Matthäus 16
Aramäisch NT Deutsch
Stärker als
die Pforten des Hades.
Grotte bei Cäsarea Philippi am Fusse des Berges Hermon.
Matthäus 16: Dieses Kapitel ist Teil der
ANTD Studienbibel
mit Fußnoten im Handyformat.
Aramäisch Peshitta Neues Testament Deutsch , ANTD,
übersetzt auf Grundlage des aramäischen Urtextes,
der Sprache von Jesus und seinen Jüngern und Aposteln.
Dank teilweise erweitertem (amplifiziertem) Text, den vielen wertvollen erklärenden Fußnoten, Kommentaren und Parallelstellen ist dieses Neue Testament gut als schlichte, klare unkomplizierte lebendige, geistbetonte Studienbibel geeignet. Die Kommentare enthalten öfters lebendige Hingabegebete. Das Format ist optimiert für Smartphones und für text-to-speech Vorleseprogramme.
Version 2603
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Grün markiert einige der kleinen Abweichungen der Griechischen Übersetzungs-Manuskripte zum Aramäischen Urtext der Peshitta.
Matthäus 16
2] Aber Er antwortete und sagte zu ihnen:
Wenn es Abend wird, sagt ihr:
Das Wetter wird gut, denn der Himmel ist rot.
3] Und am Morgen sagt ihr:
Heute wird ein Sturm sein, denn der Himmel ist dunkelrot.
Und Er verliess sie und ging weg.
6] Aber Er sagte zu ihnen: Passt auf, vermeidet den Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!
Cäsarea Philippi am Fusse des Hermon. Ausserhalb von Galiläa.
weil sie vergassen, Brot mitzunehmen.
8] Aber Jesus wusste es und sagte zu ihnen:
Wieso denkt ihr unter euch - ihr Kleingläubigen - es sei deswegen, weil ihr kein Brot mitgenommen habt.
9] Habt ihr es noch immer nicht kapiert? Erinnert ihr euch nicht an die 5 Brote und die 5 Tausend? Und wie viele Körbe (voll Resten) habt ihr aufgelesen?
11] Wie kommt es, dass ihr nicht versteht, dass es nicht über Brot war, worüber ich zu euch geredet habe, sondern hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer?
fragte Er Seine Jünger und sagte:
Was sagen die Leute über mich, dass ich ein Menschensohn sei? (im Sinne von; dass ich nur ein normaler Menschensohn sei).
14] Und sie sagten: Einige sagen, (du seist) Johannes der Täufer, andere Elia, und andere Jeremia oder einer der Propheten. (Mal. 3,23).
15] Er sagte zu ihnen: Aber ihr, wer sagt ihr, dass ich bin?
Die Offenbarung vom Himmlischen Vater
Du bist der Messias,
17] Und Jesus antwortete und sagte zu ihm:
(Mt 11,25-27, Joh. 6,44).
(Mt 6,10; Mt 18,17-20; Offb.1,18; 3,7-8; Jesaja 22,22).
Gottes Weg zum Königreich und zur Ekklesia
geht nur über das Kreuz
22] Und Kepha nahm Ihn beiseite und begann Ihn zu tadeln und sagte: Das sei fern von Dir mein Herr, dass Dir solches geschehen sollte.
23] Er aber wandte sich zu Kepha und sagte:
24] Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern:
27] Denn der Sohn des Menschen ist vorbereitet: Er wird kommen in der Herrlichkeit Seines Vaters mit Seinen heiligen Engeln. Und dann wird er einem jeden Menschen bezahlen nach seinen Werken!
(Markus 9,1; Lukas 9,27).
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1 Vers 1: Und die Pharisäer und Sadduzäer näherten sich und versuchten Ihn und forderten Ihn auf, ihnen ein Zeichen vom Himmel zu zeigen.
Der Ursprung der Pharisäer geht auf die Zeit der Makkabäer zurück. Sie probierten in ein korruptes Priestertum und Gottesdienst wieder echte Gottesfurcht zu bringen. Sie waren bemüht, die Tora zu beachten, glaubten an die Allmacht Gottes, an die Auferstehung der Toten, sie erwarteten einen Messias für ein irdisches Reich Israel. Die Pharisäer waren auch gegen die (heidnische) Hellenisierung. Das sind bisher alles positive Punkte.
Und, sie beachteten auch sehr die Traditionen der Ältesten und Schriftgelehrten. Dabei überspitzten sie die Einhaltung von Regeln und Geboten, während sie das Wichtige ausser Acht liessen. Siehe Matthäus 12,1-7. Indem sie das Wesentliche, worum es Gott geht, aus dem Fokus verloren, wurden sie zu Heuchlern. Jesus kritisiert insbesondere dies und dass sie die Traditionen und Überlieferungen von Menschen über das Wort Gottes stellten, und natürlich, dass sie nicht erkannten, dass Er der erwartete Messias ist.
Die Sadduzäer (wörtlich die Gerechten) waren im Prinzip die herrschende Klasse der Juden. Sie waren politische Opportunisten, Modernisten und nicht auf strenge Einhaltung der Tora bedacht, sie glaubten nicht an eine Auferstehung - also versuchten sie, ihr nichtiges Leben, das ihr abgehobener Stand ihnen ermöglichte, zu geniessen und bewahren. Jesus hatte weniger mit ihnen zu tun, da sie sich erst dann um religiöse Sachen kümmerten, wenn es eine Gefahr für ihren Status quo bedeutete.
2 Verse 2 und 3: Wenn es Abend wird, sagt ihr; das Wetter wird gut, denn der Himmel ist rot. 3] Und am Morgen sagt ihr: Heute wird ein Sturm sein, denn der Himmel ist dunkelrot.
Heuchler! Ihr seid fähig, das Aussehen des Himmels zu beurteilen, aber ihr könnt nicht die Zeichen dieser Zeit beurteilen (unterscheiden).
Erstaunlich, dass Jesus sie hier mit dieser Begründung als Heuchler bezeichnet: Sie sind fähig, das Aussehen des Himmels (Wolken, Wind, etc.) zu beurteilen für eine zuverlässige Wetterprognose. Sie beweisen damit, dass sie intellektuell fähig sind, aus wiederkehrenden Beobachtungen verlässliche Schlüsse zu ziehen. Aber gleichzeitig erkennen sie nicht Jesus, den Messias, der vor ihnen steht und aussergewöhnliche Wunder tut, die noch nie jemand getan hat. Die Pharisäer, die selbsternannten Wächter der Tora, des Gesetzes und der Propheten, hätten eigentlich als erstes Jesus als Messias erkennen sollen. Die Propheten haben vorausgesagt, dass der Messias solche Wunder tun würde. Auch das Predigen, die Worte, die Jesus sprach und lehrte, hätte ihr Herz berühren müssen. Ebenfalls haben sie nicht auf Johannes den Täufer gehört, der Jesus als denjenigen, der mit Geist und Feuer tauft, das Lamm Gottes und den Bräutigam bezeichnete.
Das Verdikt - Heuchler! - gilt auch der heutigen verdorbenen ehebrecherischen Generation. Eine völlig wissenschaftsgläubige Gesellschaft, welche z.B. gerade die Wetterprognose extrem perfektioniert hat - wogegen nichts zu sagen wäre, wenn man gleichzeitig diese Fähigkeiten mit mindestens dem gleichen Aufwand, Fokus, Gründlichkeit und Ausdauer dafür verwenden würde, Jesus und Gottes Willen zu erkennen und tun.
Abendrot und Morgenrot?
Kurz noch zu der von Jesus erwähnten Wetterdeutung, wie sie damals in dieser Region gängig war.
Dies gilt so in etwa in Regionen, wo vorherrschend Westwinde feuchte Luft bringen. Dasselbe Phänomen ist auch in Mitteleuropa zu sehen. In Israel herrschen auch oft West und Nordwestwinde, welche vom Meer her feuchte Luft über das Land bringen können. Wettersysteme ziehen so typischerweise von West nach Ost.
Rote Wolken am Abend (meist im Osten sichtbar, beleuchtet von der untergehenden Sonne im Westen) deuten auf abziehende Bewölkung hin, da die Wolken ostwärts wandern und der Himmel im Westen klar ist – also gutes Wetter folgt.
Rote Wolken am Morgen (im Westen sichtbar, beleuchtet von der aufgehenden Sonne im Osten) signalisieren ankommende Bewölkung aus dem Westen, oft mit Regen oder Stürmen – also schlechtes Wetter.
Gelegentliche trockene, warme und wolkenlose Ostwinde von der Wüste, stören dieses Deutungsmuster in Israel nicht.
3 Vers 4: Eine verdorbene und ehebrecherische Generation sucht (verlangt) ein Zeichen. Und es wird ihnen kein anderes Zeichen gegeben als das Zeichen Jonas des Propheten. (siehe Kapitel 12,38-41).
Schon wieder verlangen die Pharisäer ein Zeichen, wie schon in Kapitel 12.
Es ist heute ähnlich. Keine Anzahl von Wundern, Heilungswundern und Wirkungen des Heiligen Geistes, scheint für die Mainstream Akademiker und auch die gehirngewaschene Masse fähig zu sein, sie zum Erkennen von Jesus dem Sohn Gottes zu bringen.
Jesus hat sie kurz abgefertigt und ging davon, hier erklärt er das Zeichen des Jonas nicht einmal mehr.
Wenn die Herzenshaltung nicht stimmt, bringen Diskussionen nichts, ausser, dass sie uns davon abhalten, wichtigeres zu tun. Und jetzt folgen im Kapitel 16 zentral wichtige Dinge, um die Herrschaft der Finsternis zu brechen und Gottes Herrschaft auf Erden wieder aufzurichten.
4 Vers 5: Und als Seine Jünger zum Grenz-Übergang kamen, hatten sie vergessen, Brot mitzunehmen.
Wie wir nachfolgend sehen werden, geht Jesus Richtung Cäsarea Philippi im Norden am Fusse des Berges Hermon. Dass hier speziell die Kreuzung / Überquerung erwähnt ist, zeigt, dass sie gerade das Gebiet von Galiläa verlassen, weshalb es auch relevant sein könnte, genug Brot dabei zu haben in nicht heimischem Gebiet.
