Kapitel 9 - Matthäus Evangelium

ANTD Studienbibel

Unser Glaube empfängt,
was Jesus jetzt gerade tun will.

 

1] Und Er ging ins Schiff, setzte über und kam in seine Stadt.

Heilung eines Gelähmten: Mk 2,1-12; Lk 5, 17-26.

2] Und sie brachten Ihm einen Gelähmten, der auf   einem Bett lag. Jesus sah ihren Glauben und sagte zu diesem Gelähmten: Du kannst ihm Herz ermutigt sein, denn dir sind deine Sünden vergeben. 3] Aber Männer der Schriftgelehrten sagten in sich selbst (in ihrer Seele), dieser lästert.

4] Jesus aber kannte ihre Gedanken und sagte zu ihnen: Wieso erwägt ihr Böses in eurem Herzen? 5] Denn was ist einfacher zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und gehe.

6] Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen die Autorität auf der Erde hat, Sünden zu vergeben, sage ich zu diesem Gelähmten: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe in dein Haus! 1 

7] Er stand auf und ging zu seinem Haus.

8] Als die Versammlung dies sah, fürchteten sie sich und gaben Gott die Ehre, dass er den Menschenkindern so eine Autorität gegeben hat. 2 

 

9] Als Jesus von dort weiterging, sah er einen Mann im Haus der Steuereintreiber sitzen mit Namen Matthäus.*

[Dies ist der Verfasser dieses Evangeliums, Matthäus bedeutet: Gabe Gottes.]

Und er sagte zu ihm, "Folge mir nach". Und er stand auf und folgte ihm. 10] Als sie im Haus zu Tische lagen, kamen viele Sünder und Steuereintreiber. Sie lagen mit Jesus und seinen Nachfolgern zu Tisch.

11] Als die Pharisäer dies sahen, sagten sie zu seinen Jüngern. "Wieso isst euer Meister mit  Steuereintreibern 3 und Sündern"?
12] Als Jesus es hörte, sagte er zu ihnen: Die Gesunden brauchen keinen Heiler 4, aber die, welche erkrankt sind.

13] Geht und lernt was es bedeutet: Ich verlange Barmherzigkeit, nicht Opfer. (Hosea 6.6; Mt 12,7).

Denn ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.  5 

14] Dann kamen die Nachfolger (Jünger) von Johannes (dem Täufer) zu Ihm und sagten: Wieso fasten wir und die Pharisäer viel, aber Deine Jünger fasten nicht?

15] Jesus antwortete ihnen: "Können denn die Gäste des Hochzeitsfestes fasten, solange der Bräutigam mit ihnen ist? Aber es werden Tage kommen, wo der Bräutigam von ihnen genommen wird, dann werden sie fasten.

16] Niemand setzt ein neues Stück Tuch auf einen alten Mantel, sonst reisst der Flicken auf und der Mantel wird noch mehr zerrissen. 17] Und sie tun nicht neuen Wein in alte Weinschläuche, sonst zersprengen die Weinschläuche und der Wein wird ausgeschüttet und die Weinschläuche zerstört; aber man füllt neuen Wein in neue Weinschläuche und beides wird bewahrt." 6

 

Totenauferweckung Mk 5,22-43, Lk 8,41-56.

 

18] Während Er mit ihnen über diese Dinge sprach, näherte sich  ein Vorsteher der Synagoge und verbeugte sich anbetend vor ihm und sagte: "Meine Tochter ist gerade in dieser Stunde gestorben, aber komm und lege Deine Hand auf sie und sie wird leben."

19] Und Jesus stand auf und seine Jünger und sie folgten ihm nach.

20] Und siehe, eine Frau, welche seit 12 Jahren einen Blutfluss hatte, kam von hinten an Ihn heran und berührte den Zipfel Seines Gewandes. (Lk. 8,43; 4. Mose 15,38-40; Mal. 4,2).

21] Sie sagte zu sich selbst: wenn ich nur Seine Kleider berühre, werde ich bestimmt geheilt werden.

