geiste und in der Kraft des Elia genau all dies macht, was als Jobbeschreibung von Elia gedacht war.

Dies war kein Geheimnis, sondern eine Ankündigung durch den Engel Gottes betreffend Elia, dessen Rolle   Johannes übernahm. Diese offizielle himmlische Ankündigung war begleitet mit dem Zeichen der Stummheit Zacharias bis zur Geburt von Johannes  und der wundersamen Heilung der lebenslänglichen Unfruchtbarkeit von Elisabeth. Die Schriftgelehrten und Pharisäer und alle anderen hatten keine Ausrede und hätten dies wissen können, wie es Lukas erfragt hat. Und Zacharias, Elisabeth und Maria haben kein Geheimnis aus ihren Engelserscheinungen gemacht. Es muss in der Priesterschaft bekannt gewesen sein.

 

Die "Elia muss zuerst kommen" Frage zusammengefasst:

Wir haben vier verschiedene biblische Aussagen, die sich zum Teil zu widersprechen scheinen:

1.) Maleachi 3,23: Der Prophet Elia wird gesandt vor dem Tag des Herrn.

2.) Jesus in Mt 11,14 und 17,12: Johannes der Täufer ist Elia.

3.) Johannes der Täufer über sich in Joh. 1,21: Ich bin nicht Elia.

4.) Gabriel der Engel des Herrn in Lukas 1,17:

Johannes der Täufer kommt in der Kraft und im Geiste des Elia, und erledigt seine Aufgabe der Bekehrung des Volkes und damit wird die Prophezeiung von Maleachi erfüllt.

Es wurde eigentlich von Anfang an durch den Engel Gabriel klargestellt, dass Johannes in der Rolle des Elia kommen wird, aber nicht in Persona. Jesus hat dies 2 mal bekräftigt. Johannes selber hat auch die Wahrheit gesagt, da er keine Inkarnation des Elia war. Johannes war so sehr fokussiert auf seine Aufgabe als Wegbereiter des Messias, dass er vermutlich nicht gemerkt hat, dass er auch die Rolle des Elias übernahm.

Hiermit haben wir diese Frage in dieser Fussnote und der zu Matthäus 11,14 gründlich geklärt.

 

Wir sehen hier zwei verschiedene Arten von Bibelstudium:

1. Die Schriftgelehrten und Pharisäer: Buchstaben treu, fundamental, aber das Herz nicht bei Gott und geistlich blind für das aktuelle Wirken des Heiligen Geistes und der Engel.

2. Lukas: Obwohl es schon das Matthäus und Markusevangelium und andere Berichte gab, hat er unter der Leitung des Heiligen Geistes nochmals alles gründlich fundamental erforscht und erfragt und ist auf diese wichtige Ankündigung des Engels Gabriel zu Johannes gestossen. Beides ist wichtig: Das geschriebene und gesprochene Wort Gottes und das aktuelle Wirken des Heiligen Geistes und der Engel - und vor allem das Herz bei Gott zu haben. Lukas hatte dies. Ohne das Lukasevangelium wäre uns vieles verloren gegangen.

Die ANTD Studienbibel stellt sicher, dass das Wort Gottes übersetzt aus dem aramäischen Urtext für die nächsten Jahrhunderte in Deutsch und anderen modernen Sprachen erhalten bleibt. Die hellgrünen Markierungen zeigen optisch, wie doch recht oft ein kleines Detail in den Griechischen Übersetzungen ausgelassen, abgeschwächt, falsch oder anders interpretiert wurde. Hilf mit das vollständige Wort Gottes zu verbreiten!

 

Es bleibt nur noch die Frage: Wieso hat Gott nicht Elia geschickt, sondern Johannes?  

Gott hat einen Grösseren als Elia geschickt, da Jesus ausdrücklich sagte, dass niemand, von einer Frau geboren, grösser als Johannes der Täufer ist. (Matthäus 11,11). Ich vergleiche das für mich wie bei gewissen Kartenspielen, wo der Trumpf oder Joker die beste Karte ist, die alle anderen schlägt oder ersetzt. Gott hat zur Vorbereitung des Messias seine best mögliche menschliche Karte ausgespielt, grösser als Elia. Nur Buchstabengelehrte ohne Beziehung von Herzen zu Gott könnten etwas "dagegen" haben.

Dies zeigt, wie gefährlich eine "korrekte" aber oberflächliche Schriftkenntnis ist, ohne das gegenwärtige Wirken des Heiligen Geistes zu kennen oder erkennen, und ohne sein Herz dem lebendigen Gott zuzuwenden. Johannes der Täufer war schon von Mutterleib an erfüllt mit dem Heiligen Geist, und wer geistlich gesinnt oder wahrheitssuchend war, hat dies gemerkt.

In Vers 5 hat Gott erklärt: Wir sollen auf Ihn, Jesus, seinen Sohn, den Messias König, hören. Das Gesetz und die Propheten sind verschwunden.

Jesus hat jetzt zum zweiten mal erklärt, dass die Elia Prophezeiung von Maleachi 3,23 in Johannes dem Täufer in Erfüllung ging. Jetzt verstanden und hörten die Jünger auf Jesus.

29 Vers 12: Aber Ich sage euch, siehe, Elia ist bereits gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt. Und sie taten mit ihm, alles was sie wollten. So wird auch der Menschensohn vorbereitet, um von ihnen zu leiden.

Jesus wird vorbereitet um durch die Führer der Juden den Tod zu erleiden. Sowohl Jesus selber wird innerlich vorbereitet, als auch die Mächte der Finsternis bereiten die Ermordung vor.

 

30 Vers 15: Und er sagte zu Ihm: Mein Herr, erbarme dich über mich! Mein Sohn ist ein Wahnsinniger  und wird böse bedrängt, denn oft fällt er ins Feuer, und oft ins Wasser.

Wahnsinniger: wörtlich: Bar agra, Sohn des Daches, beschreibt solche, die auf dem Dach böse Geister beschwichtigen.

Dass er gequält und ins Feuer und Wasser gestossen wird, zeigt, dass er dämonisiert d.h. besessen ist. In Vers 18 treibt Jesus diesen hartnäckigen Dämon aus.

 

31 Vers 19: Und dann kamen die Jünger zu Jesus als er alleine war und sagten zu Ihm: Wieso konnten wir ihn nicht heilen?

Griechisch hat: austreiben anstatt heilen, und bei sie sagten zu Ihm, fehlt das zu Ihm, was öfters fehlt.

 

32 Vers 20: Und Jesus antwortete und sagte: Wegen eurem Unglauben. Denn wirklich, Ich sage euch, dass wenn ihr Glauben in euch habt wie ein Senfkorn, könnt ihr zu diesem Berg sprechen, "Hebe dich hinweg", und er würde sich hinweg heben, und nicht ein Ding wäre zu hart oder stark für euch.

Jesus verwendet hier das Gleiche Wort bei:

"Nichts wäre zu stark für euch", oder nichts kann gegen euch bestehen, nichts kann euch überwinden, wie in Matthäus 16,18: Die Pforten des Scheols werden die Gemeinde nicht überwinden.

Die Jünger haben noch nicht gelernt, in der Wirklichkeit der Vollmacht der Gemeinde zu leben.

Die Wirklichkeit der Ratsversammlung, der Gemeinde, ist getränkt in einer Atmosphäre des Glaubens und des Geistes.

Es ist nicht erstaunlich, dass sich in der Region um den Hermon herum hartnäckige Dämonen einnisteten. Die Pforten des Sheols haben sich hier wegen ihrem Unglauben gegen die Jünger durchgesetzt!

Jesus lehrt hier wichtige Prinzipien des Glaubens:

Wenn ihr Glauben in euch habt wie ein Same. Der Glaube muss in uns ein keimfähiges Korn sein. Dazu benötigt es guten Herzensboden.

Könnt ihr zu diesem Berg sprechen:  Zum Berg der Pforten des Hades. Wir sollen in uns lebendigen Senfkorn Glauben haben und in diesem Glauben zu den Bergen sprechen, welche von der Finsternis stammen, geistlich tot sind und unser Leben sabotieren.

Jesus sagt hier nicht, wir sollen Ihn oder den Vater im Glauben bitten wegen unserem Problem, sondern wir sollen zu dem Berg des Problems direkt sprechen im Glauben. Der Glaube nimmt in Empfang, was Jesus uns gegeben hat, und damit sprechen wir im lebendigen, keimfähigen Glauben die Hindernisse und Blockaden, Krankheiten, Mangel und Dämonen aus unserem Leben weg.

