Matthäus 17
Aramäisch NT Deutsch
Transformation am Berg Hermon
Göttliche Falle
für die Mächte der Finsternis
Butterfly Nebula by God the Creator
Matthäus 17: Dieses Kapitel ist Teil der
ANTD Studienbibel
mit Fußnoten im Handyformat.
Aramäisch Peshitta Neues Testament Deutsch , ANTD,
übersetzt auf Grundlage des aramäischen Urtextes,
der Sprache von Jesus und seinen Jüngern und Aposteln.
Dank teilweise erweitertem (amplifiziertem) Text, den vielen wertvollen erklärenden Fußnoten, Kommentaren und Parallelstellen ist dieses Neue Testament gut als schlichte, klare unkomplizierte lebendige, geistbetonte Studienbibel geeignet. Die Kommentare enthalten öfters lebendige Hingabegebete. Das Format ist optimiert für Smartphones und für text-to-speech Vorleseprogramme.
Version 2604
© Copyright Lucien Jamin 2025-2042
Darf nur unverändert und mit Quellenangabe nur vollständig mit Vorwort, Fußnoten und Nachwort, für nicht kommerzielle Zwecke, z.B. für Hauskreis Bibelstudium kopiert werden. Der Bibeltext und Kommentare dürfen mit Quellenangabe ANTD für Predigten aller Art verwendet und zitiert werden.
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Grün markiert einige der kleinen Abweichungen der Griechischen Übersetzungs-Manuskripte zum Aramäischen Urtext der Peshitta.
Matthäus 17
Die Transformation von Jesus
Verse 1-8: Markus 9,1-8; Lukas 9,27-36; 2.Petrus 1,16-18.
Der Letzte Vers von Kapitel 16 gehört direkt zu den folgenden Versen in Kapitel 17. Alle 3 synoptischen Evangelien berichten unmittelbar nach dieser Aussage über die Umwandlung von Jesus.
Matthäus 17:
4] Und Kepha antwortete und sagte zu Jesus: Mein Herr, es ist schön und gut für uns, dass wir hier bleiben. Wenn Du willst, bauen wir hier drei Hütten. Eine für Dich, eine für Mose und eine für Elia.
6] Und als die Jünger dies hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr.
7] Und Jesus kam nahe zu ihnen und berührte sie und sagte: Steht auf, fürchtet euch nicht!
9] Und als sie vom Berg herunterstiegen, befahl Jesus ihnen und sagte zu ihnen: Erzählt diese Vision nicht in der Gegenwart eines anderen Menschen, bis dass der Sohn des Menschen von den Toten auferstanden ist.
13] Da verstanden die Jünger, dass Er zu ihnen über Johannes den Täufer gesprochen hatte.
Der König Messias kommt mit seiner Braut (Gemeinde) vom Hermon via Galiläa nach Jerusalem, um durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung die Macht des Todes zu brechen.
14] Und als sie zur Menschenmenge kamen, näherte sich Ihm ein Mann und fiel auf seine Knie.
16] Und ich brachte ihn zu Deinen Jüngern, aber sie konnten ihn nicht heilen.
17] Jesus antwortete und sagte: Oh, du verkehrte und ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch mit euch sein? Und wie lange muss ich euch ertragen?
Bring ihn hierher zu Mir!
18] Und Jesus stauchte den Dämon heftig zusammen, und er fuhr aus vom Jungen. Und von dieser Stunde an war der Knabe gesund.
22] Und als sie via Galiläa zurückkehrten, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird vorbereitet, in die Hände der Menschen ausgeliefert (verraten) zu werden.
[Ein Zuza (griech. Drachme) ist 1/4 Schekel, und 2 Zuzi = ein halber Schekel. Dies war die Tempelsteuer der Juden. Exodus 30,13-16.]
25] Und er antwortete ihnen: Doch.
Und als Kepha ins Haus eintrat, kam ihm Jesus zuvor und fragte ihn: Wie scheint es dir, Shimon? Die Könige der Erde, von wem nehmen sie Zölle und Kopfsteuern? Von ihren Kindern oder von Fremden?
27] Aber damit sie nicht Anstoss nehmen, gehe zum See und wirf einen Fisch-Haken, und beim ersten Fisch, der hochkommt, öffne seinen Mund und du wirst einen Stater finden: Nimm den und gib ihn für Mich und für dich. [1 Stater = 1 Schekel. Genau richtig für 2 Kopfsteuern].
1 Vers 28 (von Kap. 16): Wirklich (Amen), ich sage euch: es sind einige, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bevor sie den Sohn des Menschen sehen werden, der in Seinem Königreich kommt.
Im Markusevangelium ist dies Vers eins am Anfang von Kapitel 9, um es deutlicher zumachen, dass die gleich nachfolgende Transformation von Jesus die Erfüllung dieser Prophezeiung ist. Es wird uns eigentlich leicht gemacht, dies so zu verstehen.
Markus schreibt: 9,1] Und Er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch, dass hier einige stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Königreich der Himmel kommen sehen in Kraft.
Kombiniert haben wir also:
Einige werden bald den Menschensohn sehen, der in seinem Königreich kommt, sie sehen, dass das Königreich der Himmel in Kraft kommt.
2 Verse 1-13: Und nach sechs Tagen nahm Jesus Kepha, Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und Er stieg mit ihnen alleine auf einen hohen Berg [im Gebirge Hermon].