22] Jesus aber drehte sich um, sah sie und sagte zu ihr: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir Leben 7 gegeben. Und diese Frau wurde in diesem Moment geheilt.
23] Und Jesus kam in das Haus des Vorstehers und sah die Sänger und die vor Trauer aufgebrachte Menschenmenge. 24] Und Jesus sagte zu ihnen: Geht hinaus, das Mädchen ist nicht gestorben sondern schläft. Sie lachten Ihn aus. 25] Und als Er die Menge hinausgeschafft hatte, ging Er hinein, nahm sie bei ihrer Hand und das Mädchen stand auf. 26] Diese Nachricht verbreitete sich durchs ganze Land. 8 

27] Als Jesus von dort weiterzog, folgten Ihm zwei Blinde, die schrien und sagten:

Erbarme Dich über uns, O Sohn Davids! 9 
28] Und als er zum Haus kam, näherten sich diese blinden Männer Ihm. Jesus sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich fähig bin, dies zu tun? Sie antworteten: Ja, unser Herr. 29] Dann berührte er ihre Augen und sagte: "So wie ihr geglaubt hat, soll euch geschehen!" 10 .

(Verse 2, 18, 22, 28-30).

30] Und ihre Augen wurden sofort geöffnet und Jesus ermahnte sie und sprach: "Seht zu, dass niemand es erfährt." 31] Sie gingen jedoch fort und verkündeten es in der ganzen Gegend.

 

32] Und als er hinausging, da brachten sie einen Taubstummen auf dem ein Dämon war. 33] Und als der Dämon ausfuhr, redete dieser Taubstumme. Die Menge war erstaunt und sie sagten, niemals wurde so etwas in Israel gesehen.

34] Aber die Pharisäer 11 sagten: "Er treibt die Dämonen mithilfe des Fürsten der Dämonen aus."
35] Und Jesus reiste in all den Städten und Dörfern umher und er lehrte in ihren Versammlungen und er predigte das Evangelium vom Königreich und er heilte alle Krankheiten und Gebrechen. 12

36] Wenn Jesus die Menschenmenge sah, wurde er von Mitgefühl für sie erfüllt, denn sie waren müde wie umherirrende Nomaden, wie Schafe, die keinen Hirten haben.

37] Er sagte zu seinen Nachfolgern: "Die Ernte ist gross, aber es sind wenige Ernte-Arbeiter.

38] Deshalb bittet ernstlich den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!" 13 

 

1 Vers 6: Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen die Autorität auf der Erde hat, Sünden zu vergeben, sage ich zu diesem Gelähmten: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe in dein Haus!

2. Kor. 2,5-11; 1. Kor. 5, 1-7; Mt. 18,17; 2. Kor. 5,17-21; Joh. 20,21-23:

Jesus sagte wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! So wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich auch euch. Nachdem er dies gesagt hatte, blies er sie an und sagte ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, so sind sie ihm vergeben. Und wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie behalten.

Hier gibt der auferstandene Jesus diese Vollmacht sogar an die Jünger weiter, in welche er gerade den Heiligen Geist gehaucht hat. Daraus einen Ablasshandel zu machen, ist die perverse Anmassung gewisser Kirchen, wogegen Martin Luther zurecht protestiert hat. Jesus sendet seine Jünger in gleicher Weise in die Welt, wie er vom Vater gesandt wurde. Dann bläst er den Heiligen Geist mit Seinem Auferstehungsleben in sie. (Joh. 20,21-23; 1. Kor. 15:45). Dann erklärt er, was die  Wirkung und  Folge sein wird. Als Gesandte von Jesus gefüllt mit dem Heiligen Geist können sie Sünden vergeben oder zurückhalten. 2. Korinther Kapitel 2 & 5 geben mehr Licht dazu. Da Sünden Einzelner dem ganzen Leib Christi schaden, ist es für den Betreffenden fatal, deshalb aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen zu werden.  1. Kor. 5,5 gibt ein Beispiel. Indem der Unzüchtige aus der Gemeinde ausgeschlossen wurde, war er ohne Schutz satan ausgeliefert was zum Verderben des Fleisches d.h. Krankheit und Tod führen kann. Paulus macht dann aber in 2. Kor. 2 ganz klar, dass, wenn Buße getan wird, in einem Geist der Liebe vergeben werden sollte - ohne dies würde satan Raum gewinnen. Auch Jesus macht in Matth. 18,17 klar, dass jemandem auszuschliessen erst dann erwägt wird, wenn jemand nicht auf die Ekklesia  (Ratsversammlung) hört, er gilt dann wie ein Heide und Steuereintreiber, was Matthäus, der Schreiber dieses Evangeliums ja auch war, wie wir gleich im Bibeltext sehen werden. Das heisst, wir probieren weiterhin, diese Menschen zur Buße zu bewegen zurück in  die Gemeinschaft im Licht. In 2. Kor. 5 macht Paulus die Sache mit der Sündenvergebung noch klarer. Wir als Jünger (Disziplinierte) von Jesus als Leib Christi sind die Gesandten Christi und verkündigen allen Menschen: Ihr seid versöhnt mit Gott in Christus Jesus, eure Sünden sind vergeben. So sollten wir das Evangelium predigen. Gott hat in Christus die ganze Welt mit sich versöhnt. Praktisch wird dies geglaubt, empfangen und bringt uns in die glorreiche Gemeinschaft der Ekklesia. Wer dieses Angebot ablehnt, oder die Gnade missbraucht und weiterhin in bewussten Sünden lebt, ist ausserhalb der Neuen Kreatur, nicht in Christus, und muss damit rechnen, ausgeschlossen zu werden. Aber in einer Zeit des Abfalls und religiöser Anmassung und Manipulation des "Klerus", wo Kirchen, Gemeinden und Versammlungen oft tot oder lau sind, und Sünde heruntergespielt und toleriert wird, oder wo Jesus nicht mehr als der einzige Weg gilt, ist es völlig sinnlos, jemanden auszuschliessen. Im Gegenteil, man sollte solche Gemeinschaften selber verlassen und mit 2 oder 3 eine Mini Ekklesia nach Matth. 18,18-20 praktizieren.