Nichts was Jesus macht ist zufällig. Dieser Exkurs ins Gebiet des Hermons ist strategisch wichtig, um die Mächte der Finsternis zu brechen. Matthäus 16-18 geben Einblick, wie Gott die Autorität und Herrschaft der Mächte der Finsternis aushebelt.
5 Verse 9 & 10: 9] Habt ihr es noch immer nicht kapiert? Erinnert ihr euch nicht an die 5 Brote und die 5 Tausend? Und wie viele Körbe (voll Brocken) habt ihr aufgelesen?
10] Auch nicht an die 7 Brote und die 4 Tausend, und wie viele Körbe habt ihr aufgelesen?
Jesus beachtet auch solche "Details" wie, wie viele Resten übrig bleiben von seinen überfliessenden Vermehrungswundern.
6 Verse 5-12: 11] ... sondern hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer 12] Da verstanden sie, dass Er nicht gesagt hatte, dass sie sich vor dem Sauerteig des Brotes in Acht nehmen müssten, sondern vor den Doktrinen (Lehren) der Pharisäer und Sadduzäer.
Zu Sauerteig siehe auch Fußnote 17 zu Matthäus 13,33.
Sauerteig war nicht an und für sich schlecht oder negativ. Aber wenn nicht richtig gehandhabt (ohne Kühlschrank) konnte er schnell schlecht werden, und solch alter, verdorbener Sauerteig hat dann den Teig verseucht oder verdorben. Die Pharisäer und Sadduzäer hatten eine falsche, politische Messias Erwartung, die es ihnen fast verunmöglichte, in Jesus den Messias zu erkennen. Solche Lehren und heutige Endzeitlehren können solch gefährliche Doktrinen sein, welche auch uns verhindern, die heutigen Zeichen der Zeit zu erkennen und das gegenwärtige Vorangehen und Wirken von Jesus zu verpassen. Dies wird erkennbar im fatalen Mangel an Interesse daran, was das Wesen und die Funktion der Ekklesia ist.
Für Pharisäer typischer Sauerteig waren auch: überspitzte Gesetzlichkeit, Heuchelei (verlogen äusserlich sich besser darstellen, als was im Herzen ist).
Sauerteig der Sadduzäer ist auch: Weltlichkeit, Materialismus, Modernismus, Opportunisten, Unglaube, Diesseitigkeit, kein ewiges Leben, keine Auferstehung.
7 Vers 13: Und als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, ...
Cäsarea Philippi war eine heidnische Stadt mit einer langen Geschichte von verschiedenen Götzendiensten und heidnischen Tempeln, am Fusse des Hermons, eines der markantesten Berge der gesamten Region
Mesopotamien.
Der Hermon überragt
imposant mit einer
schneebedeckten
Kappe die gesamte Region
von Nordisrael (Galiläa),
See Genezareth mit Hermon im Hintergrund
Hermon hat die Wortwurzel HRM: Geweiht, tabu, heilig, also: Heiliger (abgesonderter) oder verbotener Berg.
Der Hermon ist auch die Quelle
des Flusses Jordan, und somit
des Sees Genezareth. Eine der
Quellen entspringt einer Höhle
bei Cäsarea Philippi, die auch
als "Tor zur Unterwelt" galt.
(Vgl. Vers 18).
Gilgamesh Epos wird der Hermon
erwähnt. Es findet dort ein Kampf
mit dem Wächter (gefallener Engel)
des Hermon statt. Altbabylonische
Gilgamesch Schriften bezeichnen
den Zedernwald des Hermon als
der geheime Versammlungsort der Anunaki.
In Deuteronomium (5. Buch Mose) Kap. 3,1-13 wird explizit der letzte der "Riesen" erwähnt, der Riese Og, siehe auch Numeri 13,33 und Deut. 2, 10-11, der letzte Anunaki, hebräisch Anakiter oder Söhne Anaks genannt.
Das apokryphe Buch 1. Henoch 6,1-6 schildert den Fall der Engel, Nephilim, auf den Berg Hermon.
Nach Genesis 6 entstanden im Zusammenhang mit dem Fall der Engel die Riesen. Obwohl diese durch die Sintflut vernichtet wurden, und diese Nephilim gemäss 2. Petrus 2,4 und Judas 6 in Ketten gebunden sind, poppten in der Region Hermon wieder die Riesen, die Anunaki, auf, wie wir in der Bibel, in Deut. 2,10-11 und 3,1-13, Num. 13,33, Josua 12,1-6; 13,12 lesen können.
Da Petrus und Judas in ihren Briefen kurz auf das erste Buch Henoch Bezug nehmen und Judas in 14 & 15 sogar direkt zitiert, kann es als Quelle von Informationen verwendet werden.
Hier ist folgendes wichtig zu sehen: Der Grund, wieso die Israeliten für 40 Jahre in der Wüste herum wanderten, anstatt ins verheissene Land einzumarschieren, war, weil sie sich vor den Anunaki Riesen fürchteten, wie wir in Numeri 13 lesen. Die Untertanen dieser Anunaki waren meistens auch hybrid okkult verseucht und wurden als "Riesen" gesehen. Deshalb musste der Bann an solchen genetisch hybrid verseuchten Stämmen vollzogen werden.
Dieser letzte hybride übergrosse Anunaki Riese Og beherrschte Basan nordöstlich vom Galiläa jenseits des Jordan, Salcha und das Ganze Gebirge des Hermon.
Mose und die Israeliten vernichteten Og (Deut.3), nachdem nach 40 Jahren der letzte dieser ungläubigen wehrfähigen Männer, welche sich vor den Anunaki fürchteten, gestorben war, und nach Josua 13,1-13 wurde dieses Gebiet dem halben Stamm Manasse, den Rubenitern und Gaditern zugeteilt. Es wäre also eigentlich samt dem Hermon rechtmässiges Gebiet Israels gewesen. So erwähnt Salomon in seinem Lied der Lieder öfters den Hermon und das Gebiet in lieblicher weise.
Früher hiess der Ort Baal Hermon, dann seit ca. 3. Jh. v. Chr. hiess es Paneas oder Paneion, nach dem Griechischen gott Pan benannt. Pan wurde als hybrides Wesen mit Ziegenfüssen nackt abgebildet und verherrlicht die vorsintflutliche genetische Vermischung von Menschen und Tieren unter Anleitung der gefallenen Engel, und der Götze Pan steht für Zoophilie, Homosexualität und Schamlosigkeit. Es war ein satanisten Kult. Philippus (Sohn von Herodes dem Grossen) hat das Städtchen ausgebaut mit weiteren griechischen Götzentempeln für Pan, Zeus, Nemesis, Roma). Dies war die Situation zur Zeit von Jesus dort.
Dies alles ist der Hintergrund, was damals mindestens bekannt war, und Jesus hat sehr wohl die Stellen in den Büchern Mose und Josua zu den Riesen gekannt.
Es ist strategisch zentral wichtig, dass Jesus genau in diese Region ging. Es ist mehr als nur Symbolik. Jesus hat die Mächte der Unterwelt provoziert und seine Herrlichkeit demonstriert, und proklamiert, wer in Zukunft die Herrschaft und Vollmacht übernimmt, wie wir nachfolgend und in Kapitel 17 und 18 sehen werden.
Cäsarea Philippi ist der nördlichste Punkt, den Jesus in den Evangelien erreichte. Es liegt fernab vom religiösen Zentrum der Juden in Jerusalem, und nicht einmal mehr im damaligen Gebiet der Israeliten, ausserhalb Galiläas.
Hier fragt er die Jünger, was sie über ihn denken, wer er sei. Um eine Offenbarung vom Himmlischen Vater zu erhalten, müssen wir uns ausserhalb der etablierten, menschlichen Religionssysteme und Zentren begeben.
Offenbarungen vom Himmlischen Vater widersprechen nicht dem Wort Gottes. Jedoch sind sie eben von Gott, und in scharfem Kontrast zu dem, was die Menschen aus dem Wort Gottes machen oder unterlassen zu machen oder verstehen. Vermeintliche "Offenbarungen" von der Finsternis sind der Ursprung von teuflischen Religionen und Sekten wie der Islam oder mehr christlich getarnt wie die Mormonen oder Zeugen Jehovas.
Eine echte Offenbarung befreit göttliches Leben und ist im Einklang mit dem Neuen Testament und der ganzen Bibel.
Hierzu kann ich persönlich bezeugen, dass ich ca. 1985/86 abgelegen weit oben auf eine Alphütte in der Schweiz beim Lesen eines Buches über das Wesen der Gemeinde von Watchman Nee eine Offenbarung erhielt, die mich nie mehr verliess. Ich habe seither nie mehr Kompromisse gemacht mit irgendetwas was sich "Kirche" oder so nennt, aber in der Art nicht zu finden ist im Neuen Testament. Bis vor kurzem war es schwer, diese Offenbarung genau oder vollständig zu beschreiben, aber im 2024 hatte ich endlich die Worte und letzten Puzzlestücke zusammen. Daraus entstand das Buch:
"satans grösster Alptraum: Ekklesia, die Exekutiv-Versammlung des Messias Königs Jesus.
8 Vers 16: Shimon Kephas antwortete: ...
Kephas, aramäisch Kepa. Fels, Stein. Spitzname von Simon. Petros ist die griechische Übersetzung von Kepa, wovon das Deutsche Petrus und Peter kommen.
9 Vers 16: Shimon Kephas antwortete und sagte:
Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Petrus geht in seiner Offenbarung über Jesus als den Messias gleich darauf ein, was Jesus vorher gefragt hat: Ob er nur als Menschensohn, als gewöhnlicher Mensch erkannt wird. Nein:
Jesus ist DER Sohn des lebendigen Gottes.
und
Jesus ist der Messias, der Gesalbte, der Christus.
Der von Gott seit dem Sündenfall der Menscheit in Genesis 3,15 verheissene Erlöser, der Retter König, der von Gott mit Öl (Heiligem Geist) Gesalbte (Christos, Mshikha, Meshiach), Beauftragte und Bevollmächtigte, um Gottes Herrschaft in der Menschheit und durch die Menschen wieder herzustellen.
Zu diesem Zeitpunkt weiss Petrus noch nicht wie, sich die Realität dieser Offenbarung abspielen wird.