Sechs Tage nach der Offenbarung des Messias, der Ekklesia und des Kreuzes, steigt Jesus mit seinen vertrautesten Jüngern Kephas, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dies kann nur irgendwo auf dem Gebirge des Hermon sein. Jesus hielt sich in den Dörfern um Cäsarea Philippi auf. Nach der Verklärung dauerte der Abstieg solange, dass sie erst am nächsten Tag unten ankamen. (Luk. 9,37). Dies ist plausibel für den hohen Gebirgszug vom Hermon.
Wie ich in den Kommentaren zu Kapitel 16 ausführlich geschildert habe, ist der Hermon ein heiliger Berg, was auch Petrus bestätigt. Er schildert eindrücklich dieses Ereignis in seinem späten zweiten Brief:
2. Petrus 1,16-18: 16] Denn wir haben euch die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus bekannt gemacht. Denn wir waren Augenzeugen seiner Majestät (Herrlichkeit). 17] Denn danach erhielt er Ehre und Herrlichkeit von Gott dem Vater, als die Stimme über Ihn kam, welche wie von der Herrlichkeit war, prächtig in ihrer Stärke: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe". 18] Und auch wir hörten diese Stimme vom Himmel, die zu Ihm kam, als wir auf dem Heiligen Berge waren. (ANTD)
Petrus erklärt hier, besonders in den Versen 16 und 17, dass das Ereignis der Transformation von Jesus auf dem Hermon die Erfüllung von Matthäus 16,28 war: Das Kommen von Jesus dem Messias in seiner Kraft und Majestät.
Was passiert hier eigentlich genau bei der Transformation von Jesus?
Um Jesus in seiner Verklärung und Majestät zu sehen, und zu verstehen, was hier gerade passiert, müssen wir nicht nur im engen Kreis von Jesus sein, sondern auch auf einen hohen Berg steigen, weit über allen irdischen Dingen und Gedanken.
Jesus konnte nur den engsten Kern seiner Jünger mitnehmen, die anderen hätten die Herrlichkeit kaum ausgehalten. Jesus, Kephas, Jakobus und Johannes repräsentieren hier bereits die kommende Ekklesia.
Der Berg Hermon versinnbildlicht die oberste Gewalt auf der Erde.
Jesus wird verklärt, umgewandelt, transformiert. Griechisch verwendet Metamorphose. Das Aramäische Wort deutet eine Ablösung an, ein Wort das für Thronfolge verwendet wird. Der Menschensohn Jesus wird umgewandelt und erscheint in seiner Herrlichkeit, als Messias König in Majestät und Macht.
Deshalb ist die Transformation des Gesalbten
die Inthronisation von Jesus in seinem Reich.
Es erscheinen die zwei menschlichen Repräsentanten des Alten Testaments, des Gesetzes und der Propheten: Mose und Elia. Jesus, Mose und Elia besprechen den Tod des Messias Jesus in Jerusalem, aber in Codeworten. Sie verwenden "Abreise" anstelle von Tod.
Lukas 9,30.31: Und siehe, zwei Männer sprachen mit Ihm; es waren Mose und Elia, und sie erschienen in Herrlichkeit. Nun, sie sprachen über seine "Abreise" (Tod), welche vorbereitet wurde, um in Jerusalem erfüllt zu werden.
Der transformierte Jesus, Mose und Elia, welche nach Lukas 9,31 auch in Herrlichkeit waren, repräsentieren das Reich der Himmel auf Erden und besprechen gerade, auf welche Weise dieses Reich des Messias sich etablieren wird.
Diese drei Menschen bilden den höchsten Rat auf Erden auf dem heiligen Berg der Macht auf Erden.
Petrus, Jakobus und Johannes sind Zeugen der Machtablösung. Mose und Elia verschwinden in der Wolke der Herrlichkeit, und die 3 Jünger sehen nur noch Jesus, und der Vater sagt: Dies ist mein geliebter Sohn an dem ich Wohlgefallen habe. Auf Ihn (alleine) sollt ihr hören. Der Vater legt die oberste Autorität und Macht des Reiches Gottes, welche bisher auf dem Gesetz und den Propheten beruhten, auf Jesus alleine.
Bei der Versuchung in Mt 4,8 führte satan Jesus auf einen sehr hohen Berg. Vermutlich auf den Hermon.
Die Umwandlung von Jesus auf diesem Heiligen Berg, welcher von satan, dämonen und gefallenen Engeln besetzt war, muss eine gewaltige Schockwelle im Reich der Finsternis verursacht haben. Geistliche Ereignisse wie eine Transformation bleiben in der geistlichen Welt nicht verborgen.
Für ein paar Minuten erscheint König Messias Jesus in seiner vollen Pracht und Macht und Herrlichkeit am heiligen Berge der Macht.
Dies war eine Provokation.
Jesus, Mose und Elia haben den Weltbeherrschern der Finsternis einen Köder gelegt.
Die Mächte der Finsternis mussten diesen Rivalen der Macht auf Erden, Jesus, umbringen. Von jetzt an war die Zentrale des Reiches der Finsternis aktiv daran, die Ermordung von Jesus durch Menschenhand zu organisieren.
Geblendet von Bosheit, erkennen die Herrscher dieser Weltzeit nicht die göttliche Falle.
Paulus beschreibt dies in 1. Korinther 2,7-9:
7 Sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, 8 die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt —, 9 sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. 10 Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; (Schlachter).