Jesus erwartet dies eigentlich als selbstverständlich, und er hat in Vers 17 sehr heftig die ungläubige verkehrte Generation gerügt, welche den Dämon nicht austreiben und das Kind nicht heilen konnte, welche nicht zum Berg sprach: Hebe dich weg, und es passierte.

Bei Jesus hat das heftige rügen und dem Dämon befehlen, auszufahren, funktioniert. Er handelt als Menschensohn immer im Prinzip als Mensch im Glauben, und erwartet, dass wir dieselben Werke tun. Und er kam gerade zurück von einer Fasten und Gebet Exkursion auf den Hermon.

..

Fälschlicherweise als textkritisch sehr wichtig erachtete griechische Manuskripte (Sinaiticus und Vaticanus) lassen am Anfang des Verses Jesus weg und haben nur "Ihn" stattdessen, und sie schreiben, Kleinglauben, anstatt Unglauben. Unglaube, wörtlich im Aramäischen: wegen eurem Nicht Glauben. Kleinglaube passt hier nicht, da Jesus ja gerade sagt, dass ein Glaube so klein wie ein Senfkorn genügt, um einen Berg  hinwegzuheben.

Spätere Mehrheitstexte oder die byzantinischen Manuskripte bügeln viele dieser frühen Übersetzungs-auslassungen oder Fehler aus. Aber viele modernen Übersetzungen basieren auf diesen rudimentären Grundlagen, die mit fraglichen Begründungen (Alter) als relevant betrachtet werden. Typisch für ein Übersetzung ist: Je älter, desto weniger revidiert. Genau dies ist die Situation der vielen verschiedenen Griechischen Manuskripte. Die Ältesten als die Relevantesten anzunehmen, ist bei Übersetzungen ein Trugschluss. Umgekehrt existieren keine wesentlichen Revisionen des östlichen Peshitta Textes - weil es keine Übersetzung ist.

Es ist dringend nötig, dass im Deutschsprachigen Raum endlich ein vollständiges Neues Testament auf der Grundlage des Aramäischen zur Verfügung steht, und dass die eindeutige Evidenz des Vorrangs des Aramäischen als Urtext sich endlich durchsetzt.

Du kannst mithelfen, das umfangreiche ANTD Übersetzungsprojekt zu beschleunigen, durch grosszügige und regelmässige Spenden. Danke.

Ist es nicht eine Ehre und grosse Gelegenheit, die Verbreitung des vollständigen Wortes Gottes unterstützen zu können?

(jesus4you.ch ).

 

33 Vers 21: Aber diese Art fährt nur aus durch Fasten und Gebet.

Andrew Wommack weist in seiner sehr empfehlenswerten Serie "Hardened heart" darauf hin, dass diese Aussage von Jesus auf zwei Arten verstanden werden sollte. Im Kontext hat Jesus gerade in Vers 20 begründet, dass das Kind wegen dem Unglauben der Jünger nicht geheilt wurde und wegen dem Unglauben der Dämon (Berg) nicht ausfuhr, sondern sich durchsetzte und blieb.

 

Wenn Jesus hier sagt: Diese Art fährt nur aus durch Fasten und Gebet, meint Jesus hier zuerst: diese Art von hartnäckigem Unglauben, fährt nur durch Fasten und Gebet aus. Durch Fasten und Beten weichen wir ein durch viele Schichten von Unglauben verhärtetes Herz auf und machen es glaubensfähig.

Ein höherer Dämon gehorcht uns nicht deshalb, weil wir fasten oder beten, sondern deshalb, weil wir durch Fasten und Gebet in uns die nötige Atmosphäre des Glaubens und der Geistesgegenwart schaffen, so dass wir in Autorität und im Glauben ohne Zweifel dem Dämon befehlen können: Fahre aus, und selbst dann nicht wanken, wenn der gequälte Mensch schäumt, sich windet und wie tot zu Boden fällt.

Diese Heilung zeigt auch, dass speziell sogenannte "Geisteskrankheiten" oft durch Dämonen verursacht oder blockiert sind, und sobald man die Dämonen ausgetrieben hat, tritt die Heilung ein.

 

34 Vers 23: Und sie werden Ihn töten, und am dritten Tage wird er aufstehen.  Und  das machte sie sehr traurig.

Das Aramäische Wort für Auferstehen ist qm, qum, es ist dasselbe Wort, das auch für normales aufstehen oder stehen verwendet wird, und es wird sehr oft gebraucht. Es war also für die Jünger etwas weniger eindeutig, Auferstehen von den Toten damit zu verstehen.

Griechisch hat "aufgeweckt werden" anstatt aktiv: auferstehen.

 

35 Vers 24: Und als sie nach Kapernaum kamen, da kamen diejenigen, welche die zwei Kopfsteuer Münzen - die zwei Zuzi - eintreiben zu Kepha und sagten zu ihm: Gibt dein Meister nicht seine zwei Zuzi?

Dies war die Tempelsteuer der Juden aufgrund von Exodus 30,13-16: Pro Mann ein halber Schekel.

Es war nicht eine römische Steuer.

Diese Steuereintreiber arbeiteten nicht für die Römer, sondern für die Tempelverwalter (Leviten, Priester).

1 Zuza = 1/4 Schekel.

2 Zuzi = 1/2 Schekel. Der Betrag für die Tempelsteuer.

1 Zuza = 1 Drachme (griechisch) 1 römischer Dinar.

2 Zuzis = 2 Drachmen (1 Didrachma)  = halber Schekel.

4 Zuzis = 1 Schekel = 1 Stater, die Münze die Petrus im Fisch fand, genau für 2 Männer die Kopfsteuer. (Vers 27).

Stater war ein griechisches Lehnwort, wie viele andere Münz- und Gewichtsbegriffe, (z.B. Talent, Mina) welche im nahen Osten und jüdisch-aramäischen Alltag übernommen wurden.

 

36 Verse 24-27: 24] Und als sie nach Kapernaum kamen, da kamen diejenigen, welche die zwei Kopfsteuer Münzen eintreiben - die zwei Zuzi - zu Kepha und sagten zu ihm: Gibt euer Meister nicht seine zwei Zuzi? 25] Und er antwortete ihnen: Doch. Und als Kepha ins Haus eintrat, kam ihm Jesus zuvor und fragte ihn: Wie scheint es dir, Shimon? Die Könige der Erde, von wem nehmen sie Zölle und Kopfsteuern? Von ihren Kindern oder von Fremden?

26] Shimon antwortete ihm: Von den Fremden. Jesus antwortete ihm: Dann sind die Kinder frei.

27] Aber damit sie nicht Anstoß nehmen, gehe zum See und wirf einen Fisch-Haken, und beim ersten Fisch, der hochkommt, öffne seinen Mund und du wirst einen Stater finden: Nimm den und gib ihn für Mich und für dich.

 

Die Freiheit der Kinder Gottes im Königreich.

Jesus bestätigt seine Freiheit als Sohn Gottes – er müsste die Tempelsteuer eigentlich nicht zahlen. Dennoch tut er es, damit kein unnötiger Anstoß entsteht. Sein Weg führt jetzt klar nach Jerusalem ans Kreuz. Kleine religiöse Konflikte um Geld dürfen diesen Weg nicht gefährden. Deshalb bezahlt er – aber auf seine eigene, wunderbare Weise.

Petrus, der Berufsfischer kriegt einen Denkzettel, dass er vorschnell für Jesus geantwortet hat und muss mit einem Haken fischen gehen.

Jesus gibt hier einen deutlichen Hinweis, wie es im Königreich der Himmel ist. Es ist die genuine Familie des Himmlischen Vaters und Jesus der Messias König als der einzige Sohn Gottes und durch die Auferstehung als der Erstgeborene Sohn unter vielen Söhnen.

 

Was bedeutet es heute im "Christentum", dass die Söhne frei sind? Das ist die praktische Frage heute.

Jesus geht es nicht um das sich später bildende "Christentum" mit seinen "Kirchen". Jesus und den Aposteln in allen Briefen geht es um eines:

Um das Königreich des Messias.

Die Ekklesia ist das Gefäss zur Etablierung, Erfahrung, Verwaltung und Exekutive des Königreiches. Und die Ekklesia ist ganz klar nirgends im Neuen Testament auch nur annähern das, was etablierte christliche Kirchen darstellen.

Im Königreich der Himmel, im Königreich des Menschensohnes, des Messias, in der Ekklesia gibt es keine Stempelsteuer.  Es gibt auch die Pflicht zum Zehnten geben nicht mehr im Neuen Bund. Eine Organisation die Steuern eintreibt, Spenden oder den Zehnten verpflichtend verlangt, ist nicht die Ekklesia.