Das echte Christentum oder Christsein basiert auf dieser Offenbarung der Realität darüber, dass Jesus der Messias, DER Sohn des lebendigen Gottes ist.
Wer in Jesus nur einen Religionsführer oder Lehrer oder Propheten sieht, ist nicht wirklich ein Christ.
"der Sohn des lebendigen Gottes":
Die Offenbarung, die Petrus vom Himmlischen Vater erhielt, geht direkt auf Jesus' Frage ein, ob er lediglich ein Sohn der Menschen sei.
Jesus ist nicht nur ein Sohn der Menschen.
Jesus ist auch nicht nur ein Sohn Gottes.
Jesus ist der Sohn des LEBENDIGEN GOTTES.
Das Wort lebendig ist hier sehr wichtig.
In Front der Pforten des Totenreichs am Fusse des Hermon hat Petrus durch Offenbarung vom Vater ihm Himmel etwas erfasst: Den Lebendigen Gott in dem Menschen Jesus. Petrus hat in seinem Geist die Wirklichkeit des göttlichen Lebens, den Lebendigen Gott selber berührt in Jesus.
Seit dem Sündenfall waren und sind alle Menschen geistlich tot. Ohne das Leben Gottes in sich, getrennt vom göttlichen Leben und ohne den innewohnenden Heiligen Geist.
Jesus war der einzige Mensch, der lebendig war, in dem das göttliche Leben herrschte, der in Gemeinschaft mit Gott war, ohne trennende Sünde.
In Jesus hat Gott endlich wieder einen lebendigen Menschen gehabt, der ihm, dem einzig wahren, lebendigen Gott ebenbürtig war. Gott ist nicht nur die Quelle des Lebens, Gott ist das wahre Leben. Der Mensch ausserhalb und getrennt von Gott ist geistlich tot. Weil Jesus eins mit dem Vater war, konnte er sagen: Ich bin ... das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich. (Joh. 14,6).
Der letzte Feind ist der Tod. 1. Kor. 15,26.
Jesus ist die Auferstehung und das Leben. Joh. 11,25: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; (LUT).
1. Kor. 15,21 Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; 22 denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
Der Sohn des lebendigen Gottes ist der im Fleisch als Mensch gekommene (inkarnierte) Sohn Gottes, und dieser hat den letzten Feind, den Tod, überwunden, als er von den Toten auferweckt wurde durch den Geist des lebendigen Gottes.
Neben der tief heidnischen götzendienerischen Stadt Cäsarea Philippi bei den Pforten zum Tode - war der Kontrast zum Lebendigen Gott in Jesus so deutlich spürbar, dass die Offenbarung den Geist des Petrus so stark berühren konnte, dass es ihn in seinem Verstand erleuchtete.
In der lauwarmen heuchlerisch-religiösen Suppe der Pharisäer in Jerusalem oder selbst in Galiläa wäre dies schwieriger gewesen, da der Sauerteig der toten Religion den Verstand vernebelte.
10 Vers 17: Und Jesus antwortete und sagte zu ihm:
Gesegnet bist du, Shimon, Sohn des Jonas (Bar-Jona), denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern Mein Vater im Himmel. (Mt 11,25-27, Joh. 6,44).
Hier nennt Jesus den Petrus bewusst bei seinem richtigen Namen: Shimon, Sohn des Jonas. Erst im nächsten Vers sagt er seinen Spitznamen Kepa, um das Wortspiel mit dem Felsen der Offenbarung und der felsigen Umgebung zu machen. Jesus gab ihm den Spitznamen Petrus schon bei der Berufung (Mk 3,16, Joh.1,42). Der Spitzname des Apostels Petrus (Kepa) erinnert an die Wichtigkeit der Offenbarung vom Vater im Himmel und der Erkenntnis von Jesus als dem Messias.
Wir sehen hier erweitert, was Jesus in Johannes 6,44 sagte: Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
Die Jünger wurden bereits vorher vom Vater zu Jesus gezogen, und jetzt kann der Vater ihnen auch offenbaren, dass er wirklich der Messias, der Sohn des Lebendigen Gottes ist.
11 Vers 18: Und auch ich, ich sage dir: Du bist Kepha, und auf diesen Kepha Felsen werde ich meine Rats-Versammlung bauen ... .
Aramäisch Kepa (Kipa)/Kepha bedeutet Fels, Stein.
Also: Du bist der Fels, und auf diesen Felsen ...
Hier wird beide mal exakt das gleiche Wort verwendet, für Petrus und für den Felsen. Eine spitzfindige Unterscheidung der zwei griechischen Formen Petros für Stein und Petra für Fels, ist nicht haltbar. Jesus, seine Jünger, die Galiläer und Juden und die ganze Gegend hat aramäisch gesprochen. Aramäisch war die Lingua franca im Nahen Osten während vieler Jahrhunderte. Das Griechische hatte in der Region nur begrenzt und in römisch administrativen Dingen einen Einfluss und in gewissen Kultstätten. Es ist ähnlich wie zwischen Englisch und Spanisch in Amerika, beide sind in ihrem Gebiet eine Lingua franca (vorherrschende, bevorzugte Sprache, die auch von angrenzenden Sprachen als Hauptfremdsprache verwendet wird, zur internationalen Verständigung. Zu vermuten, ein Mexikanischer Prophet schreibe hauptsächlich und zuerst in Englisch anstatt Spanisch, speziell für seine Landsleute, ist ähnlich absurd, wie die hartnäckig etablierte Meinung und Haltung, der Urtext der Evangelien und des Neuen Testaments sei Griechisch, umso mehr, als niemand abstreitet, dass Jesus und seine Jünger ihre Muttersprache Aramäisch sprachen.
Die meisten normalen Leute konnten damals nicht Griechisch, und es war unter den Pharisäern auch verpönt, da heidnisch und nicht semitisch.
Jedoch wurde zur Zeit von Jesus gerade im heidnischen Cäsarea Philippi ein hellenischer Götzenkult betrieben.
12 Vers 18: Und auch ich, ich sage dir: Du bist Kepha, (ein Fels, Stein), und auf diesen Kepha Felsen werde ich meine Rats-Versammlung bauen, und die Pforten des Totenreichs werden sie nicht überwinden.
Du bist Kepha (aram. ܟ݁ܺܐܦ݂ܳܐ / כֵּיפָא = Fels/Stein), und auf diesem Kepha werde ich meine ʿEdta (aram. ܥܕܬܐ = Gemeinde/Versammlung bauen.
Was Jesus mit "auf diesen Felsen" werde ich meine Gemeinde bauen gemeint hat, hat zu wilden Interpretationen und Auslegungen geführt. Die Katholische Kirche behauptet, dass damit Petrus gemeint ist und macht ihn quasi zum ersten Papst. Jedoch hapert diese Auslegung schon daran, dass Jesus nicht sagt: Auf diesen Felsen werde ich meine "Kirche" bauen (siehe Ausführungen in der nächsten Fussnote). Sondern Jesus baut auf diesen Felsen seine Edta, seine Rats-Versammlung seines Königreichs.
Um zu verstehen, was Jesus gemeint hat, müssen wir den Geist von Jesus aufschnappen und im Kontext bleiben und das Wort Gottes insgesamt betrachten.
Der Fels (Petrus) bekennt durch göttliche Offenbarung:
Du bist der Messias, der Sohn des Lebendigen Gottes.
Dies in Front der Pforten des Todes, des Felsen mit der Höhle zur Unterwelt.
Jesus beglückwünscht Kephas für diese Aussage.
Jesus ist dieser Fels. Und zu erkennen, dass Jesus dieser Fels, der Messias, der Sohn des Lebendigen Gottes ist, darauf baut Jesus die unzerstörbare Ekklesia, nicht eine menschliche Organisation, Kirche oder Denomination.
Und weil der Fels Kephas als Erster den Felsen Jesus als Messias in der Gegenwart der Versammlung der Jünger bekannt hat, weil er hier als Erster geantwortet hat, und Jesus endlich klar und offen vor den Jüngern zugibt, dass er der Messias ist, deshalb ist Petrus auch der Erste, der auf diesem Fundament und Felsen aufgebaut wird. Insofern stimmt es auch, dass alle späteren, die Ekklesia, auf Kephas (Petrus) aufgebaut ist, weil wir alle nachher hinzugefügt wurden und organisch miteinander verbunden sind.
Dies ist ganz klar, was hier gesagt wird. Alles andere ist nicht kongruent mit dem Geist des Christus und harmoniert nicht mit dem Worte von Jesus.
Wortbeweise: Jesus selber bezeichnet sich als der Fels mit dem gleichen aramäischen Wort, und auch Prophet Daniel und Paulus und Petrus, um nur grad mal die wichtigsten zu erwähnen.
Jesus in Matthäus 21,42 (Markus 12,10; Lukas 20,17):
„Habt ihr nie gelesen in der Schrift: ‚Der Stein (Kepa), den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden‘?“ → Zitat aus Psalm 118,22.
Jesus in: Matthäus 21,44 (Lukas 20,18):
„Und wer auf diesen Stein (Kepa) fällt, der wird zerschellen/zersplittern; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen/zerschmettern.“
Daniel über den Messias: Daniel 2,34–35: Ein Stein löst sich ohne Hände, trifft das Standbild an den Füßen und zermalmt alles (Eisen, Ton, Erz, Silber, Gold).
Daniel 2,44–45: „In den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, … es wird alle jene Reiche zermalmen und ihnen ein Ende machen … Du hast gesehen, dass ein Stein sich ohne Zutun von Menschenhand vom Berg loslöste und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte.“
Jesus erfüllte hier in Cäsarea Philippi und nachfolgend mit der Verklärung auf dem hohen Berg in Kapitel 17 die Prophezeiung von Daniel 2,45: Ein Stein löst sich ohne Zutun von Menschenhand vom Berg, deshalb betont Jesus "nicht von Fleisch und Blut".
Der Hermon ist der heilige Berg der Macht und Authorität auf der Erde. Jesus ging speziell dahin, um durch Gottes Wirken, nicht durch Menschenhand zu diesem Stein zu werden. Das Loslösen dieses Steines wurde durch das Bekenntnis des Kephas initiiert, der diese Offenbarung vom Vater im Himmel erhielt, nicht von Fleisch und Blut.