Ab jetzt geht Jesus im Matthäusevangelium gezielt Richtung Jerusalem, damit die göttliche Weisheit des Reiches der Himmel durch das Kreuz ausgeführt wird.
Wir dürfen nicht vergessen, wie gross der Preis des Leidens für Jesus selber gewesen ist. Danke Jesus.
Wenn du die Wirklichkeit des Reiches der Himmel erfahren willst, dann halte Ausschau nach der Herrlichkeit (Glory). Das Reich des Messias macht sich durch die Herrlichkeit bemerkbar, wo der Heilige Geist die Atmosphäre beherrscht, nicht durch irdische Macht!
3 Vers 2: Und Jesus wurde vor ihnen umgewandelt und Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne. Und Seine Kleider wurden weiß wie Licht. (Offb. 1.10-18, Mk 9,3).
Markus schreibt die Kleider wurden weiß wie Schnee, was gut zur schneebedeckten Kappe des Hermon passt, aber "so weiß, wie kein Mensch weiß machen kann."
Viele Jahrzehnte später erscheint Jesus dem gleichen Johannes auf Patmos wieder in seiner Herrlichkeit, diesmal in seiner verewigten Herrlichkeit nach der Auferstehung. Auch hier leuchtet sein Gesicht wie die Sonne. Und Johannes fällt zu seinen Füßen wie tot, so gewaltig ist der Anblick von Jesus in seiner Macht.
Johannes sieht zuerst die 7 Leuchter, die 7 örtlichen Versammlungen (Ekklesias), und inmitten dieser 7 Leuchter den Menschensohn in Herrlichkeit. Dies ist ein Hinweis darauf, auf welche Weise das Königreich der Himmel, das Reich des Messias in diesem Zeitalter etabliert wird: durch die lokalen Rats-Versammlungen.
Offenbarung 1,10-18: Ich war an des Herrn Tag im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune,
11 die sprach: Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende es den sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea!
12 Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter, 13 und inmitten der Leuchter ⟨einen⟩, gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewand, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel, 14 sein Haupt aber und die Haare ⟨waren⟩ weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, 15 und seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser, 16 und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht ⟨war⟩, wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.
17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades. (Elberfelder).
4 Vers 3: Und Mose und Elia erschienen ihnen, und sie sprachen mit Ihm.
Worüber Mose und Elia mit Jesus sprachen steht in Lukas 9,30.31: Und siehe, zwei Männer sprachen mit Ihm; es waren Mose und Elia, und sie erschienen in Herrlichkeit. Nun, sie sprachen über seine "Abreise" (Tod), welche vorbereitet wurde, um in Jerusalem erfüllt zu werden.
Siehe ausführliche Fußnote zu Vers eins.
5 Vers 5: Und als er sprach, siehe, da überschattete sie eine helle Wolke und eine Stimme kam aus der Wolke und sagte: Dies ist mein geliebter Sohn. An Ihm habe ich Wohlgefallen. Hört auf Ihn!
Lukas berichtet in Luk 9,32-33, dass sich Mose und Elia bereits begannen zu entfernen, als Petrus, der sich vor der Schwere des Ereignisses kaum wach halten konnte, auf die Idee kam, drei Hütten zu bauen, für alle drei Männer. Dann kam die Wolke und überschattete sie, und Mose und Elia gingen in die Wolke hinein. Die Wolke repräsentiert die verstorbenen überwindenden Vorbilder des Glaubens, siehe Hebräer 12,1.
Nun schaltet sich der Vater im Himmel ein und bestätigt Jesus, seinen Sohn als den einzigen, auf Den man in Zukunft zu hören hat. Die Befehlsgewalt wird auf Jesus den Messias gelegt.
Wir sollen Ihn, hören, Jesus dem Messias alleine gehorchen, nicht mehr dem Buchstaben des Gesetzes und der Propheten.
Petrus kommentiert dieses Ereignis später im Brief:
2. Petrus 1,16-18: 16] Denn wir haben euch die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus bekannt gemacht. Denn wir waren Augenzeugen seiner Majestät (Herrlichkeit). 17] Denn danach erhielt er Ehre und Herrlichkeit von Gott dem Vater, als die Stimme über Ihn kam, welche wie von der Herrlichkeit war, prächtig in ihrer Stärke: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe". 18] Und auch wir hörten diese Stimme vom Himmel, die zu Ihm kam, als wir auf dem Heiligen Berge waren. (ANTD)
6 Vers 8:
Und sie erhoben ihre Augen und
sie sahen niemanden außer nur Jesus alleine.
Der Vers betont vierfach, dass sie jetzt nur noch Jesus alleine sahen. Ich hoffe, diese Jesus zentrierte Studienbibel hilft etlichen, nur noch die wunderbare Person Jesus, den Messias alleine zu sehen, den Sohn des Lebendigen Gottes, und sich nicht diese klare Sicht und Offenbarung trüben zu lassen durch theologische Spitzfindigkeiten oder Zänkereien oder religiöse tote Überlieferungen, Traditionen, Organisationen und andere Ablenkungen.