In der Apostelgeschichte sehen wir, dass die Gemeinden anfangs sogar für eine kurze Zeit alles gemeinsam hatten und niemand Mangel hatte. Dies beruhte auf Freiwilligkeit. Niemand war verpflichtet zu geben. Aber das Feuer des Lebens des Heiligen Geistes war so heiss, dass alle gerne teilten und gaben. Diese Reinheit der Gemeinschaft konnten sie jedoch nicht aufrecht erhalten. Und Gütergemeinschaft zur Pflicht zu machen, ist fatal und geht immer schief. Paulus beschreibt in seinen Briefen, insbesondere im 2. Korintherbrief ausführlich, wie freimütiges und grosszügiges Geben auf Freiwilligkeit beruht und niemand gezwungen werden soll. Zudem existieren keine Organisationen und Verbände und keine Kirchen oder Denominationen. Überregionales Geldsammeln passiert über vertrauenswürdige bewährte Gläubige und Apostel, die umherreisen für spezifische Nöte anderer Gläubigen und für solche, die sich sehr für die Gemeinden einsetzen. Es wird als selbstverständlich dargestellt, dass man Dienern der Ekklesia, ob lokal oder überregional, unterstützt, wenn man von ihnen Hilfe und geistliches Training empfängt. Geld das lokal gesammelt wird, wird direkt an Bedürftige vor aller Augen weitergegeben.

Es gibt keinen bezahlten Klerus, keine Lohnarbeiter Pastoren, Priester, Pfarrer oder Prediger.

Und es hat gut funktioniert. Paulus schreibt zwei Briefe an die Korinther ohne jeweils Pastoren oder Älteste zu erwähnen, geschweige den, anzusprechen.

Jesus sendet seine 7 Sendschreiben an 7 lokale Gemeinden nicht an 7 Pastoren oder Älteste, sondern an "Sterne", an Boten.

Als Sohn und Tochter, als Kind des Himmlischen Königs und Vaters und Bruder vom König der Könige Messias Jesus bist du frei. Es gibt keine Organisation oder Klerus über dir, welcher von dir Geld herauspressen könnte. Es ist absurd. Das ist die einzige Sicht, wozu hier Jesus den Petrus beim Angeln mit Haken versucht zum Verstehen  zu bringen. Du bist durch die Auferstehung von Jesus in die Familie Gottes hineingeboren worden, als du zum Glauben an Jesus kamst. Das ist das Wesen der Ekklesia. Lasst dir diese biblische Vision nicht nehmen durch organisiertes Christentum.

Und bei der Art, wie von dir Geld verlangt oder herausgequetscht und erbettelt wird, findest du schnell heraus, wie weit weg von der Wirklichkeit der Ekklesia und des Reiches der Himmel eine solche Gruppe ist oder ein solcher Dienst ist.

Aber es ist doch eigentlich normal, dass man erwägt, einem Diener Gottes, von dem man viel profitiert, finanziell und materiell zu helfen.

 

Dies alles gesagt, bin ich nicht gegen das Zehnten geben, sondern empfehle sehr, dies zu tun. Das ist ein wichtiges Prinzip, das uns finanziell als Gruppe und Gemeinschaft helfen kann, wenn es gemacht wird. Aber es ist freiwillig, man macht es, weil es gut ist, damit ein Fluss entsteht. Und ich rate an, nur dorthin zu spenden, wo es sich wirklich um das Reich der Himmel handelt. Und natürlich was fast nie falsch ist: An bedürftige Glaubensgeschwister geben. Als Gruppe, findet heraus, wem ihr helfen könnt. Auch Geben an Bedürftige und Arme, die noch nicht im Glauben sind, kann Herzen weich machen und Türen öffnen.

Das Zehnten an die richtigen Stellen geben kann dir helfen, eine freudige Gewohnheit des Gebens auch über den Zehnten hinaus zu entwickeln.

Gott hat einen fröhlichen Geber lieb. Und wer viel gibt, dem wird übermässig viel zurück gegeben, sagen Jesus und Paulus.

Mach dir Geben zum freudigen Hobby, anstatt in Habsucht alles für dich verwenden zu wollen.

Vieles im Reich Gottes bleibt liegen, weil diejenigen, welche sich sehr für die Verbreitung des Reiches Gottes und des Evangeliums einsetzen, nicht die nötige finanzielle Unterstützung kriegen.

 

Zusammenfassung Kapitel 17: Die hohe Vision.

Um die Realität des Königreiches von Jesus zu sehen und erfahren und als lebendiger Stein in Gottes Ratsversammlung (Ekklesia) aufgebaut zu werden, muss du man auf einen hohen Berg gehen, weit abseits und über allen irdischen Tätigkeiten und religiösen Organisationen. Wenn du an Jesus den Messias glaubst, wirst du in die Familie des Vaters im Himmel, des Königs der Erde, hineingeboren.

Man wird in das Königreich der Himmel hineingeboren!

 

"Die Kinder sind frei":

Als ein Kind des Allerhöchsten und Bruder/ Schwester von König Jesus, bist du frei!

Lass dich nicht mehr in ein religiöses System einjochen.

 

Der Weg in das Königreich der Himmel auf Erden geht nur über das Kreuz. Sowohl das Kreuz von Jesus zur Erlösung, als auch dein tägliches kreuzigen deines natürlichen Lebens.

 

Wenn du dich mit solchen gekreuzigten Kindern des Königs in diesem königlichen Bewusstsein triffst, dann seid ihr Ekklesia, und die Pforten des Hades können nicht bestehen gegen euch.

In Kapitel 18 werden wir konkret sehen, wie Jesus absichert, dass der Schlüssel der Vollmacht in dezentralen Händen der global zerstreuten geisterfüllten Mini-Ekklesias bleibt.

1 Vers 1: In dieser Stunde kamen die Jünger zu Jesus und sagten: Wer ist denn groß (der Grösste) im Königreich der Himmel?

Jesus hat Petrus gerade weggeschickt, um mit dem Angelhaken fischen zu gehen und dann mit dem Stater die Tempelsteuern für sich und Jesus zu bezahlen. Dies dauert sicher länger als eine Stunde. Also haben die anderen Jünger dies wahrscheinlich in Abwesenheit vom "dominanten" Petrus gefragt. :-). Offensichtlich war deutlich spürbar, dass Jesus über die vorschnelle Antwort des Petrus nicht zufrieden war.

2 Verse 2-4: ] Und Jesus rief ein Kind herzu und stellte es in ihre Mitte  3] und er sagte: Wirklich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt, euch ändert und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen!

4] Deshalb, wer sich (seine Seele) demütigt wie dieses Kind,  der wird groß sein im Königreich der Himmel.

Dies ist ein sehr ernst zu nehmendes Wort von Jesus, und es zeigt, wieso viele das Reich der Himmel verpassen.

Wir müssen uns die Szene vorstellen: ein etwa 4-7 jähriges Kind wird in den Kreis der erwachsenen Jünger gestellt. Es hat kein Problem damit, zu glauben. Es denkt nicht, dass es zum Kreis der Erwachsenen gehört, sondern nimmt als selbstverständlich an, dass es von Vater und Mutter versorgt wird. Es mag sagen, wenn ich einmal groß bin. Es denkt nicht übermäßig groß von sich, es ist nicht bekümmert um die "Sorgen" und Probleme der Erwachsenen, es kümmert sich nicht um Ansehen, Rang, Namen oder Position in Politik und Gesellschaft. Es spielt nichts vor, lebt im jetzt und ist komplett authentisch. Es schämt sich nicht, Gefühle zu äussern. Es lacht, weint, schreit, hüpft vor Freude, springt umher, streitet, spielt wieder, alles authentisch. Selbst wenn ein Kind prahlt, ist dies ein gesundes prahlen, das andere anstachelt, auch zu prahlen.  Es denkt trotzdem nicht, dass es groß wie ein Erwachsener sei.  Paulus schreibt trefflich: Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn. Mein Papa ist der Beste! Meine Mama backt den besten Kuchen!

Im Kontext hat Petrus vorher in Kapitel 17,25 anstelle von Jesus geantwortet, in der Annahme, er sei kompetent genug, dies zu tun. Dabei hat er die Offenbarung vergessen, dass Jesus der Sohn Gottes ist (Mt 16,16), war sich nicht bewusst, das der Tempel das Haus des Vaters von Jesus war und Jesus sicher nicht Steuern für das Haus des Vaters bezahlen müsste als der Sohn. Und er hat den Befehl Gottes auf Jesus alleine zu hören, schon wieder vergessen (Mt 17,5).