Wenn wir nun dieses Evangelium der Sündenvergebung nicht weitersagen, dann wissen es die Menschen ja nicht und erfahren die Entlastung nicht. Wenn Jesus diesem Gelähmten nicht gesagt hätte, Sei getrost im Herzen, dir sind deine Sünden vergeben, dann wäre sein Herz nicht entlastet worden vom schlechten Gewissen.

Seltsamerweise hört man kaum jemals praktisch gesunde Lehre darüber. Man ging vom Missbrauch Extrem ins Ignorieren - Extrem über.

 

2 Vers 8: Als die Versammlung dies sah, fürchteten sie sich und gaben Gott die Ehre, dass er den Menschenkindern so eine Autorität gegeben hat.

Dieser Vers betont noch einmal, dass den Menschen Autorität zum Heilen und Sünden vergeben gegeben wurde - Jesus hat als Mensch gesprochen.

 

3 Vers 11: Als die Pharisäer dies sahen, sagten sie zu seinen Jüngern. "Wieso isst euer Meister mit  Steuereintreibern  und Sündern"?

Steuereintreiber waren unter den Juden sehr verachtet und ausgeschlossen aus der Gesellschaft, da sie für Rom Steuer eintrieben, was als Verrat geachtet wurde, und auch übermässig in die eigene Kasse eintrieben. Die Pharisäer und Priester selbst aber haben sich auch bei den Römern eingeschmeichelt, also war ihre Verachtung Heuchelei.

 

4 Vers 12: Als Jesus es hörte, sagte er zu ihnen:

Die Gesunden brauchen keinen Heiler , aber die, welche erkrankt sind.

Die Wortwurzel אָסיָא wird in ca. 99% der häufigen Verwendung im NT für heilen und Heilung verwendet. Deshalb ist es viel treffender, hier mit Heiler zu übersetzen, nicht mit Arzt. Zur Zeit von Jesus und in Überresten von nahöstlichen Kulturen bis vor kurzem, gab es keine Ärzte in dem Sinn, wie wir das heute verstehen. "Ärzte" damals waren Heiler, welche mit Gebeten, zitieren von Worten (des alten Testaments, dann auch der neutestamentlichen Schriften, sobald vorhanden) und auch mit Fasten versuchten, zu heilen. Da Krankheit meistens als Folge von Sünden verstanden wurde, wurde auch hier auf geistlich - moralischer Ebene die Lösung gesucht und Rat gegeben. Zudem mögen Kräuter verwendet worden sein, aber die Heiler kamen nicht mit einem Koffer von Medikamenten (welche es nicht gab). Pharmazie wird klar mit Hexerei verbunden, das griechische Wort pharmakeia bedeutet Hexerei. Echte biblische Heiler haben nichts damit zu tun. Diese Heiler bekamen ihr Wissen meistens vom Vater zum Sohn überliefert, nicht auf irgend einer Akademie. Es war üblich, dass die Heiler ihren Dienst gratis anboten, jedoch waren sie offen für Gaben, speziell nach Heilungserfolgen. Jedoch zeigt Lukas in 8,43, dass die Frau, welche hier in diesem Kapitel in Vers 20ff erwähnt ist, ihr ganzes Vermögen an Heiler ausgegeben hat, ohne Erfolg. Jesus war ihre letzte Chance. Es ist bezeichnend, dass Lukas, der "Arzt", besser gesagt, der Heiler, die Heiler in ein schlechtes Licht stellt, wären Matthäus dazu nichts äussert. Es ist ganz klar die Tendenz der Bibel, des NT, und besonders von Lukas, die Rolle der Heiler (Ärzte) komplett zu ignorieren oder in ein schlechtes Licht zu stellen. Weil es so ist.