Interlinear von rechts nach links:
וַארִימו עַינַיהוּן וַלאנָשׁ לָא חזַו
sie sahen ,nicht ,und keinen Menschen ,ihre Augen, Und sie erhoben
אֵלָא אֵן ליֵשׁוּע בַּלחוּדַוהי
alleine ,den Jesus ,nur ,ausser
7 Verse 1-9: Und als sie vom Berg herunterstiegen ...
Die Transformation von gesalbten König Jesus in Anwesenheit der drei Jünger, welche die Grundsteine der Ekklesia, der Braut des Königs sind, ist die Erfüllung der Prophezeiung von Hohelied 4,8. Eine der schönsten Prophezeiungen überhaupt und eine der wenigen auf die Gemeinde, die Braut des Messias.
Komm mit mir, meine Braut, vom Libanon, komm mit mir
vom Libanon, steig herab von der Höhe des Amana,
von den Wohnungen der Löwen,
von den Bergen der Leoparden!
(Hoh. 4,8; Luther).
8 Vers 10:
Und Seine Jünger fragten Ihn und sagten zu Ihm: Wieso denn sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen muss.
Der letzte Vers des Alten Testaments ist die Verheissung, dass Elia kommen wird vor dem Tag des Herrn: Maleachi 3,23-24: Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. 24 Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage. (Elb).
Die Schriftgelehrten beriefen sich auf diese Verheissung.
Hier wird deutlich, wie gefährlich eine oberflächliche Buchstaben Kenntnis ist, ohne Erkenntnis des gegenwärtigen Wirkens des Heiligen Geistes. Siehe nächste Fussnote.
9 Verse 10-13: 10] Und Seine Jünger fragten Ihn und sagten zu Ihm: Wieso denn sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen muss. 11] Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: Elia kommt zuerst, damit alles erfüllt wird.
12] Aber Ich sage euch, siehe, Elia ist bereits gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt. Und sie taten mit ihm, alles was sie wollten. So wird auch der Menschensohn vorbereitet, um von ihnen zu leiden. 13] Da verstanden die Jünger, dass Er zu ihnen über Johannes den Täufer gesprochen hatte.
Kepha, Jakobus und Johannes haben gerade vor kurzem Mose und Elia gesehen und den König Messias umgewandelt in Herrlichkeit, Pracht und Macht, bestätigt von einer gewaltigen Stimme aus der Wolke vom Vater im Himmel: Dies ist mein geliebter Sohn. Hört auf ihn.
Diese drei Jünger haben also gerade wirklich Jesus in seinem Reich kommen sehen.
Wieso kommen sie gleich danach auf die Frage wegen dem Elia? Bisher dachten auch sie wie die Schriftgelehrten, dass vor dem Messias der Elia kommen muss und alles was über ihn in Maleachi geschrieben steht, erfüllen muss. Aber jetzt haben sie gerade den Wechsel vom Gesetz und den Propheten zum Messias König gesehen. Was ist also mit der Elia Verheissung?
Jesus hat bereits in Matthäus 11,14 gesagt, dass Johannes der Täufer der Elias sei. Mt 11,14] Und wenn ihr willig seid, so akzeptiert, dass er der Elia ist, der kommen soll. 15] Wer auch immer es ist der ein Ohr hat zum Hören, der höre!
Offensichtlich haben die Jünger damals nicht richtig gehört, Jesus nicht für voll genommen.
Nun wiederholt Jesus es nochmals: Johannes der Täufer war der Elia, der kommen sollte. Natürlich, war Johannes nicht eine "Reinkarnation", denn gerade vor kurzem haben sie ja Elia in Herrlichkeit bei der Transformation von Jesus gesehen. Das sind klar zwei verschiedene Menschen.
Die offizielle Ankündigung von Johannes dem Täufer als der Elia der Kommen soll durch den Engel Gabriel:
Es ist Lukas, der alles gründlich recherchiert hat, der Licht in diese Sache bringt: Lies dazu Lukas 1,5-25:
In Lk 1,15-17 sagt der Engel des Herrn über Johannes:
15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. 16 Und er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.
17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist. (Lutherbibel).
Der Engel Gabriel, der vor Gott steht, verkündigt in Lukas 1,5-25 dem levitischen Priester Zacharias, dass er einen Sohn Johannes zeugen wird, welcher im Geiste und in der Kraft des Elia genau all dies macht, was als Jobbeschreibung von Elia gedacht war.
Dies war kein Geheimnis, sondern eine Ankündigung durch den Engel Gottes betreffend Elia, dessen Rolle Johannes übernahm. Diese offizielle himmlische Ankündigung war begleitet mit dem Zeichen der Stummheit Zacharias bis zur Geburt von Johannes und der wundersamen Heilung der lebenslänglichen Unfruchtbarkeit von Elisabeth. Die Schriftgelehrten und Pharisäer und alle anderen hatten keine Ausrede und hätten dies wissen können, wie es Lukas erfragt hat. Und Zacharias, Elisabeth und Maria haben kein Geheimnis aus ihren Engelserscheinungen gemacht. Es muss in der Priesterschaft bekannt gewesen sein.
Die "Elia muss zuerst kommen" Frage zusammengefasst:
Wir haben vier verschiedene biblische Aussagen, die sich zum Teil zu widersprechen scheinen:
1.) Maleachi 3,23: Der Prophet Elia wird gesandt vor dem Tag des Herrn.
2.) Jesus in Mt 11,14 und 17,12: Johannes der Täufer ist Elia.
3.) Johannes der Täufer über sich in Joh. 1,21: Ich bin nicht Elia.
4.) Gabriel der Engel des Herrn in Lukas 1,17:
Johannes der Täufer kommt in der Kraft und im Geiste des Elia, und erledigt seine Aufgabe der Bekehrung des Volkes und damit wird die Prophezeiung von Maleachi erfüllt.