Wenn wir ins Reich der Himmel hineingehen wollen, müssen wir alles ablegen, was wir denken zu Wissen über Gott, Religion, Glauben. Es muss uns wie bei einem Kind bewusst sein: Wir sind die Kinder, nicht die Erwachsenen, in diesem Haus, die Erwachsenen entscheiden.  Die "Erwachsenen" im Hause Gottes, im Reich der Himmel ist in erster Linie der Heilige Geist und das Schwert des Geistes: das Wort Gottes.  Und auch der Heilige Geist, der durch andere spricht, speziell einfache, die wie Kinder sind und eventuell von anderen verachtet werden. Erst in zweiter Linie reifere Gläubige, die geübt sind, sich vom Geist leiten zu lassen und das Wort Gottes als lebendiges, zweischneidiges Schwert kennen.

Die Passion Translation interpretiert diesen Vers 2 eindrücklich: "Lernt dies gut: Wenn ihr nicht eure Denkweise dramatisch verändert und belehrbar werdet wie ein kleines Kind und das Reich der Himmel mit dem weit geöffneten Staunen eines Kindes lernt, werdet ihr niemals hineinkommen können." "Learn this well: Unless you dramatically change your way of thinking and become teachable, and learn about heaven's Kingdom realm with the wide-eyed wonder of a child, you will never be able to enter in."

Die Geistesgaben, wie in 1. Korinther Kapitel 12 und 14 beschrieben, sind typische Gaben für Kinder des Königreiches der Himmel, und Gläubige, welche diese Gaben schätzen und ausüben, werden oft von anderen belächelt. Das ist genau das: in Zungen zu reden, geht an unserem Verstand vorbei und tönt für Aussenstehende seltsam. Kinder babbeln. So lernt man es auch am einfachsten. Einfach babbeln. Dann macht der Heilige Geist daraus eine Sprache. Und viele Christen werden falsch gegen diese Geistesgaben indoktriniert. Dies ist genau so ein Beispiel von gefährlicher Arroganz. Ich schreibe dies als jemand, der in Kreisen zum Glauben kam, wo diese Gaben ziemlich ignoriert wurden, zum Glück nicht gerade verteufelt. Und ich habe mich erst später viel mehr für das Ausüben speziell des persönlichen Zungenredens, geöffnet.  

Die Meinung, Geistesgaben sei etwas für unreife Christen und später nicht mehr nötig, ist nicht nur komplett falsch, sondern auch gefährlich und beleidigend für den Heiligen Geist.

Paulus, Andrew Wommack, David Hogan und Kevin Zadai sind vier Gottesmänner, die ich als sehr reife Christen betrachte, mit einem "track record" von aussergewöhnlichen Wundern durch den Heiigen Geist, wie mehrfache Totenauferweckungen, Heilungen, und fundierter Bibellehre. Diese vier Gottesmänner haben alle intensiv in Zungen geredet (oder reden immer noch) und betonen die Wichtigkeit davon. Paulus prahlt wie ein Kind: Ich rede mehr in Zungen als ihr alle.

Ich probiere die Aufforderung von Jesus, wie die Kinder zu werden, möglichst laut und praktisch in unser Herz zu schreien, mit diesem Kommentar, weil ich selber lange nur verschwommen verstand, was Jesus damit konkret und lebensverändernd gemeint hat.

Ich habe auch grok KI gefragt, mir eine Quintessenz davon zu geben, was Kinder anders haben und machen als Erwachsene:

Was macht ein Kind im Alter von 4–8 Jahren grundlegend anders als (die meisten) Erwachsene? Genau das ist die „Quintessenz“, die Jesus hier meint – und die auch ohne jeden religiösen Rahmen extrem kraftvoll ist. Ein Kind in dieser Phase verkörpert eine Haltung, die wir Erwachsene größtenteils verloren haben und die wir uns bewusst zurückholen sollten:

Radikale Demut ohne Ego-Show. Ein 4–8-Jähriges strebt nicht nach Status. Es fragt nicht „Bin ich der Größte?“ Es ist einfach da. Es muss sich nicht beweisen, nicht größer tun, als es ist. Es kennt noch keine Rangordnung im Sinne von Macht oder Ansehen. Das ist pure, natürliche Bescheidenheit – keine gespielte.

  1. 1.Vollständige Präsenz im Jetzt. 

    Kinder leben fast ausschließlich im Moment. Sie grübeln nicht stundenlang über gestern oder machen sich verrückt wegen übermorgen. Ein Spiel, ein Käfer, ein Lachen – das ist alles. Kein mentales Karussell. 

  2. 2.Offenes Staunen und Neugier ohne Vorurteile. 

    Die Welt ist für sie noch nicht „erklärt“ und langweilig. Alles ist neu, alles ist wunderbar. Sie stellen Fragen, ohne Angst, dumm zu wirken. Sie entdecken statt zu bewerten. 

  3. 3.Schnelles Verzeihen und Loslassen. 

    Ein Kind kann fünf Minuten später wieder mit dem spielen, mit dem es gerade gestritten hat. Es trägt keinen Groll mit sich herum. Es hat noch nicht gelernt, „Recht zu behalten“ auf Kosten der Beziehung. 

  4. 4.Natürliches Vertrauen und Annehmen von Hilfe. 

    Es weiß, dass es klein und abhängig ist – und das ist für es keine Schwäche, sondern Normalität. Es sucht Nähe, lässt sich trösten, lässt sich führen. Erwachsene tun oft so, als müssten sie alles allein stemmen. 

  5. 5.Emotionale Echtheit ohne Maske. 

    Freuen? Laut lachen. Traurig sein? Heulen. Begeistert sein? Hüpfen. Keine Coolness-Fassade. 

3 Bringe dich nicht selbst zu Fall:

Vers 8: Und wenn deine Hand oder dein Fuß dir zum Fallstrick wird, so haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist für dich besser, dass du in das Leben eintrittst als Lahmer oder Verkrüppelter, anstatt dass du zwei Hände und zwei Füße hast, und ins ewige Feuer geworfen wirst.

Im Kontext sagt Jesus wiederholt, ins Reich der Himmel eingehen. Hier sagt er in das Leben eingehen. Daran erkennen wir, dass dies quasi zwei austauschbare Begriffe sind. Das Reich Gottes ist das göttliche Leben, das ewige Leben. Gott wird seine Natur nicht ändern und unserer gefallenen Natur anpassen. Sondern wir müssen eine radikale Umkehr machen, Buße tun und von Neuem, von Gott geboren werden, um in das Reich Gottes kommen zu können. Nur was das göttliche Leben ist, ist im Reich Gottes. Sowie ja auch nur was Tiere sind und das tierische Leben haben, im Tierreich sind, und was Pflanzen sind und das pflanzliche Leben haben, im Pflanzenreich sind.

Deshalb ist die Selbstverleugnung so zentral wichtig, weil wir damit unser gefallenes menschliches Leben in den Tod geben, damit es durch das göttliche Leben ersetzt wird. Dieser Prozess der Umwandlung und Errettung unserer Seele ist vital wichtig. Die Seele lässt sich leicht durch Fallstricke, Stolpersteine, Anstöße, Versuchungen, Begierden, Lust und Sünden verstricken. Alles, was uns aus der Verbindung zum göttlichen Leben im Geist herausbringt, müssen wir abhacken. Jesus kann die Warnung nicht deutlicher machen.

4 Verse 8 & 9: Und wenn deine Hand oder dein Fuß dir zum Fallstrick wird, so haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist für dich besser, dass du in das Leben eintrittst als Lahmer oder Verkrüppelter, anstatt dass du zwei Hände und zwei Füße hast, und ins ewige Feuer fällst.

Und wenn dein Auge dich zu Fall bringt, so reiße es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, dass du in das Leben eintrittst mit einem Auge, anstatt dass du zwei Augen hast, und in die Hölle (Gehenna) des Feuers fällst.  (Mt 5,29).

Kapitel 18 handelt vom Umgang und der Lebensweise der Kinder des Königs. Von den äusseren Fallstricken durch die Welt und andere Menschen kommt Jesus jetzt auf unsere eigene Hand, eigenen Fuß und eigenes Auge, welche uns zum Fallstrick werden können. Wir können nicht mit anderen zur lebendigen Ekklesia aufgebaut werden, wenn wir chronisch durch unsere eigenen Körperbegierden zu Fall gebracht werden.

Die drastische Sprache von Jesus hier in Vers 8 und 9 ist eine semitische Ausdrucksweise. Es geht darum, um jeden Preis destruktive Gewohnheiten abzuhauen, nicht physikalisch die Glieder abzuhauen. Aber es ist eine sehr ernste Warnung. Es gibt kein Grund, erleichtert zu sein, dass es nicht um wirkliches Abhauen der Glieder geht. Im Gegenteil. Es ist meine Pflicht, herauszufinden, jeder für sich persönlich, was es bedeutet, nicht durch Gewohnheiten der Augen, Hände und Füße zu Fall zu kommen, und was ich unternehmen muss, um die üble Gewohnheit und Gewohnheitssünden abzuhauen.