 

5 Vers 13: Geht und lernt was es bedeutet: Ich verlange Barmherzigkeit, nicht Opfer. (Hosea 6.6, Mt 12,7)

Denn ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.  

Jesus lässt die Selbstgerechten in der Falle sitzen, falls sie nicht merken, dass sie auch Sünder sind. Ein Kranker der geheilt wird, ist nachher gesund. Ein Sünder der gerufen und gerettet wird, hört auf in Sünde zu leben.

 

6 Verse 14-17:  Und sie tun nicht neuen Wein in alte Weinschläuche, sonst zersprengen die Weinschläuche und der Wein wird ausgeschüttet und die Weinschläuche zerstört, aber man füllt neuen Wein in neue Weinschläuche und beides wird bewahrt.

Dazu gibt es auch heutige Beispiele: Gottesmänner wir Smith Wiggelsworth, John G. Lake fanden sich meistens ausserhalb etablierter Denominationen. Als Witness  Lee anfangs 1960-ger Jahre nach Kalifornien kam, gab er eine Konferenz mit dem Titel: Christus gegen die Religion - als Buch erhältlich - zu diesem Thema, was quasi eine Erweckung auslöste. Kevin Zadai wirkt heute ausserhalb des christlichen Establishments, welches er Christliche Mafia nennt. Mein Buch: satans grösster Alptraum, Ekklesia, die exekutiv Versammlung des Messias Königs Jesus, ist neuer Wein, nicht kompatibel mit gebrauchten alten Schläuchen. Deshalb hat Jesus in Matth. 18:18-20 gezeigt, dass der neue Wein selbst mit 2 oder 3 in seinem Namen versammelt als neuen Schlauch, gefüllt werden kann. Dies wird in diesem Büchlein ausführlich erklärt.

Weltweit entstehen gerade Tausende von Hausgemeinden, die sich speziell im Asiatischen Raum rasant verbreiten. Nicht "Grosse" Kirchen oder Denominationen, sondern, so wie wir es in Mt 10 sehen. Die Jünger werden in Häuser gesandt, und wo der Friede bleibt, bleiben sie. Dies ist neuer Wein in Neuen Schläuchen.

Der Neue Wein und das Neue Tuch ist sowohl die Betonung der Doktrin, welche der Heilige Geist durch die Bibel offenbart und betont, als auch der Lebenswandel und die daraus folgenden Handlungen.  Fasten zum falschen Zeitpunkt ist ein alter Schlauch. Wenn grad der Sohn Gottes während 3.5 Jahren einmalig in der Geschichte der Menschheit öffentlich wirkt, sollte man alles andere liegen lassen, und ihm nachfolgen. Heute müssen wir spüren, wo und vorallem wie die göttlichen Ströme des Heiligen Geistes wirken und dies nicht verpassen.

Ich bin überzeugt, dass diese ANTD Studienbibel vom Heiligen Geist gebraucht wird, um dich in diesen Strom des göttlichen Lebens hinein zu bringen, ebenso auch das erwähnte Buch über die Autorität der Ekklesia.

 

7 Vers 22: Jesus aber drehte sich um, sah sie und sagte zu ihr: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir Leben  gegeben. Und diese Frau wurde in diesem Moment geheilt.