Es wurde eigentlich von Anfang an durch den Engel Gabriel klargestellt, dass Johannes in der Rolle des Elia kommen wird, aber nicht in Persona. Jesus hat dies 2 mal bekräftigt. Johannes selber hat auch die Wahrheit gesagt, da er keine Inkarnation des Elia war. Johannes war so sehr fokussiert auf seine Aufgabe als Wegbereiter des Messias, dass er vermutlich nicht gemerkt hat, dass er auch die Rolle des Elias übernahm.
Hiermit haben wir diese Frage in dieser Fussnote und der zu Matthäus 11,14 gründlich geklärt.
Wir sehen hier zwei verschiedene Arten von Bibelstudium:
1. Die Schriftgelehrten und Pharisäer: Buchstaben treu, fundamental, aber das Herz nicht bei Gott und geistlich blind für das aktuelle Wirken des Heiligen Geistes und der Engel.
2. Lukas: Obwohl es schon das Matthäus und Markusevangelium und andere Berichte gab, hat er unter der Leitung des Heiligen Geistes nochmals alles gründlich fundamental erforscht und erfragt und ist auf diese wichtige Ankündigung des Engels Gabriel zu Johannes gestossen. Beides ist wichtig: Das geschriebene und gesprochene Wort Gottes und das aktuelle Wirken des Heiligen Geistes und der Engel - und vor allem das Herz bei Gott zu haben. Lukas hatte dies. Ohne das Lukasevangelium wäre uns vieles verloren gegangen.
Die ANTD Studienbibel stellt sicher, dass das Wort Gottes übersetzt aus dem aramäischen Urtext für die nächsten Jahrhunderte in Deutsch und anderen modernen Sprachen erhalten bleibt. Die hellgrünen Markierungen zeigen optisch, wie doch recht oft ein kleines Detail in den Griechischen Übersetzungen ausgelassen, abgeschwächt, falsch oder anders interpretiert wurde. Hilf mit das vollständige Wort Gottes zu verbreiten!
Es bleibt nur noch die Frage: Wieso hat Gott nicht Elia geschickt, sondern Johannes?
Gott hat einen Grösseren als Elia geschickt, da Jesus ausdrücklich sagte, dass niemand, von einer Frau geboren, grösser als Johannes der Täufer ist. (Matthäus 11,11). Ich vergleiche das für mich wie bei gewissen Kartenspielen, wo der Trumpf oder Joker die beste Karte ist, die alle anderen schlägt oder ersetzt. Gott hat zur Vorbereitung des Messias seine best mögliche menschliche Karte ausgespielt, grösser als Elia. Nur Buchstabengelehrte ohne Beziehung von Herzen zu Gott könnten etwas "dagegen" haben.
Dies zeigt, wie gefährlich eine "korrekte" aber oberflächliche Schriftkenntnis ist, ohne das gegenwärtige Wirken des Heiligen Geistes zu kennen oder erkennen, und ohne sein Herz dem lebendigen Gott zuzuwenden. Johannes der Täufer war schon von Mutterleib an erfüllt mit dem Heiligen Geist, und wer geistlich gesinnt oder wahrheitssuchend war, hat dies gemerkt.
In Vers 5 hat Gott erklärt: Wir sollen auf Ihn, Jesus, seinen Sohn, den Messias König, hören. Das Gesetz und die Propheten sind verschwunden.
Jesus hat jetzt zum zweiten mal erklärt, dass die Elia Prophezeiung von Maleachi 3,23 in Johannes dem Täufer in Erfüllung ging. Jetzt verstanden und hörten die Jünger auf Jesus.
10 Vers 12: Aber Ich sage euch, siehe, Elia ist bereits gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt. Und sie taten mit ihm, alles was sie wollten. So wird auch der Menschensohn vorbereitet, um von ihnen zu leiden.
Jesus wird vorbereitet um durch die Führer der Juden den Tod zu erleiden. Sowohl Jesus selber wird innerlich vorbereitet, als auch die Mächte der Finsternis bereiten die Ermordung vor.
11 Vers 15: Und er sagte zu Ihm: Mein Herr, erbarme dich über mich! Mein Sohn ist ein Wahnsinniger und wird böse bedrängt, denn oft fällt er ins Feuer, und oft ins Wasser.
Wahnsinniger: wörtlich: Bar agra, Sohn des Daches, beschreibt solche, die auf dem Dach böse Geister beschwichtigen.
Dass er gequält und ins Feuer und Wasser gestossen wird, zeigt, dass er dämonisiert d.h. besessen ist. In Vers 18 treibt Jesus diesen hartnäckigen Dämon aus.
12 Vers 19: Und dann kamen die Jünger zu Jesus als er alleine war und sagten zu Ihm: Wieso konnten wir ihn nicht heilen?
Griechisch hat: austreiben anstatt heilen, und bei sie sagten zu Ihm, fehlt das zu Ihm, was öfters fehlt.
13 Vers 20: Und Jesus antwortete und sagte: Wegen eurem Unglauben. Denn wirklich, Ich sage euch, dass wenn ihr Glauben in euch habt wie ein Senfkorn, könnt ihr zu diesem Berg sprechen, "Hebe dich hinweg", und er würde sich hinweg heben, und nicht ein Ding wäre zu hart oder stark für euch.