Jesus hat gerade in Kapitel 15 gesagt: 18] Aber das, was aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen, 8 das ist es, was den Menschen verunreinigt. (Mt 12,34, Lukas 6,45).

19] Denn aus dem Herzen heraus kommen böse Gedanken (verdorbene Vorstellungen) wie: Ehebruch, Mord, Unzucht, 9 Diebstahl, falsches Zeugnis (Lüge) und Lästerung. 20] Diese Dinge verunreinigen einen Menschensohn.

Wenn wir fleischlich gesinnt sind, heisst dies, dass unser Fokus auf das Körperliche, das Sichtbare, die physikalischen Sinne gerichtet ist und wir unser Herz damit füttern.

Das Auge steht für Augenlust, Begierde, Eifersucht und Neid.

Anstoss durch Hände und Füße steht für Handlungen und Gewohnheiten, die wir damit machen und die uns aus dem Leben Gottes herausbringen. Hände können stehlen, schlagen, unmoralische Dinge tun. Heute braucht es nur ein paar Mausklicks oder Fingertipps, um auf unmoralischen Seiten der Augenlust zu frönen. Mit Füßen gehen wir an Orte, die verkehrt oder nichtig sind. Obwohl Sportveranstaltungen an und für sich nicht sündig sind - pass auf, dass du nicht das ewige Leben verpasst, wenn du regelmäßig an Sportveranstaltungen gehst und da deine Idole sind.

Um Süchte und Gewohnheitssünden wie Augenlust abzuhauen, müssen wir drastische Maßnahmen unternehmen, damit unser Herz nicht mehr mit diesen Impulsen gefüllt wird, sondern mit den Dingen Gottes und mit guten Dingen. Dazu gehören auch Dinge wie Internetseitenblocker, Accountability-Software. Hier macht aktiv einen gesunden Sport zu betreiben, auch Teamsport in Gesellschaft sogar sehr nützlichen Sinn, um die Leere mit etwas sinnvollerem zu Füllen. Zudem kannst du deine Teamkameraden evangelisieren. Auf Jesus4you.ch ist ein intensives über 200 seitiges 3x21 Tages Frei von Porno Sucht Programm, mit täglichen Protokollen und praktischen Übungen erhältlich, falls du es ernst meinst.  

Ich habe mich gefragt, wenn das bildlich verstanden werden soll, nicht physikalisch:  Denn es ist für dich besser, dass du in das Leben eintrittst als Lahmer oder Verkrüppelter, anstatt dass du zwei Hände und zwei Füße hast, und ins ewige Feuer fällst. Was bedeutet es dann praktisch, sinnblidlich ein Lahmer oder Verkrüppelter oder Einäugiger zu sein? Man sollte sich darüber Gedanken machen, denn das Wort von Jesus nützt uns nur etwas, wenn wir es im Leben praktisch anwenden und wissen, was es praktisch konkret bedeutet.

Gewohnheiten abzuschneiden und auszureissen kann bedeutet: du ergreifst so drastische Massnahmen, dass du nicht mehr in der Lage bist, deiner Seele alles zu gönnen, was das Fleisch möchte. Du kannst nicht TV oder andere Filme schauen, wo über Jesus oder den Glauben gespottet wird und Witze gemacht werden, ohne demonstrativ davon zu laufen, oder es erst gar nicht anzuschauen. Du wendest deinen Blick ab von unzüchtigen Bilder/Filmen an welchem Bildschirm auch immer oder auf welcher Plattform auch immer. Du verlässt Plattformen definitiv und deinstallierst Apps, welche dich mit unzüchtigen Dingen in Versuchung bringen. Du gehst täglich oder wöchentlich scharf mit dir ins Gericht, welchen Gedanken und unreinen Vorstellungen du öfters Raum gegeben hast. ...

Wenn unsere Seele ins Ewige Leben eingehen soll, das heisst in das Reich Gottes, muss sie hier auf Erden, in diesem deinem kurzen Leben, die Reinigung des Feuers erleben und Gewohnheitssünden abstreifen. Jetzt in diesem Leben wird die Seele geprägt für die Ewigkeit: Entweder mit Gottes Natur des göttlichen Lebens, oder mit Nichtigem und Sündigem zum Ewigen Feuer, der ewigen Reue. Die Trainingsphase dieses Lebens kann später nicht nachgeholt werden. 1.Kor. 3,15: Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.

Dies zeigt, dass die Seele zwar gerettet wird (durch den Glauben an Jesus und sein Erlösungswerk), aber Teile, die nicht umgewandelt wurden, werden verbrennen und fehlen in der Ewigkeit. Umgewandelte Seelen ist das kostbarste Gut im Himmel. Kevin Zadai sagt sogar, es sei die "Währung". Eine umgewandelte Seele in einem Herrlichkeitleib ist zu sein wie Jesus, es ist die höchste Belohnung und das Begehrenswerteste überhaupt, nebst Gott selbst, den man eben gerade als umgewandelte Seele in einem Neuen Herrlichkeitsleib am intensivsten,  wunderbarsten und in tiefster Weise erfährt. Die Braut des Lammes sind umgewandelte Seelen.

 

Vers 8: ...und ins ewige Feuer fällst. 9: ... und in die Hölle des Feuers fällst. Griechisch sagt: geworfen wirst, anstatt fällst. Das Aramäische zeigt, dass man selber reinfällt, weil man die Warnung nicht ernst genommen hat.

5 Vers 10: Passt auf, dass ihr nicht einen dieser Kleinen verachtet, denn Ich sage euch, dass ihre Engel allezeit das Angesicht Meines Vaters im Himmel sehen.

Dies ist ein ganz deutlicher Beleg, den Jesus uns hier gibt, dass die Kinder und alle Menschen Schutzengel haben. Was du einem Kind zugute tust, wird von den Engeln beim Himmlischen Vater berichtet. Was du einem kleinen unbedeutenden Glaubensgeschwister tust, wird ebenfalls berichtet. So kannst du echt die Aufmerksamkeit und Gunst des potentiell Allwissenden Vaters auf dich lenken. Aber auch Böses, das diesen Kleinen angetan wird, wird berichtet. Wehe denen. Wehe den Kinder Sex Traffikern (Pädophilen), den korrupten Richtern, Politikern und Regierungen, welche solches tolerieren und involviert sind. Wehe den satanistischen Kinder Ritual Mördern und brutalen Kinderquälern und Kannibalen! Es ist Zeit, als Ekklesia Gerechtigkeit zu fordern, jetzt und dieses Verbrechernetz zu zerschlagen.

 

Wörtlich steht: Meines Vaters in den Himmeln. Himmel ist fast immer in der Mehrzahl in den Evangelien. Aber weil es auf deutsch besser tönt, schreibe ich manchmal "im Himmel" anstatt "in den Himmeln".

6 Vers 11: Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, damit er dem Leben gibt, was verloren gegangen ist. (damit er das belebt, was verloren gegangen ist).

Der komplette Vers 11 fehlt in abgestumpften alten griechischen Manuskripten (vaticanus, sinaiticus), welche fälschlicherweise als wichtig erachtet werden.

Hier wird das typische Aramäische Wort für "Leben geben", "beleben", verwendet, das in Griechischen Manuskripten und auch anderen Übersetzungen nur mit "erretten" übersetzt wird. Leider übersetzen auch etliche auf dem Aramäischen basierenden englischen Übersetzungen mit "retten", anstatt "Leben geben".  Ein typischer Fall von "lost in translation" eines zentralen Aspektes des Evangeliums. Die Errettung ist organisch durch das Leben im Geist, das Jesus gibt.

Gerade in Vers 8 und 9 hat Jesus sehr deutlich gesagt: "in das Leben eingehen", als Beschreibung dessen, was es ist, in das Reich der Himmel einzugehen. Wir zeigen hier laufend, wie reichhaltig der Text im nahen Kontext betrachtet ist, und wie selbsterklärend. Und dies ist das Prinzip, wie der ANTD Text übersetzt wird. Es soll möglichst die Schönheit, Klarheit, Vollständigkeit, Reichhaltigkeit und Einfachheit des aramäischen Urtextes zum Ausdruck kommen, wie es typisch für einen Urtext ist, und nicht wie die Hunderte von Revisionen einer alten Übersetzung, mit vielen kleinen holprigen Stellen und verlorengegangenen Elementen.

1. Korinther 15,45 sagt, dass Jesus, der letzte Adam, durch die Auferstehung zum Geist wurde, der das Leben gibt.

Der Menschensohn ist gekommen,

damit er dem, was verloren gegangen ist,

Leben gibt!  Matthäus 18,11.