Während ich diesen Kommentar schreibe, März 2026, (Iran-Krieg, kultureller Zerfall des Westens, Europas und USA, etc.) sehen wir vor unseren Augen, dass alte Reiche inklusive dem ehemals Christlichen Westen im Gebiet des Römischen Reiches zerbröselt werden, während die Reiche selber zerfallen, bekehren sich in islamischen Ländern (auch Iran) und in den meisten Gebieten ausser dem ehemals christlichen Westen immer mehr zu Jesus. Der Westen befindet sich im Abfall vom Glauben an Jesus und hat sich längst vom Wort Gottes abgewandt. Das Babylonisch-Persische Reich waren Gold und Silber, das Griechische Erz und das Römische Eisen, und der moderne Westen Eisen vermischt mit Ton.
Wasser floss, ist heute
noch ein imposantes
Zeugnis dieses wunder-
baren Ereignisses
am Berg Gottes.
1. Korinther 10,4:
„… und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.“(In 1. Kor 3 geht es um den Grund / das Fundament, das Jesus Christus ist – 1. Korinther 3,11: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ – aber nicht explizit „Fels“.)
Nun lassen wir noch Petrus, den "Felsen" selber zu Worte kommen wer wirklich mit "auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen" gemeint ist:
1. Petrus 2,4–8:
„Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein (Kepa), der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist!
Und auch ihr, als lebendige Steine (Kepa), lasst euch zu einem geistlichen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott gefallen durch Jesus Christus.
Denn es heisst in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Stein (Kepa) als Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«
Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für die aber, die nicht glauben, ist er »der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden« und »ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses«.“
Petrus, inspiriert vom Heiligen Geist, zerstört hier radikal irgendwelche Hirngespinste, die ihn zu einem Papst oder Fels einer Kirche machen möchten. Petrus bezeichnet Jesus als den lebendigen Stein, zu dem wir kommen sollen. Und dann, um es gleich ganz klar zu machen, bezeichnet er alle Gläubigen als lebendige Kephas (Steine), damit ja nicht einer denkt, nur Petrus (Kephas) sei ein Stein für Jesus. Wir alle werden auf dem Fundament Christus, Messias aufgebaut, die wir Jesus als den Messias und Sohn Gottes durch Offenbarung vom Vater im Himmel erkannt haben.
Und damit nicht genug, zerstört Petrus nachfolgend auch noch den später aufkommenden abgehobenen unbiblischen Stand des Klerus. Das Neue Testament kennt kein Klerus-Laien System. Alle Gläubigen sind Priester. Es gibt keine abgesonderte Priesterklasse. Alle Gläubigen sind als lebendige Steine geheiligt und abgesondert von der Welt Priester für Gott.
Petrus sagt: Lasst euch durch Jesus Christus als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen. Damit beschreibt er, was Jesus gemeint hat: Ich werde meine Gemeinde auf diesen Felsen (Christus) bauen.
13 Vers 18: Und auch ich, ich sage dir:
Du bist Kepha, und auf diesen Kepha Felsen werde ich meine Rats-Versammlung (Gemeinde) bauen, und die Pforten des Scheols werden sie nicht überwinden.
Das Aramäische Wort für Versammlung / Gemeinde ist Edta und wird in griechischen Manuskripten korrekt mit Ekklesia übersetzt. Beide Wörter bezeichnen eindeutig eine Ratsversammlung, Versammlung, Gemeinde, Gemeindeversammlung, und nicht Kirche. "Kirche" ist eine falsche Übersetzung von Ekklesia oder Edta. Kirche kommt vom griechischen kyriakon, was ein kleines Gotteshaus beschreibt. Und kyriakon kommt nie im griechischen Neuen Testament vor. Es war also von Anfang an völlig ungerechtfertigt - und teilweise absichtlich, edta / ekkesia mit Kirche zu übersetzen. Dies hatte fatale Folgen. Damit haben sich die etablierten Kirchen, (katholische, anglikanische, lutheranische, orthodoxe und alle anderen sich "Kirche" nennenden Denominationen widerrechtlich in das Neue Testament geschlichen. Und das Wort Kirche suggeriert ein Gebäude aus Steinen, ein "Gotteshaus", anstatt eine Versammlung aus lebendigen Steinen für einen geistlichen Tempel, nicht aus Steinen. Nicht Teil dieses Weltsystems.
Edta / Ekklesia bezeichnet in keinem einzigen Fall ein Gebäude, nie, und auch in keinem einzigen Falle eine kirchliche Organisation oder Denomination.
Edta / Ekklesia bezeichnet eine Rats-Versammlung.
Es wurde auch zur Zeit der Urgemeinde noch für politisch wichtige Versammlungen einer Stadt verwendet. (Apg. 19:39).
Die Passion Translation verwendet immer noch "church" aber fügt immerhin hinzu: Legislative Assembly. Es ist jedoch eher eine Exekutive und Judikative Versammlung, wie Beispiele in Mt. 18 & Apg. 12 zeigen.
Ekklesia sind Ratsleute einer Stadt, die sich Versammeln, um die Affären der Stadt zu regeln und verwalten. Ek-klesia bedeutet zu einer Versammlung Herausgerufene.
Das aramäische Wort, das Jesus verwendete, ist Edta, was Versammlung bedeutet und aus “sich versammeln” und “kommen” zusammengesetzt ist. Also:
Komm und versammle dich in der Gegenwart Gottes.
Es ist eine Einladung in die Gegenwart Gottes.
Gemeinde (Edta, Ekklesia) ist
die Versammlung von Gläubigen
in der Gegenwart Gottes.
Die ersten Christen in der Apostelgeschichte versammelten sich hin und her in den Häusern, wo sie das Brot brachen, beteten, sich um Nöte anderer kümmerten und in der Lehre der Apostel blieben. Es braucht kein Kirchengebäude, um Ekklesia zu sein. Wir gehen nicht in die Kirche / Gemeinde / Versammlung; wir SIND die Versammlung, welche sich treffen, um sich in der Gegenwart Gottes zu versammeln und sein Wort und seine Befehle entgegen zu nehmen. Tägliche Hausversammlungen sind die Norm. Lokale grössere Versammlungen machen dann Sinn, wenn die Gläubigen sich lebendig täglich hin und her Treffen und bestärken, um so gefüllt mit geistlichem Leben sich im grösseren lokalen Rahmen zu treffen. Sobald Versammlungs- Gebäude gebaut wurden, hat sich der Irrtum "Kirche" als Gebäude langsam eingeschlichen und die Führung des Heiligen Geistes wurde abgelöst durch menschliche Organisation.
Jesus erwähnt die Versammlung nur 2 mal in den Evangelien, hier in Kapitel 16 und noch in Matthäus 18.
Und dann in der Offenbarung wendet sich Jesus persönlich an 7 lokale Versammlungen von 7 Städten in Kapitel 2 und 3. Daraus erkennen wir das Prinzip, dass es um dezentrale Exekutive von Gottes Rat an jedem Ort und in jeder Stadt geht, durch eine Gruppe von Gläubigen, welche sich als der Leib Christi vom Heiligen Geist geleitet in der Gegenwart von Gott versammeln, um durch Gebet und Gemeinschaft, Gottes Ratschluss und Willen auszuführen.
Wie wir in Offenbarung Kapitel 2-3 sehen, gab es in den lokalen Versammlungen bereits wenige Jahrzehnte später massive Probleme die Jesus beanstanden musste. Deshalb hat Jesus vorausschauend in Matthäus 18,17-20 den Weg gezeigt, sich als Mini-Ekklesia bereits ab 2 oder 3 Geschwistern in die Gegenwart von Ihm zu versammeln.
Es war hauptsächlich Paulus' Auftrag und Aufgabe, das Wesen und Funktionieren der Gemeinde von Jesus als der Leib Christi auf Erden zu offenbaren und beschreiben. Dies tat er in seinen 13 Briefen, insbesondere im Epheser, Kolosser, 1. & 2. Korinther, Römer und Hebräerbrief. Paulus mit seinen gründlichen Kenntnissen der Tora, erhielt diese Offenbarungen dadurch, dass er in die Gegenwart von Jesus entrückt wurde, wo Jesus ihm viele dieser Offenbarungen gab.
Der Epheserbrief (Kapitel 5) und die Offenbarung (Kapitel 21-22) offenbaren, dass die Versammlung als das Neue Jerusalem die Braut des Lammes, die Braut des Messias ist.
Das Hohelied Salomos Kapitel 4,8 prophezeit exakt was hier in Matthäus 16,16-19 und Kapitel 17 gerade passiert, in nicht zu überbietender Schönheit:
Der König (Bild auf den Messias) spricht:
Komm mit mir vom Libanon, meine Braut, komm mit mir vom Libanon! Steig herab vom Gipfel des Amana, vom Gipfel des Schenir und des Hermon, von den Lagerstätten der Löwen, von den Bergen der Leoparden!
Jesus offenbart zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit die Versammlung des Messias in Matthäus 16,18 in Cäsarea Philippi am Fusse des Hermon.
Und gleich nachher stieg Jesus in Kapitel 17 mit den 3 engsten vertrauten Jüngern auf das Gebirge des Hermon. Kepha, Jakobus und Johannes wurden Zeugen der Herrlichkeit des Königs Messias. Und sie stiegen wortwörtlich vom Hermon herab. Sie kamen als andere Menschen, als Braut des Lammes vom Libanon nach Galiläa und Judäa herab.
Noch ein sehr wichtiges Detail, was leicht übersehen werden könnte sehen wir am Anfang des Verses:
Und auch ich, ich sage dir: Du bist Kepha, und auf diesen Kepha Felsen werde ich meine Versammlung bauen, und die Pforten des Totenreichs werden sie nicht überwinden.
Mit "und auch ich" will Jesus sagen, nicht nur du, Petrus, hast gerade eine wichtige Offenbarung vom Vater im Himmel geäussert.
Nicht nur du, Petrus, sondern auch ich, Jesus, sage eine wichtige Offenbarung. Nämlich, dass der Sinn, die Absicht des Messias Königs ist, die Gemeinde hervor zu bringen als nicht überwindbare Versammlung des göttlichen Rates, nicht überwindbar durch die Macht des Todes.