Jesus verwendet hier das Gleiche Wort bei:
"Nichts wäre zu stark für euch", oder nichts kann gegen euch bestehen, nichts kann euch überwinden, wie in Matthäus 16,18: Die Pforten des Scheols werden die Gemeinde nicht überwinden.
Die Jünger haben noch nicht gelernt, in der Wirklichkeit der Vollmacht der Gemeinde zu leben.
Die Wirklichkeit der Ratsversammlung, der Gemeinde, ist getränkt in einer Atmosphäre des Glaubens und des Geistes.
Es ist nicht erstaunlich, dass sich in der Region um den Hermon herum hartnäckige Dämonen einnisteten. Die Pforten des Sheols haben sich hier wegen ihrem Unglauben gegen die Jünger durchgesetzt!
Jesus lehrt hier wichtige Prinzipien des Glaubens:
Wenn ihr Glauben in euch habt wie ein Same. Der Glaube muss in uns ein keimfähiges Korn sein. Dazu benötigt es guten Herzensboden.
Könnt ihr zu diesem Berg sprechen: Zum Berg der Pforten des Hades. Wir sollen in uns lebendigen Senfkorn Glauben haben und in diesem Glauben zu den Bergen sprechen, welche von der Finsternis stammen, geistlich tot sind und unser Leben sabotieren.
Jesus sagt hier nicht, wir sollen Ihn oder den Vater im Glauben bitten wegen unserem Problem, sondern wir sollen zu dem Berg des Problems direkt sprechen im Glauben. Der Glaube nimmt in Empfang, was Jesus uns gegeben hat, und damit sprechen wir im lebendigen, keimfähigen Glauben die Hindernisse und Blockaden, Krankheiten, Mangel und Dämonen aus unserem Leben weg.
Jesus erwartet dies eigentlich als selbstverständlich, und er hat in Vers 17 sehr heftig die ungläubige verkehrte Generation gerügt, welche den Dämon nicht austreiben und das Kind nicht heilen konnte, welche nicht zum Berg sprach: Hebe dich weg, und es passierte.
Bei Jesus hat das heftige rügen und dem Dämon befehlen, auszufahren, funktioniert. Er handelt als Menschensohn immer im Prinzip als Mensch im Glauben, und erwartet, dass wir dieselben Werke tun. Und er kam gerade zurück von einer Fasten und Gebet Exkursion auf den Hermon.
..
Fälschlicherweise als textkritisch sehr wichtig erachtete griechische Manuskripte (Sinaiticus und Vaticanus) lassen am Anfang des Verses Jesus weg und haben nur "Ihn" stattdessen, und sie schreiben, Kleinglauben, anstatt Unglauben. Unglaube, wörtlich im Aramäischen: wegen eurem Nicht Glauben. Kleinglaube passt hier nicht, da Jesus ja gerade sagt, dass ein Glaube so klein wie ein Senfkorn genügt, um einen Berg hinwegzuheben.
Spätere Mehrheitstexte oder die byzantinischen Manuskripte bügeln viele dieser frühen Übersetzungs-auslassungen oder Fehler aus. Aber viele modernen Übersetzungen basieren auf diesen rudimentären Grundlagen, die mit fraglichen Begründungen (Alter) als relevant betrachtet werden. Typisch für eine Übersetzung ist: Je älter, desto weniger revidiert. Genau dies ist die Situation der vielen verschiedenen Griechischen Manuskripte. Die Ältesten als die Relevantesten anzunehmen, ist bei Übersetzungen ein Trugschluss. Umgekehrt existieren keine wesentlichen Revisionen des östlichen Peshitta Textes - weil es keine Übersetzung ist.
Es ist dringend nötig, dass im Deutschsprachigen Raum endlich ein vollständiges Neues Testament auf der Grundlage des Aramäischen zur Verfügung steht, und dass die eindeutige Evidenz des Vorrangs des Aramäischen als Urtext sich endlich durchsetzt.
Du kannst mithelfen, das umfangreiche ANTD Übersetzungsprojekt zu beschleunigen, durch grosszügige und regelmässige Spenden. Danke.
Ist es nicht eine Ehre und grosse Gelegenheit, die Verbreitung des vollständigen Wortes Gottes unterstützen zu können? (jesus4you.ch ).
14 Vers 21: Aber diese Art fährt nur aus durch Fasten und Gebet.
Andrew Wommack weist in seiner sehr empfehlenswerten Serie "Hardened heart" darauf hin, dass diese Aussage von Jesus auf zwei Arten verstanden werden sollte. Im Kontext hat Jesus gerade in Vers 20 begründet, dass das Kind wegen dem Unglauben der Jünger nicht geheilt wurde und wegen dem Unglauben der Dämon (Berg) nicht ausfuhr, sondern sich durchsetzte und blieb.
Wenn Jesus hier sagt: Diese Art fährt nur aus durch Fasten und Gebet, meint Jesus hier zuerst: diese Art von hartnäckigem Unglauben, fährt nur durch Fasten und Gebet aus. Durch Fasten und Beten weichen wir ein durch viele Schichten von Unglauben verhärtetes Herz auf und machen es glaubensfähig.
Ein höherer Dämon gehorcht uns nicht deshalb, weil wir fasten oder beten, sondern deshalb, weil wir durch Fasten und Gebet in uns die nötige Atmosphäre des Glaubens und der Geistesgegenwart schaffen, so dass wir in Autorität und im Glauben ohne Zweifel dem Dämon befehlen können: Fahre aus, und selbst dann nicht wanken, wenn der gequälte Mensch schäumt, sich windet und wie tot zu Boden fällt.