7 Vers 15:  Wenn aber dein Bruder ernsthaft gegen dich Unrecht getan hat (sich ernsthaft gegen dich versündigt hat), so geh hin und überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen.

Auch hier geht es darum, den Bruder zu gewinnen. Wofür? Für das Leben des Königreiches. Das Vorgehen in Versen 15-17 setzt voraus, dass du selber im Leben bist, aber dein Bruder nicht mehr, und weil er nicht mehr im Leben ist, sündigt er gegen dich in einer Art, welche einen gemeinsamen Aufbau verunmöglichen würde. Das Wort für Unrecht tun/ sündigen gegen ist verwandt mit dem Wort für "Anstoss geben" oder "zu Fall bringen" von Vers 6 und 7. Es handelt sich hier um   ernsthaftes Unrecht, welches weitere Gemeinschaft im Licht verunmöglicht. Es geht nicht einfach weg, indem man es "vergebend" einsteckt. Das verletzende Unrecht, das Sündigen gegen dich, hat diesen Bruder aus dem Leben heraus gebracht, oder weil er nicht mehr im göttlichen Leben war, handelt er so. Er muss zurückgewonnen werden.

8 Vers 16: Wenn er aber nicht auf dich hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin bestätigt werde.

Dies setzt voraus, dass auch die ein oder zwei, also alle drei (inklusive dir) im Lichte und im Leben sind. Es geht ja darum, den Bruder zu gewinnen zurück ins Leben Gottes.

9 Vers 17: Wenn er aber auch auf diese nicht hört, so sage es der Gemeinde (Versammlung)   Wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hört, so soll er für dich wie ein Steuereintreiber  und wie ein Heide sein.

In Matthäus 18,17 wird die Versammlung (Gemeinde, Ekklesia, Edta) zum letzten mal in den Evangelien erwähnt.

Hier handelt es sich um die lokale Gemeinde-versammlung am Ort. In Kapitel 16 sprach Jesus vom universalen Aspekt der Gemeinde als Ganzes, als der Leib des Christus, wie Paulus später offenbaren wird. Jesus spricht dann in Offenbarung 1-3 direkt zu 7 Ortsgemeinden, darunter zu Ephesus, das ein wichtiges  Missionszentrum von Paulus war. Zwischen Jesus und den verschiedenen Ortsgemeinden gibt es keine übergeordnete Instanz wie ein Verband, eine Landeskirche oder sogar eine Konfession. Austausch zwischen Ortsgemeinden geschieht durch normale reisende Geschwister, Apostel (Gesandte), Propheten und Lehrer die vom Heiligen Geist geführt und gesandt werden, nicht von Menschen.

10 Vers 17: Wenn er aber auch auf diese nicht hört, so sage es der Gemeinde (Versammlung)   Wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hört, so soll er für dich wie ein Steuereintreiber  und wie ein Heide sein.

Die lokale Gemeindeversammlung macht unter anderem Entscheidungen im Reich der Himmel über ernsthafte Probleme und Konflikte zwischen Glaubensgeschwistern. Dies setzt auch voraus, dass die Gemeindeversammlung im Lichte und Leben ist. Es geht hier konkret darum, jemanden, der nicht mehr im Leben ist und nicht aus dem Leben heraus handelt, zur Besinnung und Einsicht zu bringen, wieder ins Leben hinein zu bringen.

Die lokale Gemeindeversammlung (Ekklesia) soll die judikative, legislative und exekutive Vertretung, das Konsulat des Königreichs des Messias vor Ort sein, die direkte Repräsentation der Autorität Gottes auf Erden vor Ort, im und durch den Heiligen Geist.

In einer lauwarmen, sterbenden oder toten Versammlung können jedoch keine wirklichen Königreichs Angelegenheiten korrekt erledigt werden. Heute haben wir die Situation der Aufsplittung der Christen in tausende von verschiedenen "Kirchen", Denominationen und Gruppen. Es ist wegen diesen menschlichen Organisationen deshalb heute kaum mehr möglich, die Einheit des Leibes Christi lokal zu repräsentieren, ohne gleich eine erneute Spaltung zu machen. Das Prinzip der Vatikan Kirche und der meisten anderen Kirchen ist gegen das Prinzip des Reiches der Himmel und hat mit der wahren Ekklesia nichts zu tun, ausser dass darin echte Gläubige Glieder des Leibes Christi sind, "gefangen" in einer Organisation. Das Word Edta für Gemeinde/Versammlung wird auf griechisch korrekt mit Ekklesia übersetzt und beides bedeutet Ratsversammlung und nicht Kirche. Kirche kommt von Griechisch Kyriakon (krk),  Haus des Herrn, und kommt selbst im Griechischen Neuen Testament nie vor. Es ist ein alttestamentlicher Begriff, wo es noch den Steintempel, das Haus Gottes gab. Im NT gibt es keine Gotteshäuser aus Steinen mehr. Sondern wir, die Gläubigen sind das Haus Gottes, die lebendigen Steine, das heisst, Menschen, welche das Leben Gottes in sich aufgenommen haben und dadurch leben.

Jesus hat das Wuchern des Christentums in Formen, die direkt nichts mehr mit der Wirklichkeit des Reiches der Himmel zu tun haben, sondern von Menschen statt dem Heiligen Geist kontrollierte Organisationen sind, vorausgesehen und in Gleichnissen in Matthäus  13 prophezeit. (Siehe auch Fussnoten zu Kapitel 13). Es war absehbar, dass die lokale Gemeinde in den meisten Fällen durch Spaltung und Organisation unwirksam gemacht würde.

Deshalb fährt Jesus hier noch weiter; in den Versen 18-20 gibt der die Schlüssel des Reiches in die Hände der zwei oder drei, welche in seinem Namen versammelt sind, das heisst, sie sind im Licht und Leben.

Ich gehe im Buch: "satans grösster Alptraum: Ekklesia, die Exekutiv Versammlung des Messias Königs Jesus," näher darauf ein, wie man sich heute angesichts dieser Situation als lokale Versammlung und Hausversammlung treffen kann, ohne die nächste Spaltung zu verursachen und wie man so die Schlüssel des Reiches der Himmel durch gemeinsames Gebet betätigt. Siehe auch nachfolgende Verse 18-20.

Dass der uneinsichtige Bruder wie ein Zöllner oder Heide betrachtet wird, heisst nicht, dass er definitiv exkommuniziert oder abgeschrieben wurde. Sondern, er muss, wenn möglich und wenn er es zulässt, wie ein Zöllner und Heide aus seinem sündigen Leben in der Finsternis zurückgewonnen werden in das Leben und die Gemeinschaft der Heiligen im Licht. Und Jesus sagt, er gelte dir (Bruder, den er verletzt hat) wie ein Zöllner und Heide, Jesus sagt nicht, er gelte euch allen wie ein Zöllner und Heide. Der Bruder, dem dieses Unrecht geschieht, muss nicht eine gespielte Einigkeit oder Gemeinschaft im Geist mit dem Problemverursacher aufrecht erhalten, nachdem dieser in dieser Sache nicht auf die Gemeinde hören will. Andere haben aber vielleicht noch die Möglichkeit, um mit ihm Gemeinschaft im Leben zu probieren.

Dies kommt uns heute alles oft so fremd und nicht praktikabel vor, weil unser eigener Zustand und der Zustand der christlichen Versammlungen erbärmlich weit davon entfernt ist, in der Gemeinschaft des Lebens und Lichtes, der Ersten Liebe zum Herrn Jesus und der Wirklichkeit und Vollmacht des Reiches der Himmel und dem Feuer und der Gegenwart des Heiligen Geistes zu leben.

11 Vers 18: Und ich sage euch, alles was auch immer ihr bindet auf Erden wird auch im Himmel gebunden sein, und alles was ihr löst auf der Erde, wird auch im Himmel gelöst sein. (Matthäus 16,19)

Jesus wiederholt die Worte die er in Mt. 16,19 bei der Übergabe der Schlüssel des Reiches der Himmel an Petrus gesprochen hat. Damit übergibt er die Schlüssel an die anwesenden Jünger, an die Versammlung. Schon im vorigen Vers hat er die Ekklesia in Ausübung der Vollmacht des Lösens und Bindens bezüglich eines Bruders geschildert.

Die Betätigung dieses Schlüssels ist zentral wichtig, um das Reich der Himmel auf Erden auszubreiten und die Mächte der Finsternis unter den Schemel der Füße von Jesus zu bringen.

12 Vers 19: Und wiederum sage Ich euch, dass wenn zwei von euch auf der Erde sich als würdig erweisen und  übereinstimmen über irgendeine Sache, welche sie fordern werden, wird es ihnen gemacht von der Gegenwart Meines Vaters, der im Himmel ist.