Der Offenbarung darüber, wer Jesus ist, soll nach dem Herzenswunsch von Jesus unmittelbar die Offenbarung darüber folgen, was die Gemeinde, die Versammlung des Messias ist. Leider bleiben die meisten Christen bei der ersten Offenbarung stecken, weil die "christliche" Religion und das System der Kirchen aus Stein und Denominationen das Verständnis verblendet hat.
Mehr zum Wesen und der Funktion und Aufgabe der Versammlung des Messias im Buch:
"satans grösster Alptraum: die Exekutiv-Versammlung des Messias Königs Jesus!" Erhältlich auf Jesus4you.ch .
14 Vers 18: Und auch ich, ich sage dir: Du bist Kepha und auf diesen Kepha Felsen werde ich meine Rats-Versammlung bauen, und die Pforten des Totenreichs (Scheol, Hades) werden sie nicht überwinden. (nicht über sie herrschen).
Es heisst Pforten des Scheol, richtig übersetzt auf Griechisch mit Hades: Beides bedeutet Totenreich.
Es sind nicht die Pforten der Hölle. Der Tod ist der Feind. Die Hölle ist nur der Aufenthaltsort der gefallenen Engel, satan und des Todes. Es ist also weit stärker, hier genau zu übersetzen, anstatt mit dem bekannten Slogan Hölle. Alles was nicht (mehr) in Harmonie mit Gott ist, ist tot.
Früher war der Stadtrat und das Gericht bei den Toren.
So muss man das Wort Pforte verstehen.
Es ist nicht nur ein Tor, sondern die Pforten repräsentieren die oberste Ratsversammlung. Der Hermon galt als Berg der Versammlung der "Götter".
Die sumerische Wortwurzel von Anunaki geht vermutlich auf ein Wort für Ratsversammlung zurück. Und genau diese hatten sich um den Hermon herum eingenistet, um die Menschen zu kontrollieren und beherrschen. Die Anunaki wurden zwar vernichtet, aber nicht die Dämonen, weitere gefallene Engel, satan und insbesondere nicht der Tod. Und Jesus und die Jünger befinden sich beim Tor zur Unterwelt, zum Tode. Der Tod ist der letzte Feind (1.Kor. 15,26).
"Die Pforten des Hades" bedeutet deshalb die
etablierte Ratsversammlung des Todes.
und zwar beim Hermon, beim Berg der obersten Kontrolle über die Menschen auf Erden durch den Tod.
Nach Hebräer 2,14 hatte der Teufel die Macht über den Tod. Der Teufel war dort durch "Pan" repräsentiert.
Hebr. 2,12 »Ich will meinen Brüdern deinen Namen verkündigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!« .... 14 Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, 15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.
Jesus kündet seinen Jüngern in Gegenwart der Mächte der Finsternis und des Totenreiches das Ende der Herrschaft satans über den Tod und die Ablösung der Macht und Herrschaft über die Menschen, welche der Tod ausgeübt hat,
durch die Herrliche Versammlung.
Jesus löst die Ratsversammlung satans ab,
welche die oberste Macht und Kontrolle durch den Tod über die Menschen ausübte,
durch
die Rats-Versammlung des Messias
welche vom Tod nicht überwunden werden kann.
Das ist, was Jesus sagt und hier gerade passiert ist:
auf diesen Felsen werde ich meine Rats-Versammlung bauen, und die Pforten des Totenreichs (Scheol, Hades) werden sie nicht überwinden. (nicht über sie herrschen).
Das Hohelied Salomos beschreibt in 8,6 die zwei stärksten Mächte, die hier konfrontiert werden:
Die Braut spricht:
"Leg mich wie ein Siegel an dein Herz,
wie ein Siegel an deinen Arm!
Denn stark wie der Tod ist die Liebe,
hart wie der Scheol die Leidenschaft.
Ihre Gluten sind Feuergluten, eine Flamme Jahs."
Die Liebe der Ekklesia zum Messias Jesus, dem Bräutigam, und die Liebe Gottes, der seinen Sohn dahingab, damit jeder der an Ihn glaubt, das ewige Leben hat, ist die Macht, welche der Tod nicht überwinden kann.
In seiner Sehnsucht und Liebe nach der Braut, hat Jesus sich selber hingegeben in den Tod als Opferlamm für unsere Sünden und hat durch die Auferstehung die vielen Söhne Gottes, seine Brüder, seine Braut, hervorgebracht. Unüberwindbar. Die Macht satans und des Todes sind im Messias gebrochen.
Diese Ausübung (Exekutive) dieser Macht und Autorität ist nun die Aufgabe der wahren Ekklesia. Darum geht's wenn wir uns in die Gegenwart Gottes versammeln.
Jesaia 38,10 ist eine andere erwähnenswerte Parallelstelle, der todkranke König Hiskia verwendet genau die Worte: Pforten des Scheols:
10 "Ich sagte: In der Mitte meiner Tage soll ich hingehen zu den Pforten des Scheols. Ich bin beraubt des Restes meiner Jahre. 11 Ich sagte: Ich werde Jahwe nicht sehen, Jahwe im Land der Lebendigen, auch nicht Menschen mehr erblicken bei den Bewohnern des Totenreiches."
15 Vers 19: Dir werde ich die Schlüssel des Königreichs der Himmel geben. Jedes Ding, das du auf Erden bindest, wird auch im Himmel gebunden, und was du auf Erden lösest, wird auch im Himmel gelöst.
Was sind die Schlüssel des Königreichs der Himmel?
Was macht man mit diesen Schlüsseln?
Wer hat diese Schlüssel heute?
Das sind die für uns heute relevanten Fragen, um von diesem Wort von Jesus belebt zu werden.
Wir müssen eng im Kontext bleiben. Jesus sagt dies unmittelbar nachdem er proklamiert hat, dass die Pforten des Totenreichs die Ekklesia nicht überwinden, die Jesus jetzt aufbaut.
Schlüssel sind Symbole der Autorität und regierenden Gewalt, wie wir z.B. gut in Jesaia 22,22 sehen.
Wir haben vorher erklärt,
Jesus löst die Ratsversammlung des Todes und satans,
welche die oberste Macht und Kontrolle über die Menschen ausübte, ab durch
die Rats-Versammlung des Messias
welche vom Tod nicht überwunden werden kann.
Die Schlüssel des Reiches der Himmel sind dazu da, um die Ratsversammlung des Messias zu etablieren und um die Judikative und Exekutive Gewalt des Reiches der Himmel auf Erden auszuführen.
In Offenbarung 1,18 sehen wir, dass Jesus den Tod entmachtet hat und jetzt die Schlüssel des Todes und des Todenreiches hat!
Fürchte dich nicht: Ich bin der Erste und der Letzte. Und derjenige, welcher lebte, und tot war, und siehe, ich bin lebendig für immer und ewig. Amen. Und ich habe den Schlüssel des Todes und des Totenreichs (Scheol).
Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung den Tod entmachtet. Auf dieser Grundlage kann er den Gläubigen, welche ihr Selbst täglich gekreuzigt haben, die Schlüssel der Verwaltung des Königreichs der Himmel auf Erden übergeben.
In der zweiten Erwähnung der Edta (Ekklesia, Versammlung) in Matthäus 18,17-18 zeigt Jesus ein Beispiel, wie die Gemeindeversammlung mit Problemen zwischen Brüdern umgehen soll und wiederholt nochmals die Betätigung des Schlüssels: Binden und Lösen.
Jesus gibt die Schlüssel zuerst dem Petrus, aber schon in Kapitel 18,18 sehen wir, dass "ihr", die Versammlung, die Schlüssel hat ("alles was ihr bindet ...". Und weil Jesus wusste, dass grössere Versammlungen in relativ kurzer Zeit die Vollmacht des Heiligen Geistes durch Lauheit, Sünde und Streitigkeiten verlieren, hat er die Schlüssel komplett dezentral in die Hände aller derer gegeben, die sich bereits zu zweit oder dritt im Namen von Jesus - in der Gegenwart von Jesus versammeln. Mt. 18,19-20.
Mt 18,19] Im weiteren sage ich euch, dass wenn zwei oder drei von euch übereinkommen auf der Erde über alles, was sie erbitten wollen, sie werden es erhalten von der Gegenwart meines Vaters, welche im Himmel ist.
20] Denn wo zwei oder drei versammelt sind in Meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen!
Ich gehe im Büchlein: "Ekklesia, die Exekutiv-Versammlung des Messias Königs Jesus" ausführlich auf das praktische Funktionieren solcher Mini-Ekklesias ein.
Es ist absolut zentral wichtig zu verstehen und erfahren, dass das Königreich der Himmel und die Ekklesia nur durch den Heiligen Geist und im Heiligen Geist wirklich sind.
Ohne den Heiligen Geist die Schlüssel betätigen zu wollen ist Anmassung, Betrug und Irreführung.
Es ist nicht möglich, diese Schlüssel ohne den innewohnenden Heiligen Geist zu betätigen.
An Pfingsten in Apostelgeschichte 2 kommt der Heilige Geist mit Rauschen und Feuerzungen auf die versammelten 120 Jünger. Dies ist die Geburt der Ekklesia. Sogleich betätigt Petrus, getränkt im Heiligen Geist, in seiner ersten Predigt ab Kap. 2,14ff die Schlüssel des Reiches und viele Bekehren sich.
Diese Predigt von Petrus ist extrem kraftvoll bis heute. Unbedingt gleich lesen! Das ist, wenn man die Schlüssel voll des Heiligen Geistes betätigt.
Dann in Apostelgeschichte 10,34-48 öffnet Petrus in der Kraft des Heiligen Geistes im Haus des Körnelius, dem römischen Hauptmann das Tor des Königreichs der Himmel auch für die Heiden in sehr eindrücklicher Weise.
Auch sonst in den weiteren Kapiteln der Apostel-geschichte sieht man, dass Petrus die Administrativ, Judikativ und Exekutiv-Gewalt in der Gemeinde als Apostel betätigt. Aber er ist nicht der Einzige, nur der Herausragendste (bis Paulus auftaucht). Auch ganz normale Gläubige, Tellerwäscher, Nicht-Apostel wie der erste Märtyrer Stephanus, fallen durch aussergewöhnliche Wundertaten und Predigten auf.