Oder: Dein Glaube hat dich belebt, lebendig gemacht. Das Wort für "Leben geben" wird im griechischen meistens mit erretten oder heilen übersetzt.  Wenn wir von Gottes Leben belebt und durchströmt werden, werden wir sowohl (im Geist) gerettet und können auch körperlich geheilt werden, wenn wir es glauben.

Römer 8,11.

 

8 Verse 25 & 26: Und als Er die Menge hinausgeschafft hatte, ging Er hinein, nahm sie bei ihrer Hand und das Mädchen stand auf. 26] Diese Nachricht verbreitete sich durchs ganze Land.

Die Auswirkung der Kraft des Evangeliums bringt automatisch Publizität.

 

9 Vers 27: Als Jesus von dort weiterzog, folgten Ihm zwei Blinde, die schrien und sagten:

Erbarme Dich über uns, O Sohn Davids!

Sohn Davids ist klar die Bezeichnung und Titel für den Messias. Diese zwei Blinden waren nach den Weisen die ersten, die Jesus als Messias König anerkannten und hofften auf die Erfüllung der Prophezeiungen in Jesaja, dass die Blinden sehen werden, was sicherlich der Messias tun wird. Wer in Jesus nur einen Zimmermann mit guter Moral und Lehren sieht, bekam damals höchstens Möbel. Jesus probierte zwar zu verbergen, dass er der Messias sei, um zu zeigen, dass er (obgleich Messias) als Mensch im Gehorsam und Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater voll des Heiligen Geistes handelte. Nach diesem Prinzip gewann er als sündloser Mensch unter Gott die Herrschaft über die Erde zurück. Nach dem Tod und Auferstehung ist Jesus jetzt der allen offenbarte Messias. Wer den Herrn Jesus im Glauben anruft, wird gerettet, empfängt den Heiligen Geist und die Sündenvergebung. Wegen der Sünde verlor der Mensch die Herrschaft über die Erde an satan. Durch die Sündenvergebung und Wiedergeburt werden wir in den Stand der Herrschaft versetzt und satan flieht vor uns, wenn wir wie Jesus voll des Heiligen Geistes uns unter die gewaltige Hand Gottes demütigen, uns hingeben, Gott gehorchen, glauben und die Werke des Vaters tun, die er für uns als Neue Schöpfung vorbereitet hat. Eph. 2,9-10.

 

10 Verse 2, 18, 22, 28-30:

V 2: Jesus sah ihren Glauben.

V 18: Meine Tochter ist gerade in dieser Stunde gestorben, aber komm und lege Deine Hand auf sie und sie wird leben. (Dieser Vater hat geglaubt)!

V 22: dein Glaube hat dir Leben  gegeben.

V 28-30: Und als er zum Haus kam, näherten sich diese blinden Männer Ihm. Jesus sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich fähig bin, dies zu tun? Sie antworteten: Ja, unser Herr.

29] Dann berührte er ihre Augen und sagte:

"So wie ihr geglaubt hat, soll euch geschehen!"

30] Und ihre Augen wurden sofort geöffnet ...

Jesus betont immer wieder die zentral wichtige Rolle unseres Glaubens. Glaube ergreift das, was Gott tun will und schon getan hat. Glaube sieht, was Gott tun will und  ergreift es als Tatsache. Sobald Jesus diesen Glauben "sieht" (Vers 2), kann er wirken, kann die Heilung, Befreiung und der Segen fliessen. Hebr. 11,1.

Die 2 Blinden haben mit ihren inneren Augen des Herzens gesehen und geglaubt, und waren nicht abgelenkt von den äusseren Sinnen und Augen, welche oft Unglauben bewirken. Wenn sie ihre eigenen blinden Augen von aussen gesehen hätten, wäre es ihnen schwieriger gewesen, zu glauben.

Wir müssen lernen und üben, mit den Augen unseres Herzens zu sehen.

Paulus betet in Eph. 1, 16-23, dass wir erleuchtete Augen des Herzens erhalten, um all die Reichtümer und Segnungen zu erkennen, die wir in Christus haben und die Kraft der Auferstehung zu erfahren, die in uns wirkt.

16 Ich höre nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. 18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist 19 und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. 20 Mit ihr hat er an Christus gewirkt, als er ihn von den Toten auferweckt hat und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel 21 über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und jeden Namen, der angerufen wird, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. 22 Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, 23 welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.  (Luther 2017).