Was für eine wunderbare Verheissung. Dies ist die dezentrale Ausweitung der Verwendung der Schlüssel des Reiches der Himmel auf eine Mini-Versammlung, Hausversammlung, Mini-"Ekklesia" mit zwei oder drei Glaubensgeschwistern.

Mit "wiederum" zeigt Jesus, dass diese Vollmacht zum Lösen und Binden, die er gerade den Jüngern zusprach, nochmals weitergegeben wird an alle, die sich in seinem Namen versammeln, und sich als würdig erweisen und übereinstimmen. Das aramäische Wort, welches meistens mit übereinstimmen übersetzt wird, hat ganz klar die wichtige Hauptbedeutung von sich als würdig erweisen, nebst dem übereinstimmen. Dies bestätigt auch Lamsa in seiner Übersetzung und Kommentar. Und es macht auch Sinn, dass im Zusammenhang mit der Übergabe der Schlüssel des Reiches der Himmel in die Hände von zwei oder drei, welche sich in Namen Jesus versammeln, dass es sich da um solche handelt, die sich als würdig erweisen und so übereinstimmen. Wir haben gerade erklärt, dass lokale Versammlungen oft durch Lauheit, Sünde, Spaltungen, geistlichen tot sind und durch menschliche Kontrolle und Organisationen unwirksam, unfähig gemacht werden oder überhaupt nicht mehr vorhanden sind.

Die Schlüssel funktionieren nur in würdigen Händen.

Wo die Gegenwart des Heiligen Geistes spürbar ist, und die Natur und das Wesen des Göttlichen Lebens zum Ausdruck kommt in einem Geist der Liebe und der Kraft und der Herrlichkeit, da kann man von würdig (für Gott) sprechen.

Es geht ja darum, dass diejenigen auf der Erde, die sich Versammeln, in Übereinstimmung kommen mit dem Willen Gottes, und alles was sie so würdig übereinstimmen, geschieht, weil der Schlüssel im Himmel schon betätigt wurde, und jetzt endlich auch durch würdige Leute auf der Erde betätigt wird. Das Reich Gottes funktioniert mit einem "Doppelschlüssel" System, oder mit "zwei Unterschriften". Ein Schlüssel ist im Himmel in der Hand von Jesus und des Vaters, und der andere auf der Erde, in den Händen der Zwei oder Drei und der Ekklesia, welche in die Gegenwart von Jesus versammelt sind, voll des Heiligen Geistes. Sobald beide Schlüssel betätigt sind, und es hier im Glauben ausgesprochen wird, geschiehts. Das ist die Vollmacht der Gläubigen und der Ekklesia.

13 Vers 20: Denn wo zwei oder drei versammelt sind

in Meinem Namen, da bin Ich mitten unter ihnen.

Wir haben bereits in Kapitel 16 beschrieben, was die wirkliche Edta, Ekklesia ist:

Die Ratsversammlung in die Gegenwart

des Messias Königs Jesus.

Wo der König ist, da ist auch das Königreich.

Im Namen von Jesus bedeutet auch, in seinem Leben.

Realübung: Triff dich mit ein oder zwei anderen feurigen Glaubensgeschwistern in die Gegenwart Jesus und am besten, redet ihr nur in Zungen und sagt: Jesus, da du Gegenwärtig bist, wir haben nichts zu sagen, rede Du, wir wollen hören. Nur in Zungenreden bis eindeutige Offenbarungen oder Eingebungen kommen, falls überhaupt welche bewusst werden. Und dann konkrete Dekrete sprechen, wie Heilung, Böse Agenda's stoppen, etc. Dies so 1-3 mal pro Woche, im Bewusstsein, so eine Mini-Ekklesia zu sein, welche das Potential hat, die Schlüssel des Reiches zu gebrauchen.

14 Vers 21: Dann kam Kepha zu Ihm und sagte: Mein Herr, wie oft muss ich vergeben, wenn mein Bruder ernsthaft gegen mich sündigt? (wenn mein Bruder mir immer wieder Unrecht tut)?  Soll ich bis zu siebenmal vergeben?

Petrus war mittlerweile längst zurück von seinem Angel  Trip und hat die Rede von Jesus über den verletzenden Bruder mitbekommen.

"Ernsthaft sündigen gegen": Gleiches Wort wie in Vers 15. Im aramäischen Text steht in Vers 15 das Perfekt (abgeschlossene Handlung: ‚hat gesündigt‘), in Vers 21 hingegen das Imperfekt (unvollendete / wiederholte Handlung). Deshalb wird in Vers 15 das Perfekt und in Vers 21 das Präsens verwendet, um diesen feinen, aber wichtigen Unterschied auch im Deutschen sichtbar zu machen.

Das Wort selbst (ܣܟܠ – Wurzel skl im Aphel-Stamm) ist identisch: „zum Straucheln bringen“, „ein Ärgernis bereiten“, „sich vergehen an“, „verletzen / beleidigen / fehlen gegen jemanden / Unrecht antun“.

 

Der grammatikalische Unterschied ist bewusst:

Vers 15 (Perfekt): „Wenn dein Bruder gesündigt / sich vergangen hat gegen dich…“ . Es geht um eine konkrete, bereits geschehene Verletzung. Deshalb der klare Prozess: hingehen, unter vier Augen ansprechen, etc.

Vers 21 (Imperfekt): „Wie oft soll ich vergeben, wenn mein Bruder sündigen / sich vergehen wird gegen mich…?“

Petrus denkt an wiederholte und auch zukünftige Fälle. Er fragt nach einer Grenze für immer wiederkehrende Verletzungen.

Das Imperfekt drückt hier die Wiederholung und die Offenheit in die Zukunft aus – genau das, was Petrus mit seiner Frage „bis siebenmal?“ meint.

 

Die Griechischen Texte schreiben nur Herr, anstatt Mein Herr, und übersetzen einen Teil falsch und holprig mit:

Wie oft muss mein Bruder gegen mich sündigen und ich muss ihm vergeben?Anstatt "Wie oft muss ich vergeben, wenn...". Dies ist so unsinnig, dass die meisten Deutschen und Englischen Übersetzungen plötzlich doch auf die Aramäische Vorlage kommen. Es kommt mir so vor: "Wir übersetzen auf Grundlage des Griechischen, aber wenn es zu holprig wird, erlauben wir uns einen Blick auf das Aramäische." Umgekehrt ist das eigentlich nie nötig. Ich musste bisher nie einen Blick auf das Griechische werfen, um mit einer Stelle klar zu kommen. Peshitta bedeutet: Die Klare, Reine.

Aber das Griechische kann nützlich sein, als Pionier-Übersetzung aus erster Zeit und erster Hand, wie etwas zu verstehen ist.

Dieser Vers ist ein sehr deutlicher Hinweis mehr, dass das Aramäische der Urtext ist, wie sollte es auch anders sein, wenn diese Reden ja auf Aramäisch gehalten wurden und Jesus, Kepha und Matthäus Aramäische Muttersprachler waren.

Es geht mir keineswegs darum, die Griechischen Manuskripte herunterzumachen. Sie sind von enormem Wert und Wichtigkeit und exzellente Übersetzungen. Es geht mir aber darum, der sturen, arroganten Haltung und Meinung, dass das Griechische der Urtext der Evangelien und des Neuen Testaments sei, und nicht das Aramäische, mit laufenden Fakten und Evidenz die Grundlage definitiv zu entziehen. Bedeutende Vertreter der Griechischen Vorrangstellung (primacy) begingen einen regelrechten sprachlichen Völkermord am Aramäischen. Das Griechische kann stolz darauf sein, dass sie als erste den heutigen vollständigen Kanon des Neuen Testaments mit allen 27 Büchern gebildet hatten. Die Peshitta hat 2. Petrus, 2. & 3. Brief des Johannes, Judasbrief und Offenbarung erst später zum Kanon gezählt, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht vorhanden waren. Die Offenbarung wäre im Aramäischen Original fast verloren gegangen. Die Griechische Offenbarung ist grammatikalisch voller Fehler und nicht das, was man von einem Urtext erwartet, wo sogar Jesus in Persona spricht, speziell in Kapitel 1-3.

15 Vers 22: Und Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht sieben mal, sondern siebzig mal sieben hoch sieben mal.

(70x7)7 = 6.782230728x1018  = 6,78 Quadrillionen mal, d.h. unendlich oft.

Oder 70x 77 = 57.6 Millionen, was in etwa der Grössenordnung der in Vers 24 erwähnten 10000 Talente ist.

Wörtlich steht: siebzig mal sieben sieben, deshalb die Potenz.