Die Ekklesia ist das Reich der Himmel auf Erden.
Gott macht nichts auf der Erde, ohne die Ekklesia. Deshalb ist Beten so zentral wichtig. Richtiges Beten betätigt die Schlüssel zum binden und lösen.
Niemand kann die Schlüssel des Reiches der Himmel eigensinnig und eigenwillig benützen und missbrauchen.
Es ist hier auf der Erde nur möglich, in der Wirklichkeit des Heiligen Geistes als Menschen diese Schlüssel der Macht Gottes zu betätigen.
Es ist ein Doppelschlüssel System: Der Vater und der Sohn im Himmel hat Schlüssel und hat alles geöffnet, was seinem Willen entspricht, und alles geschlossen, was er nicht will und seinem Willen und Plan entgegen ist.
Gott der Vater im Himmel wartet und wartet, bis endlich auf der Erde ein paar Gläubige, und seien es auch nur 2 oder 3 im Namen von Jesus versammelt, auf die Idee kommen, seinen Willen auf Erden zu Beten und proklamieren und tun.
Sobald auf der Erde die Schlüssel in Übereinstimmung mit Gottes längst gegebenem Ja betätigt werden, passiert es, und das Reich Gottes breitet sich aus.
Um das Reich der Himmel auf Erden zu etablieren, müssen die Schlüssel auf zwei Seiten betätigt werden. Im Himmel und auf Erden. Gott macht dies im Himmel, das meiste ist längst "unterschrieben" oder geöffnet. Der Teil auf der Erde ist in der Verantwortung von mit dem Heiligen Geist gefüllten und geleiteten Nachfolgern von Jesus, die Verantwortung und Vollmacht der Ekklesia (Ratsversammlung).
Deshalb gibt Jesus in Matthäus 6,10 die Anleitung: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt (auch auf der Erde), Dein Reich komme, auch auf der Erde, Dein Wille geschehe, wie er im Himmel ist, so auch auf der Erde!
Schlüssel sind zum öffnen von Toren und Türen. Also kann man auch übersetzen oder verstehen:
Alles, was du auf der Erde zuschliesst, ist auch im Himmel geschlossen. Und alles, was du öffnest, ist auch im Himmel geöffnet.
Siehe Offb.3,7-8. Jesus öffnet da eine Tür mit den Schlüsseln Davids, und niemand kann sie schliessen, weil sie das Wort bewahren.
Im Kommentar zu Vers 25 zeige ich noch einen ganz persönlichen Schlüssel, den du zwingend lernen musst, zu verwenden, wenn du jemals aufgebaut werden willst im geistlichen Haus Gottes. Jesus beschreibt diesen Schlüssel von Vers 22-26.
Praxis: Suche dir einen oder zwei treue Nachfolger Jesus, wo ihr zu zweit/dritt mehrmals wöchentlich oder täglich für 15-30 Minuten als Mini-Ekklesia in dem Bewusstsein zusammenkommt, dass ihr jetzt potentiell die Schlüssel des Reiches der Himmel betätigt durch eure Gebete und Forderungen in der Gegenwart von Jesus und des Himmlischen Vaters. Am besten lest ihr alle ein paar mal dieses Kapitel 16 der ANTD Studienbibel durch, bis es klick macht.
16 Vers 20: Dann befahl Er Seinen Jüngern, dass sie niemandem sagen sollten, dass er der Messias ist.
Jesus hat endlich den Jüngern unmissverständlich bestätigt, dass er der Messias ist. Da er als Messias am Kreuz stellvertretend für die gefallene Menschheit sterben musste, war es wichtig, sich nicht öffentlich als Messias zu propagieren. Jesus wird durch seine Gemeinde (Ekklesia) als der Leib des Messias Seine Herrschaft auf Erden etablieren, nicht Er alleine. Es war also strategisch wichtig, nicht zu früh eine Messias Euphorie zu starten.
17 Vers 21: Und von da an begann Jesus Seinen Jüngern bewusst und klar zu machen, dass Er nach Jerusalem gehen muss, und dass Er viel Leiden erfahren werde von den Ältesten, Hohepriestern und Schriftgelehrten. Und Er werde getötet werden und am dritten Tage auferstehen.
(Jesaja 52,13-16 & 53; Hebr 2,9.10.14; 9,7-28).
Der Weg Gottes um sein Königreich der Himmel, das Reich des Messias Jesus, auf der Erde durch die Ekklesia aufzurichten, geht nur über das Leiden von Jesus, das Kreuz.
Hebr. 2,10 sagt es so:
Denn es war prinzipiell angemessen, dass dieser Eine, durch den und aufgrund von dem alle Dinge existieren, und welcher viele Söhne zur Herrlichkeit gebracht hat, welcher die Quelle ihres Lebens ist - dass Er vollendet werden musste durch sein Leiden. ANTD.
Dass der Messias werde leiden müssen, war im Alten Testament nicht sehr leicht zu finden, weil dies nicht erwartet wurde. Jedoch ist die Stelle in Jesaja 52 ab Vers 13 bis und mit dem ganzen Kapitel 53 sehr klar und beschreibt die Leiden Jesus und seinen stellvertretenden Tod sehr deutlich. Auch in den Psalmen finden wir etliche deutliche Andeutungen auf die Leiden Christi.
Der Hebräerbrief erläutert von Kapitel 1-10 die geistliche Bedeutung vom Tod und der Auferstehung von Jesus, und wie das perfekte Opfer durch Jesus Blut im alttestamentlichen Priesterdienst als Schatten der Wirklichkeit gezeigt wurde.
18 Vers 23: Er aber wandte sich zu Kepha und sagte:
Geh hinter mich, satan!
Du bist für mich ein Stolperstein, den du denkst nicht aus Gottes Sicht, sondern wie die Menschen. (wörtlich: du denkst nicht von Gott, sondern von den Menschenkindern).
Hoppla. Der Fall kommt schnell. Von der wunderbarsten Offenbarung durch den Vater im Himmel über Jesus als den Messias, den Sohn Gottes, wird der Fels (Kepha) innert 2 Minuten zum Mundwerk satans.
Gleich nach dem Offenbarungs-Bekenntnis und nach der Prophezeiung zur unüberwindbaren Gemeinde, die Jesus aufbaut, betont Jesus den Weg über das Kreuz.
Dadurch provoziert er die Pforten des Hades, und zwar an einem nicht erwarteten Ort.
Unsere Seele ist eine Pforte zum Hades.
satan kommt durch Petrus hervor.
In den Versen 23-26 zeigt Jesus, dass die Pforten des Hades auch in unserem Selbst, unserem nicht gekreuzigten Seelenleben und unserem menschlichen Denken installiert sind.
Jesus sagt, weil du wie ein Mensch, menschlich, auf menschliche Weise denkst, und nicht von Gott, nicht göttlich, bist du eine Pforte, voraus satan hervorkommt!
(Kleinschreibung von satan ist Absicht).
Es ist wichtig, dass wir die Pforten des Hades nicht nur irgendwo geographisch zuordnen, oder es nur abstrakt auf die etablierte Macht satans und des Todes beziehen.
Konkret hat sich satan in der gefallenen Denkweise der Menschen eingenistet. Der Hades hat seine Pforten regelrecht im gefallenen Seelenleben der Menschen installiert.
19 Verse 24 -26: 24] Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern:
Wer mir nachfolgen will, der wird seine Seele (sich selbst) verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen und mir folgen.
25] Wer sein Seelenleben leben lassen will, der wird es (dadurch) zugrunde gehen lassen; wer aber sein Seelenleben um meinetwillen zugrunde gehen lässt, der wird es finden.
26] Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert? Oder was kann ein Mensch im Austausch für seine Seele geben? (Womit könnte ein Mensch seine Seele ersetzen)?
Seele: aramäisch (& hebräisch) NPŠ, Napsha bedeutet: Seele, Seelenleben, das Selbst, sich Selbst, Atem des Lebens und insofern Leben. Ich übersetze meisten Seele oder Seelenleben, da beides am genauesten ist und nichts an inhaltlicher Bedeutung verliert. Hier mit Leben oder Selbst zu übersetzen, ist nicht ganz falsch, aber ungenau.
Napsha, nepesh, Seele ist eines der zentral wichtigen Wörter um die ewige Errettung und Gottes Heilsplan richtig verstehen zu können. Es wird zum Glück auch im Griechischen NT konsequent wie im Aramäischen richtig wiedergegeben.
Seele ist Griechisch psyche, und wird hier in den Versen 24-26 konsequent gleich für nepesh verwendet.
Wir sollten also diesem Übersetzungsmuster folgen und bei "Seele" bleiben, und nicht mit Leben oder Selbst abschwächen. Das Griechische NT ist eine sehr exakte Übersetzung aus dem aramäischen Urtext und Kontext, die meisten zentral wichtigen Begriffe werden konsequent richtig übersetzt. Deshalb sind zum Glück auf dem Griechischen basierende Übersetzungen in moderne Sprachen immer noch ziemlich genau und brauchbar, und im "Griechischen nachschlagen" bringt oft ein Resultat nahe am Urtext. Jedoch ist eine genaue Übersetzung aus dem Aramäischen ins Deutsche längst überfällig und dringend nötig, um fast 100% vom Urtext zu haben, nicht nur 97-99%.
20 Vers 25: Wer sein Seelenleben leben lassen will, der wird es (dadurch) zugrunde gehen lassen; wer aber sein Seelenleben um meinetwillen zugrunde gehen lässt, der wird es finden.
Dies ist so genau wie nur möglich am aramäischen Urtext übersetzt, unter Berücksichtigung der dreimalig verwendeten Verbform "Aphel" für "etwas tun lassen", also "leben lassen", "zugrunde richten lassen".
Jesus wiederholt in den Evangelien öfters die Selbstverleugnung, die Verleugnung des Seelenlebens, weil es so entscheidend wichtig ist.
Es ist wichtig, dies zu
verstehen und dann auch
zu tun. Der Mensch ist
komplex, drei Hauptteile,
die Bibel lehrt dies klar:
Geist, Seele und Leib.