Diese Heilung zeigt auch, dass speziell sogenannte "Geisteskrankheiten" oft durch Dämonen verursacht oder blockiert sind, und sobald man die Dämonen ausgetrieben hat, tritt die Heilung ein.
15 Vers 23: Und sie werden Ihn töten, und am dritten Tage wird er aufstehen. Und das machte sie sehr traurig.
Das Aramäische Wort für Auferstehen ist qm, qum, es ist dasselbe Wort, das auch für normales aufstehen oder stehen verwendet wird, und es wird sehr oft gebraucht. Es war also für die Jünger etwas weniger eindeutig, Auferstehen von den Toten damit zu verstehen.
Griechisch hat "aufgeweckt werden" anstatt aktiv: auferstehen.
16 Vers 24: Und als sie nach Kapernaum kamen, da kamen diejenigen, welche die zwei Kopfsteuer Münzen - die zwei Zuzi - eintreiben zu Kepha und sagten zu ihm: Gibt dein Meister nicht seine zwei Zuzi?
Dies war die Tempelsteuer der Juden aufgrund von Exodus 30,13-16: Pro Mann ein halber Schekel.
Es war nicht eine römische Steuer.
Diese Steuereintreiber arbeiteten nicht für die Römer, sondern für die Tempelverwalter (Leviten, Priester).
1 Zuza = 1/4 Schekel.
2 Zuzi = 1/2 Schekel. Der Betrag für die Tempelsteuer.
1 Zuza = 1 Drachme (griechisch) ≈ 1 römischer Dinar.
2 Zuzis = 2 Drachmen (1 Didrachma) = halber Schekel.
4 Zuzis = 1 Schekel = 1 Stater, die Münze die Petrus im Fisch fand, genau für 2 Männer die Kopfsteuer. (Vers 27).
Stater war ein griechisches Lehnwort, wie viele andere Münz- und Gewichtsbegriffe, (z.B. Talent, Mina) welche im nahen Osten und jüdisch-aramäischen Alltag übernommen wurden.
17 Verse 24-27: 24] Und als sie nach Kapernaum kamen, da kamen diejenigen, welche die zwei Kopfsteuer Münzen eintreiben - die zwei Zuzi - zu Kepha und sagten zu ihm: Gibt euer Meister nicht seine zwei Zuzi? 25] Und er antwortete ihnen: Doch. Und als Kepha ins Haus eintrat, kam ihm Jesus zuvor und fragte ihn: Wie scheint es dir, Shimon? Die Könige der Erde, von wem nehmen sie Zölle und Kopfsteuern? Von ihren Kindern oder von Fremden?
26] Shimon antwortete ihm: Von den Fremden. Jesus antwortete ihm: Dann sind die Kinder frei.
27] Aber damit sie nicht Anstoß nehmen, gehe zum See und wirf einen Fisch-Haken, und beim ersten Fisch, der hochkommt, öffne seinen Mund und du wirst einen Stater finden: Nimm den und gib ihn für Mich und für dich.
Die Freiheit der Kinder Gottes im Königreich.
Jesus bestätigt seine Freiheit als Sohn Gottes – er müsste die Tempelsteuer eigentlich nicht zahlen. Dennoch tut er es, damit kein unnötiger Anstoß entsteht. Sein Weg führt jetzt klar nach Jerusalem ans Kreuz. Kleine religiöse Konflikte um Geld dürfen diesen Weg nicht gefährden. Deshalb bezahlt er – aber auf seine eigene, wunderbare Weise.
Petrus, der Berufsfischer kriegt einen Denkzettel, dass er vorschnell für Jesus geantwortet hat und muss mit einem Haken fischen gehen.
Jesus gibt hier einen deutlichen Hinweis, wie es im Königreich der Himmel ist. Es ist die genuine Familie des Himmlischen Vaters und Jesus der Messias König als der einzige Sohn Gottes und durch die Auferstehung als der Erstgeborene Sohn unter vielen Söhnen.
Was bedeutet es heute im "Christentum", dass die Söhne frei sind? Das ist die praktische Frage heute.
Jesus geht es nicht um das sich später bildende "Christentum" mit seinen "Kirchen". Jesus und den Aposteln in allen Briefen geht es um eines:
Um das Königreich des Messias.
Die Ekklesia ist das Gefäss zur Etablierung, Erfahrung, Verwaltung und Exekutive des Königreiches. Und die Ekklesia ist ganz klar nirgends im Neuen Testament auch nur annähern das, was etablierte christliche Kirchen darstellen.
Im Königreich der Himmel, im Königreich des Menschensohnes, des Messias, in der Ekklesia gibt es keine Stempelsteuer. Es gibt auch die Pflicht zum Zehnten geben nicht mehr im Neuen Bund. Eine Organisation die Steuern eintreibt, Spenden oder den Zehnten verpflichtend verlangt, ist nicht die Ekklesia.