Jesus macht hier klar, dass wir nie "lästige" Brüder loswerden können, sondern konstant in einer Haltung leben sollen, allen alles immer und immer wieder zu vergeben. Denn uns vergibt Gott weit mehr, wie Jesus im folgenden Gleichnis illustriert.

16 Vers 24: Und als er begann, einzukassieren, da brachten sie ihm einen, der 10'000 Talente schuldete.

1 Talent Griechisch  (aramäisch Kakra) ist die Grösste Gewichtseineit und entspricht 34,3 Kg.  Nur Matthäus, der Steuereintreiber, der sich natürlich sehr gut mit dem Finanzsystem auskannte, verwendet das aramäische Wort Kakra/Kakar für Talent.

10000 Talente entspricht ca. 8575 Tagesverdiensten.

1 Shekel 1 Stater

1 Stater / Shekel = 4 Drachmen.

1 Denar = 1 Tagesverdienst (Mt. 20,2).

1 Denar 1,3 Drachmen

1 Denar 1,3/4 0,325 Shekel.

1 Shekel = 12 Gramm

1 Denar, Tagesverdienst in Gramm: 12 * 0,325 4g

1 Talent = 34,3 Kg Silber  =» 34,3kg/0.004kg=8575.

1 Talent entspricht ca. 8575 Tagesverdiensten, eine extrem grosse Zahl, die in etwa mindestens 10 Millionen USD (April 2026) bei geringem Tagesverdienst gerechnet (etwas über 100$ pro Tag) entspricht.

1 Talent allein wären über 20 Jahre Arbeitsverdienst.
10000 Talent entpricht ca. 85 Millionen Arbeitagen, oder 200'000 Jahren, über 100 Milliarden US Dollar. Heute verwalten nur die rare Spezies von Hedgefunds Managern solche Summen.

Er müsste so was wie ein Finanzverwalter gewesen sein, der sich grosszügig bedient (geliehen) hat und es offensichtlich verspekuliert oder verschwendet hat. Dass er noch erklärt, er probiere es zurück zu bezahlen ist kühn, anstatt sich bankrott zu erklären und um Barmherzigkeit zu bitten.

Der Herr Jesus deutet hier an, dass unsere Schuld bei Ihm als König menschlich unbezahlbar ist. Wir sind total bankrott vor ihm, völlig auf seine Gnade und Barmherzigkeit angewiesen.

Matthäus selber hat bei seiner Berufung/Bekehrung den Menschen, die er betrogen hatte, 4-fach zurückerstattet. Aber bei Gott reichen unsere Bemühungen nicht, und wir benötigen sowohl das Blut von Jesus als auch die Barmherzigkeit des Vaters, während wir selber allen alles vergeben und Früchte unserer Umkehr bringen.

Biblische Maße Tabelle: https://www.csv-bibel.de/infos/tabellen

17 Vers 28: Und dieser Diener ging hinaus und fand einen seiner  Dienstkollegen, welche ihm einhundert Dinare  schuldete, und er packte ihn und würgte ihn und sagte zu ihm: "Gib mir zurück, was du mir schuldest!"

100 Dinare sind ca. 100 Tagesverdienste, also auch keine Lappalie. Aber realistisch bezahlbar in einer Frist von ca. 1-3 Jahren. Es ist ein winziger Bruchteil der 10000 Talente, die ihm gerade erlassen wurden.

18 Vers 28: ... "Gib mir zurück, was du mir schuldest!"

Die frühen Griechischen Übersetzungen schreiben: "Bezahle mir, wenn (ει) du mir was schuldest," was hier kein Sinn macht, nur der Textus Receptus hat es offensichtlich berichtigt, bzw. exakter vom aramäischen Original übersetzt.

Eigentlich hat bisher jede kleine Abweichung für den aramäischen Urtext gesprochen. Ich erwarte längst nichts mehr anderes. Es ist ein schönes Erlebnis, im Urtext zu übersetzen, vergleichbar wie das hebräische Alte Testament übersetzen. So ein Empfinden, im Reichtum des Originals zu wühlen, kam nie richtig auf, als ich früher aus dem Griechischen übersetzte. Nur im hebräischen AT und aramäischen NT.

19 Vers 34: Und sein Herr war wütend, und er überlieferte ihn den Auspeitschern (Folterknechten), bis er alles zurückbezahlt hätte, was er ihm schuldete.

Offensichtlich konnte man durch Auspeitschen (Foltern) verstecktes Vermögen ausfindig machen. Wehe, wenn der Vater im Himmel die versteckten Dinge unseres Herzens anfängt anzurechnen, welche die Gnade & Barmherzigkeit im Blut von Jesus pauschal bedeckt hatte. So wird in gleicherweise auch Mein Vater, der im Himmel ist, mit euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von eurem Herzen seine Übertretungen und Unrechten Taten vergebt.

20 Vers 35: So wird in gleicherweise auch Mein Vater, der im Himmel ist, mit euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von eurem Herzen seine Übertretungen und Unrechten Taten vergebt.

Jesus hat mit kaum zu überbietender Schärfe und Deutlichkeit den Hauptteil des Kapitels 18 damit verwendet, um uns die Wichtigkeit des Vergebens klarzumachen. Es geht ja in Kapitel 18 darum, wie sich die Kinder im Königreich untereinander und gegenüber anderen verhalten sollen und welche Herzenshaltung sie haben sollen.

Das Anderen-Vergeben ist eine Sache, die man nicht künstlich machen kann, es muss echt sein, von Herzen.

Oberflächlichkeit und Heuchelei und Tun-Als-Ob sind nicht kompatibel mit der Heiligkeit und Reinheit des göttlichen Lebens, des Reiches der Himmel.

Dieses Kapitel sorgfältig mit Gebet und Nachsinnen lesen und verstehen, kann uns helfen, anderen von Herzen vergeben zu können. Fast jeder hat in seinem Leben schwierige Leute, Freunde, Kollegen, Verwandte, Familienangehörige, Ehepartner, Ex, und Glaubens-geschwister, die es einem nicht leicht machen, von Herzen zu vergeben.

Sinne tief darüber nach, wie viele hunderte von Malen dir der Herr Jesus täglich vergeben muss und vergibt, jedes unnütze Wort. Tue jeden Abend eine Bilanz machen und frage den Herrn Jesus, dir zu zeigen, was du falsch gemacht und gesagt hast.  Tue darüber Buße und bitte um Vergebung. Sogar die Art und Weise, wie wir mit Haustieren umgehen, kann böse sein oder nicht dem Leben Gottes entsprechen.

Wir sollen Gott von ganzem Herzen lieben, nicht mit geteiltem Herzen. Wie steht es mit deinem Herz, deinen Motiven, deinen Vorlieben?

Je mehr Licht du über deine eigene Sündhaftigkeit, Doppelherzigkeit und täglichen Fehler hast, und dafür in einer beständigen Haltung der Buße bist, desto leichter fällt es dir, den anderen von Herzen zu vergeben mit einem langmütigen Geist und viel Geduld.

Petrus hat die Lektion des Vergebens gelernt:

Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe; denn »Liebe deckt der Sünden Menge zu« 1.Petrus 4,8.

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In eigener Sache: Die Übersetzung des Neuen Testaments mit den ausführlichen Erklärungen ist sehr zeitaufwändig und wäre eigentlich ein Vollzeit-Job.

Aus existentiellen Gründen muss ich hier leider eine Pause einlegen. Für grosszügige Spenden wäre ich sehr dankbar, damit ich mich wieder mehr diesem Werk widmen kann. Wenn du Gottes Wort liebst, kannst du dich beim Lesen selber davon überzeugen, wie wichtig das Herausgeben dieses Neuen Testamentes ist. Vieles vom Wort Gottes wird buchstäblich historisch das erste mal auf deutsch veröffentlicht. Es ist dann frustrierend, zu sehen, dass es nur von einer kleinen Handvoll heruntergeladen wird. Hilf mit es zu verbreiten. Empfehle es deinem Hauskreis.

Für ein Kapitel benötige ich ca. 4-8 Tage. Dazu kommt noch,  alles auf jesus4you.ch in PDF Format verfügbar zu machen und gelegentliche Videos, um zu versuchen, den Rayon zu erweitern. Leider werde ich auf youtube wegen covid und regierungskritischen Aussagen abgeklemmt (shadow banned), so dass es schwierig ist, das Werk über Videos bekannter zu machen. Likes, weiter verlinken und Kommentare sind willkommen.

Du kannst mich auch unterstützen indem du auf Pulsar.li  einkaufst. Gesundheitsprodukte, Survival und Tools wie diese sehr beliebten, praktischen Handyständer, Handarbeit aus Holzresten. Teils mit Bibelversen. Danke.