 

11 Vers 34: Aber die Pharisäer  sagten: "Er treibt die Dämonen mithilfe des Fürsten der Dämonen aus."

Pharisäer bedeutet: Getrennte. Indem sie hier den Heiligen Geist lästerten, haben sie sich selbst vom Königreich der Himmel abgetrennt. Wage es nie, ein gutes Werk wie das der Heilung oder Dämonenaustreibung oder eine Geistesgabe wie das Zungenreden dem Teufel zuzuschreiben.

 

12 Vers 35: Und Jesus reiste in all den Städten und Dörfern umher und er lehrte in ihren Versammlungen und er predigte das Evangelium vom Königreich und er heilte alle Krankheiten und Gebrechen.

Was für ein wunderbarer Vers. Male dies auf dein Herz, meditiere darüber (nachsinnen). Das Evangelium von Jesus ist das Evangelium vom Königreich. Wo Jesus König ist, hat Krankheit keinen Platz. Unser predigen sollte immer auch begleitet sein mit viel Krankenheilung, Dämonen austreiben und Wundern. Erst dies beweist die Echtheit unserer Predigt. Wie Jesus gesagt hat. Es ist sehr einfach, jemandem zu vertrösten, dass seine Sünden in Jesus vergeben sind. Aber es erfordert die unmittelbare Präsenz der Kraft & Realität des Heiligen Geistes, um im Glauben eine Krankenheilung auszusprechen die sofort oder in kurzer Frist passiert. Wir dürfen uns mit nichts weniger zufrieden geben. Es ist solch ein vollmächtiges Evangelium des Königreichs, das in aller Welt verkündigt werden muss, bevor das Ende kommt. Matth. 24,14 Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.

 

13 Verse 37-38: Er sagte zu seinen Nachfolgern: "Die Ernte ist gross, aber es sind wenige Ernte-Arbeiter.

38] Deshalb bittet ernstlich den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!

Amen. Herr Jesus, schicke mehr Arbeiter in die Ernte, mach gerade mich zu einem qualifizierten Arbeiter und sende mich. Wo ich meinen Fuß hinsetze, bin ich gesandt in Deinem Namen. Fülle mich mit Deinem Geist der Kraft und Heiligkeit und taufe mich mit Deinem Feuer, brenne alles Eigensinnige aus, das den Strom des Lebens aus dem Geist verhindert oder trübt. Amen.

 

 

In Kapitel 8 und 9 haben wir 10 explizit geschilderte Wunder gesehen, die Jesus souverän vollbracht hat. Zum Teil mit einem einzigen Wort oder sogar ohne Worte.

1) Einen Aussätzigen gereinigt,

2) einen gelähmten gequälten Jungen des Hauptmanns geheilt,

3) Sturmwind und Wellen gestillt,

4) territoriale Dämonen ausgetrieben,

5) Fieberkranke geheilt,

6) Gelähmten geheilt, Sünden vergeben,

7) Blutfluss gestoppt,

8) Tote auferweckt,

9) Blinde sehend gemacht,

10) Taubstummen zum reden gebracht.

 

Zudem heilte er überall alle Krankheiten, von allen, die zu ihm gebracht wurden und trieb alle Dämonen aus, lehrte und predigte das Evangelium vom Reich.

Jesus demonstrierte, dass er als Mensch unter Gott dem Vater alle Umstände beherrschte.

Das ist jetzt unsere Verantwortung und Mission. Wie wir in Kapitel 7 gelesen haben, sind wir dann weise, wenn wir das Wort hören und tun. Lass nicht zu, dass du soweit gelesen hast, ohne jetzt gerade eine klare erneute Hingabe an den Herrn zu machen.

Hingabe - Gebet:

Herr Jesus, ich unterwerfe mich jetzt gerade erneut unter Dich, Du bist König. Führe mich durch Deinen Heiligen Geist. Mach mich willig und bereit, Deinen Willen zu erkennen und zu tun, alle Werke, die Du für mich vorbereitet hast zu tun, als Neue Schöpfung in Dir. Danke, dass Du meine Sünden vergeben hast, damit ich jetzt die Autorität und Herrschaft im Heiligen Geist als Mensch ausüben kann. Ich befehle mein Leben, meine Familie, mein Haus, meine Arbeit, mein Geschäft unter Deine Herrschaft, und alle Menschen, Lebewesen & Situationen, denen ich Tag für Tag begegne. Amen.