In der Apostelgeschichte sehen wir, dass die Gemeinden anfangs sogar für eine kurze Zeit alles gemeinsam hatten und niemand Mangel hatte. Dies beruhte auf Freiwilligkeit. Niemand war verpflichtet zu geben. Aber das Feuer des Lebens des Heiligen Geistes war so heiss, dass alle gerne teilten und gaben. Diese Reinheit der Gemeinschaft konnten sie jedoch nicht aufrecht erhalten. Und Gütergemeinschaft zur Pflicht zu machen, ist fatal und geht immer schief. Paulus beschreibt in seinen Briefen, insbesondere im 2. Korintherbrief ausführlich, wie freimütiges und grosszügiges Geben auf Freiwilligkeit beruht und niemand gezwungen werden soll. Zudem existieren keine Organisationen und Verbände und keine Kirchen oder Denominationen. Überregionales Geldsammeln passiert über vertrauenswürdige bewährte Gläubige und Apostel, die umherreisen für spezifische Nöte anderer Gläubigen und für solche, die sich sehr für die Gemeinden einsetzen. Es wird als selbstverständlich dargestellt, dass man Dienern der Ekklesia, ob lokal oder überregional, unterstützt, wenn man von ihnen Hilfe und geistliches Training empfängt. Geld das lokal gesammelt wird, wird direkt an Bedürftige vor aller Augen weitergegeben.
Es gibt keinen bezahlten Klerus, keine Lohnarbeiter Pastoren, Priester, Pfarrer oder Prediger.
Und es hat gut funktioniert. Paulus schreibt zwei Briefe an die Korinther ohne jeweils Pastoren oder Älteste zu erwähnen, geschweige denn, anzusprechen.
Jesus sendet seine 7 Sendschreiben an 7 lokale Gemeinden nicht an 7 Pastoren oder Älteste, sondern an "Sterne", an Boten.
Als Sohn und Tochter, als Kind des Himmlischen Königs und Vaters und Bruder vom König der Könige Messias Jesus bist du frei. Es gibt keine Organisation oder Klerus über dir, welcher von dir Geld herauspressen könnte. Es ist absurd. Das ist die einzige Sicht, wozu hier Jesus den Petrus beim Angeln mit Haken versucht zum Verstehen zu bringen. Du bist durch die Auferstehung von Jesus in die Familie Gottes hineingeboren worden, als du zum Glauben an Jesus kamst. Das ist das Wesen der Ekklesia. Lasst dir diese biblische Vision nicht nehmen durch organisiertes Christentum.
Und bei der Art, wie von dir Geld verlangt oder herausgequetscht und erbettelt wird, findest du schnell heraus, wie weit weg von der Wirklichkeit der Ekklesia und des Reiches der Himmel eine solche Gruppe ist oder ein solcher Dienst ist.
Aber es ist doch eigentlich normal, dass man von sich aus erwägt, einem Diener Gottes, von dem man viel profitiert, finanziell und materiell zu helfen.
Dies alles gesagt, bin ich nicht gegen das Zehnten geben, sondern empfehle sehr, dies zu tun. Das ist ein wichtiges Prinzip, das uns finanziell als Gruppe und Gemeinschaft helfen kann, wenn es gemacht wird. Aber es ist freiwillig, man macht es, weil es gut ist, damit ein Fluss entsteht. Und ich rate an, nur dorthin zu spenden, wo es sich wirklich um das Reich der Himmel handelt. Und natürlich was fast nie falsch ist: An bedürftige Glaubensgeschwister geben. Als Gruppe, findet heraus, wem ihr helfen könnt. Auch Geben an Bedürftige und Arme, die noch nicht im Glauben sind, kann Herzen weich machen und Türen öffnen.
Das Zehnten an die richtigen Stellen geben kann dir helfen, eine freudige Gewohnheit des Gebens auch über den Zehnten hinaus zu entwickeln.
Gott hat einen fröhlichen Geber lieb. Und wer viel gibt, dem wird übermässig viel zurück gegeben, aber von anderen Quellen, sagen Jesus und Paulus.
Mach dir Geben zum freudigen Hobby, anstatt in Habsucht alles für dich verwenden zu wollen.
Vieles im Reich Gottes bleibt liegen, weil diejenigen, welche sich sehr für die Verbreitung des Reiches Gottes und des Evangeliums einsetzen, nicht die nötige finanzielle Unterstützung kriegen.
Zusammenfassung Kapitel 17: Die hohe Vision.
Um die Realität des Königreiches von Jesus zu sehen und erfahren und als lebendiger Stein in Gottes Ratsversammlung (Ekklesia) aufgebaut zu werden, muss du man auf einen hohen Berg gehen, weit abseits und über allen irdischen Tätigkeiten und religiösen Organisationen. Wenn du an Jesus den Messias glaubst, wirst du in die Familie des Vaters im Himmel, des Königs der Erde, hineingeboren.
Man wird in das Königreich der Himmel hineingeboren!
"Die Kinder sind frei":
Als ein Kind des Allerhöchsten und Bruder/ Schwester von König Jesus, bist du frei!
Lass dich nicht mehr in ein religiöses System einjochen.
Der Weg in das Königreich der Himmel auf Erden geht nur über das Kreuz. Sowohl das Kreuz von Jesus zur Erlösung, als auch dein tägliches kreuzigen deines natürlichen Lebens.
Wenn du dich mit solchen gekreuzigten Kindern des Königs in diesem königlichen Bewusstsein triffst, dann seid ihr Ekklesia, und die Pforten des Hades können nicht bestehen gegen euch.
In Kapitel 18 werden wir konkret sehen, wie Jesus absichert, dass der Schlüssel der Vollmacht in dezentralen Händen der global zerstreuten geisterfüllten Mini-Ekklesias bleibt.