Der Geist ist der innere Mensch, die Seele der äussere Mensch, und der Körper der äusserste, physikalische Mensch. 1. Thess. 5,23 sagt: Aber der Gott des Friedens Selber wird euch vollständig heiligen, alle von euch, euer ganzer Geist, Seele und Körper. Er wird euch bewahren ohne Tadel bis zum Kommen unseres Herrn Jesus dem Messias.
Hebräer 4,12 sagt ausdrücklich, dass das Wort Gottes scharf und wirksam ist und Seele vom Geist trennt. Wenn wir nicht unterscheiden lernen, was von der Seele kommt, was die Seele ist, und was unser Geist ist, verstehen wir viele geistlichen Realitäten und Wahrheiten und Lehren nicht richtig, und wir verstehen uns selber nicht.
Die Seele (Psyche) ist der Sitz der Persönlichkeit und umfasst vor allem unseren Denksinn, Verstand, unsere Gefühle und Emotionen und den Willen.
Bei der Schöpfung des Menschen sehen wir auch die drei Teile in Genesis 2,7: Da bildete der JaHuWaH Gott, den Menschen ⟨aus⟩ Staub vom Erdboden [Körper] und hauchte in seine Nase Geist (Atem) des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele. (nepesh).
Gott ist Geist und Leben und er hauchte den Geist des Lebens in den Körper Adams und er wurde zu einer lebenden Seele. Vor dem Sündenfall war der Geist des Lebens im Menschen das zentrale, belebende Element, die Seele war in Einklang und vom Leben des Geistes durchströmt oder kontrolliert. Die Seele war lebendig durch den Geist. Nach dem Sündenfall brach die Verbindung des Geistes im Menschen mit Gottes Geist ab und der Sitz und das Zentrum der Persönlichkeit rutschte in die Seele. Schnell rutschte der Fokus der Seele auf die äusseren Sinne. Die Seele wurde unabhängig und von den äusseren Sinnen beherrscht. Der Mensch war geistlich gestorben, tot, getrennt von Gott dem Leben.
Das unabhängige Seelenleben ist der natürliche Mensch. Dieser natürliche seelische Mensch vernimmt nichts vom Geist wie Paulus in 1.Kor. 2,14 sagt: Der Menschensohn, der in der Seele ist, vernimmt keine geistlichen Dinge, sie sind für ihn eine Torheit, und er ist nicht fähig, sie zu verstehen, denn sie werden durch den Geist verstanden (erkannt).
Paulus ermahnt in seinen Briefen öfters, dass wir im Geist und durch den Geist wandeln sollen, nicht im Fleisch und nicht im seelischen Menschen. Auch Judas kritisiert scharf die seelischen Menschen, die den Geist nicht haben.
In Vers 23 haben wir gesehen, dass es genügte, dass Petrus "menschliche Gedanken" äusserte, um zur Pforte satans zu werden.
Zu erkennen und bekennen, dass Jesus der Messias, der Sohn Gottes ist und dies im Herzen zu glauben, dadurch werden wir gerettet. Seit der Auferstehung von Jesus und der Ausgiessung des Heiligen Geistes, empfangen die, welche sich bekehren und zum Glauben an den Messias kommen, sofort den Heiligen Geist in ihren bisher toten Geist. Wir empfangen in unseren Geist den Geist Gottes und das göttliche, ewige Leben.
Unser Geist wird bei der Bekehrung und Wiedergeburt gerettet.
Aber NICHT unsere Seele. Petrus wurde zwar im Verstand erleuchtet, den Messias zu erkennen, aber dies hat nicht seine gesamte bisherige menschliche, natürliche, eingefleischte Denkweise aufs mal komplett verändert oder erneuert.
Deshalb müssen wir unser Seelenleben verleugnen, und das bisherige, unabhängige eingefleischte Seelenleben zu Grunde gehen lassen und mit dem Leben durch den Geist ersetzen. Wir müssen unseren Denksinn täglich mit Gottes Wort und Wahrheit erneuern (Römer 12,1-2).
Wir müssen beständig in einer bußfertigen Haltung bleiben und unsere Herz reinigen und neu ausrichten auf die Göttlichen Dinge und Prioritäten. Je gründlicher wir unsere Sünden bekennen, desto reiner kann das Herz werden und die Erneuerung der Seele vorangehen.
Apropos Herz: Bisher hat Jesus vor allem das Herz betont. In dem Bild des dreiteiligen Menschen als Geist, Seele und Körper fehlt das Herz. Und genau, in christlichen Kreisen, wo diese zwar richtige Lehre betont wird, aber das Herz ausser acht gelassen wird, da wird alles seltsam mechanisch theoretisch.
Das Herz ist deine Authentizität, dein Fokus, es ist die Farbe, Tränkung und Prägung deiner bisherigen Persönlichkeit, des ist die Ansammlung von dem, was dir bisher lieb war, tief drin in dir verwurzelt, es kann auch voll von Traumas, Lügen, Unmoral und Sünden sein. Es ist die Quelle deines Seelenlebens, die Steuerung vom Unterbewussten Teil deiner Seele.
Es ist DEINE VERANTWORTUNG, DEIN HERZ IN ORDNUNG ZU BRINGEN! (Zitat Reinhard Hirtler).
Du musst dein Herz erneuern mit Bildern der Wahrheit. Das Herz denkt in Bildern. Hier kommt das völlig vernachlässigte Wort Hoffnung ins Spiel. Durch Hoffnung (Vorstellungskraft) gibst du dem Heiligen Geist die Möglichkeit, die Bilder von der göttlichen Wahrheit auf dein Herz zu malen und schreiben. Sehe dich im Gebet und der Stille, als der Neue Mensch ohne Sünde in Christus, in Gemeinschaft mit Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Dies ist dein persönlicher Schlüssel für das Reich der Himmel und um die Pforten des Totenreiches zu verschliessen: Die Verleugnung der Seele, das natürliche Seelenleben zu Grunde gehen lassen und die Erneuerung deines Herzens und Verstandes durch das Wort Gottes und die Wahrheit. So zerschmetterst du die Pforten satans in dir und wirst brauchbar zum Aufbau der Ekklesia für die Exekutive vom Reich der Himmel.
21 Vers 26: Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert? Oder was kann ein Mensch im Austausch für seine Seele geben? (Womit könnte ein Mensch seine Seele, die er am verlieren ist, ersetzen)?
Oh Mensch! Nimm dies zu Herzen!
Deine Seele ist unersetzbar.
Die Seele bist du, deine Person, du als Individuum. Lass dich retten durch die Gnade durch den Glauben an den Messias Jesus und bekenne Ihn von Herzen.
Und als Nachfolger Jesus, als Christ, in den paar Jahren hier auf Erden, siehe zu, dass du deine Seele täglich erneuerst mit dem Wort und der Wahrheit Gottes. Die Welt und ihr System zu gewinnen, heisst, Schaden an deiner Seele zu nehmen.
Im nächsten Vers sagt Jesus, dass er bereit ist, zur Abrechnung (Belohnung und Gericht) zu kommen: 27] Denn der Sohn des Menschen ist vorbereitet: Er wird kommen in der Herrlichkeit Seines Vaters mit Seinen heiligen Engeln. Und dann wird er einem jeden Menschen bezahlen nach seinen Werken!
Menschen, die sich nicht durch Jesus Blut versöhnen lassen, haben nichts aufzuweisen, was sie retten könnte. Aber auch für die nicht Geretteten gibt es eine gerechte Abrechnung nach den Taten.
Für diejenigen, welche an Jesus den Messias glauben, und deshalb nicht verloren gehen, sondern durch Gnade gerettet sind und das ewige Leben haben, gilt das sogenannte Preisgericht.
Die unüberwindbare Gemeinde wird durch das Verleugnen des Seelenlebens gebaut:
Jesus hat gerade gesagt, dass er seine Ekklesia bauen wird, und die Pforten des Hades, auch Pforten, die satan in unserer Seele eingerichtet hat, können sie nicht überwinden. Es ist deshalb wichtig, dass wir es sehr genau nehmen, wie wir auf dieses Fundament aufgebaut werden. Das Bauen findet durch unseren Lebensvollzug statt. Es geht um Charakterumwandlung und Erneuerung der Seele und des Herzens in das Bild von Jesus.
Paulus schreibt dazu: 1. Kor. 3,10-18:
10 Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.
11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh,13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.
14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.
15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er (selbst) aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr.
Kein Grund zum Ruhm
18 Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. (Lutherbibel 2017)
Der Vers 15 beschreibt, dass die Seele beim Preisgericht eines Gläubigen vor Jesus durchs Feuer geht. Alles was nicht Gold, Silber und Edelstein ist (Gottes Natur, Errettung und Umwandlung) wird von unserer Seele verbrennen. In der Ewigkeit kann in Gottes Reich von unserer Seele nur dies bestehen, was hier auf Erden durch geistliches Training soweit erneuert und umgewandelt wurde, dass nichts Sündiges und keine Versuchung mehr etwas ausrichten könnte. Anders gesagt, nur das von unserer Persönlichkeit und Seele, was Gottes Natur entspricht und komplett gerettet und umgewandelt ist, und ihm deshalb vertraut werden kann für die Ewigkeit, das wird gerettet, das besteht das Feuer.
Übrigens steht hier für "er selbst" jedoch... nicht das Wort Seele, sondern nur "er". Weil es eben gerade die Seele ist, die im Feuer schaden nimmt.
Mit Holz, Heu und Stroh zu bauen, bedeutet, mit weltlichem, natürlichem, religiösen Bemühungen, seelisch, menschlich und fleischlich gesinntem Leben zu leben und in Gewohnheitssünden zu verharren. Das wird alles verbrennen.
Fataler Irrtum:
Es scheint so, dass sich viele Christen auf eine falsche Hoffnung und falsche Gnade verlassen und meinen, nach dem Tod werden sie plötzlich schwupps zu eine besseren oder heiligen Menschen. Nein, es passiert keine Magie nach dem Tod, sondern man passiert das Feuer.
Die "Magie", das heisst, die Heiligung und Umwandlung deines Charakters, deiner Seele in das Bild von Jesus muss hier und jetzt auf Erden im Trainingslager deines Lebens im Leibe passieren.
Verzocke nicht die kurze Zeit deines Lebens im Leibe auf der Erde damit, dass du die Welt und ihre Lüste, fleischliche Begierden und Verlockungen liebst. Sondern gib dem Heiligen Geist und dem Wort Gottes Raum in deinem Herzen und trainiere dich im Leben im Geist.
Phil 2.12b (wörtlich aus dem aramäischen ANTD): ...
umso mehr bewirkt das Werk eures Lebens
in Furcht und Zittern.
Jesus will uns belohnen, nicht bestrafen. Er hat die Strafe auf sich genommen. Jedoch kann nichts, was nicht umgewandelt wurde, in das Ewige Reich eintreten. Die Belohnungen für unsere Treue, dafür, dass wir Christus und sein Wort in unserem Herzen wohnen lassen und tun, sind unaussprechlich wunderbar.
Vers 27. Und dann wird er einem jeden Menschen bezahlen nach seinen Werken! Hier geht es insbesondere um Belohnung, nicht nur um Bestrafung.
22 Vers 28: Wirklich (Amen), ich sage euch: es sind einige, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bevor sie den Sohn des Menschen sehen werden, der in Seinem Königreich kommt.
Dieser Vers hat zu wilden Interpretationen geführt.
Auch hier, wie schon im ganzen Kapitel 16, finden wir die Erklärung im engen Kontext. Unmittelbar darauf wird in Kapitel 17, Verse 1-13 die Verklärung von Jesus auf dem Heiligen Berg der Macht auf Erden, dem Hermon, geschildert.
Wenn Jesus gemeint hätte, dies passiere bei der Ausgiessung des Heiligen Geistes an Pfingsten, hätte er nicht nur gesagt, es sind einige hier stehend, sondern, ihr alle werdet sehen.
Andere kommen zu historisch und heilsgeschichtlich nicht haltbaren wilden Spekulationen, dass nach der Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. irgendwann mal der Menschensohn in seinem Reich gekommen sei.
Nein, es ist schlicht und einfach:
Petrus, Jakobus und Johannes sehen Jesus auf dem Hermon verklärt in Herrlichkeit, Mose und Elia erscheinen auch kurz. Dann ist nur noch Jesus alleine, und eine Stimme vom Himmlischen Vater sagt: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören! Gott der König sagt diesen 3 Jüngern. Hört ab sofort nur auf meinen Sohn, den Messias König. Das Wort Jesus gilt jetzt, nicht mehr das Gesetz (Mose) und die Propheten (Elia).
Dann in Vers 10 fragen die Jünger: "Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen müsse?"
Dies fragen sie deshalb, weil sie gerade den Menschensohn Jesus als verherrlichter Messias in seinem Reich kommen sahen. Auch sie hatten geglaubt, vom Sauerteig der Fundamentalisten Pharisäer durchsäuert, dass bevor Jesus die Herrschaft antreten könne, zuerst der Elia kommen müsse. Und jetzt schien die Reihenfolge nicht zu stimmen, da sie gerade die Erhabenheit und Herrlichkeit von König Messias Jesus mit eigenen Augen gesehen haben, und den Befehl Gottes gehört haben, ab jetzt nur noch auf Jesus den König zu hören.
Mehr zum Ereignis der Verklärung Jesus am Berge Hermon im nächsten Kapitel. Wir werden sehen, dass Jesus hier den Mächten der Finsternis einen Köder legt.
Im Markusevangelium ist dies Vers 1 am Anfang von Kapitel 9, um es deutlicher zumachen, dass die gleich nachfolgende Transformation von Jesus die Erfüllung dieser Prophezeiung ist. Es wird uns eigentlich leicht gemacht, dies so zu verstehen.
Markus schreibt: 9,1] Und Er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch, dass hier einige stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Königreich der Himmel kommen sehen in Kraft.
Kombiniert haben wir also:
Einige werden bald den Menschensohn sehen, der in seinem Königreich kommt, sie sehen, dass das Königreich der Himmel in Kraft kommt.
23 Abschliessende Bemerkungen zum Kapitel 16 vom Matthäusevangelium.
Wenn du bis hierhin gelesen hast, wow, gesegnet bist du!
Das Kapitel 16 ist nebst Kapitel 13 vermutlich das wichtigste und zentralste Kapitel des Matthäus Evangeliums.
Wir erhielten 3 wichtige Offenbarungen:
1. Jesus ist der Messias, der Sohn des Lebendigen Gottes.
2. Jesus baut auf sich als diesen Felsen seine unzerstörbare Ekklesia, welche die Schlüssel der Macht des Reiches der Himmel erhält
3. Das Reich der Himmel und die Ekklesia kommen nur über das Kreuz.
Ich hielt es für nötig, die Kommentare hierzu so umfangreich zu machen - obwohl dies nicht so geplant war. Du hast mit dem ANTD Studienbibel Matthäusevangelium das Handbuch des Königreichs der Himmel zu Hand.
Nachfolgend, nochmals der gesamte Bibeltext, lass es auf dich wirken, im Lichte dessen, was du gelesen hast:
1] Und die Pharisäer und Sadduzäer näherten sich und versuchten Ihn und forderten Ihn auf, ihnen ein Zeichen vom Himmel zu zeigen.
2] Aber Er antwortete und sagte zu ihnen:
Wenn es Abend wird, sagt ihr:
Das Wetter wird gut, denn der Himmel ist rot.
3] Und am Morgen sagt ihr:
Heute wird ein Sturm sein, denn der Himmel ist dunkelrot.
Heuchler! Ihr seid fähig, das Aussehen des Himmels zu beurteilen, aber ihr könnt nicht die Zeichen dieser Zeit beurteilen (unterscheiden).
4] Eine verdorbene und ehebrecherische Generation sucht (verlangt) ein Zeichen. Und es wird ihnen kein anderes Zeichen gegeben als das Zeichen Jonas des Propheten.
Und Er verliess sie und ging weg.
5] Und als Seine Jünger zum Grenz-Übergang kamen, hatten sie vergessen, Brot mitzunehmen.
6] Aber Er sagte zu ihnen: Passt auf, vermeidet den Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!
7] Aber sie argumentierten unter sich und sagten, es ist,
weil sie vergassen, Brot mitzunehmen.
8] Aber Jesus wusste es und sagte zu ihnen:
Wieso denkt ihr unter euch - ihr Kleingläubigen - es sei deswegen, weil ihr kein Brot mitgenommen habt.
9] Habt ihr es noch immer nicht kapiert? Erinnert ihr euch nicht an die 5 Brote und die 5 Tausend? Und wie viele Körbe (voll Resten) habt ihr aufgelesen?
10] Auch nicht an die 7 Brote und die 4 Tausend, und wie viele Körbe habt ihr aufgelesen?
11] Wie kommt es, dass ihr nicht versteht, dass es nicht über Brot war, worüber ich zu euch geredet habe, sondern hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer?
12] Da verstanden sie, dass Er nicht gesagt hatte, dass sie sich vor dem Sauerteig des Brotes in Acht nehmen müssten, sondern vor den Doktrinen (Lehren) der Pharisäer und Sadduzäer.
13] Und als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte Er Seine Jünger und sagte:
Was sagen die Leute über mich, dass ich ein Menschensohn sei? (im Sinne von; dass ich nur ein normaler Menschensohn sei).
14] Und sie sagten: Einige sagen, (du seist) Johannes der Täufer, andere Elia, und andere Jeremia oder einer der Propheten.
15] Er sagte zu ihnen: Aber ihr, wer sagt ihr, dass ich bin?
Die Offenbarung vom Himmlischen Vater
16] Shimon Kephas antwortete und sagte:
Du bist der Messias,
der Sohn des lebendigen Gottes!
17] Und Jesus antwortete und sagte zu ihm:
Gesegnet bist du, Shimon, Sohn des Jonas (Bar-Jona), denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern Mein Vater im Himmel.
18] Und auch ich, ich sage dir: Du bist Kepha, (ein Fels, Stein), und auf diesen Kepha Felsen werde ich meine Rats-Versammlung (Gemeinde) bauen, und die Pforten des Totenreichs (Scheol, Hades) werden sie nicht überwinden. (nicht über sie herrschen).
19] Dir werde ich die Schlüssel des Königreichs der Himmel geben. Jedes Ding, das du auf Erden bindest, wird auch im Himmel gebunden, und was du auf Erden lösest, wird auch im Himmel gelöst.
20] Dann befahl Er Seinen Jüngern, dass sie niemandem sagen sollten, dass Er der Messias ist.
Gottes Weg zum Königreich und zur Ekklesia
geht nur über das Kreuz
21] Und von da an begann Jesus Seinen Jüngern bewusst und klar zu machen, dass Er nach Jerusalem gehen muss, und dass Er viel Leiden erfahren werde von den Ältesten, Hohepriestern und Schriftgelehrten. Und Er werde getötet werden und am dritten Tage auferstehen.
22] Und Kepha nahm Ihn beiseite und begann Ihn zu tadeln und sagte: Das sei fern von Dir mein Herr, dass Dir solches geschehen sollte.
23] Er aber wandte sich zu Kepha und sagte:
Geh hinter mich, satan! Du bist für mich ein Stolperstein, denn du denkst nicht aus Gottes Sicht, sondern wie die Menschen. (wörtlich: denn du denkst nicht von Gott, sondern von den Menschenkindern).
24] Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern:
Wer mir nachfolgen will, der wird seine Seele (sich selbst) verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen und mir folgen.
25] Wer sein Seelenleben leben lassen will, der wird es (dadurch) zugrunde gehen lassen; wer aber sein Seelenleben um meinetwillen zugrunde gehen lässt, der wird es finden.
26] Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert? Oder was kann ein Mensch im Austausch für seine Seele geben? (Womit könnte ein Mensch seine Seele, die er am verlieren ist, ersetzen)?
27] Denn der Sohn des Menschen ist vorbereitet: Er wird kommen in der Herrlichkeit Seines Vaters mit Seinen heiligen Engeln. Und dann wird er einem jeden Menschen bezahlen nach seinen Werken!
28] Wirklich (Amen), ich sage euch: es sind einige, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bevor sie den Sohn des Menschen sehen werden, der in Seinem Königreich kommt.
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