Das Evangelium gemäss Matthäus
3] Als aber der König Herodes das vernahm, erschrak er und ganz Jerusalem mit ihm.
5] Und sie antworteten, “In Bethlehem von Judäa”, denn darüber steht in den Propheten geschrieben:
6] “Du, Bethlehem von Judäa, bist nicht der Geringste unter den Königen von Judäa, denn aus dir wird der König hervorkommen, welcher mein Volk Israel als Hirte führen wird. (hirten / weiden wird)".
7] Und Herodes rief die Magier heimlich und erfragte von ihnen, wann ihnen der Stern erschienen sei. 8] Und er sandte sie nach Bethlehem und sagte ihnen, “Geht und erkundet euch ganz gründlich über den Knaben, und wenn ihr ihn findet, kommt und zeigt es mir, damit ich ihn auch anbeten gehen kann.”
10] Und als sie den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr grosser Freude! 11] Und sie gingen in das Haus und sahen den Knaben mit Maria, seiner Mutter. Und sie fielen nieder und beteten ihn an und öffneten ihre Schätze und gaben ihm Geschenke: Gold, Myrrhe und Weihrauch. 12] Und sie sahen in einem Traum, dass sie nicht zu Herodes zurückkehren sollten, und sie gingen auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.
“Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.”
17] Da wurde die Prophezeiung erfüllt, welche durch den Propheten Jeremia gesprochen wurde, die besagt:
18] “In Rama hat man eine Stimme gehört, Weinen und grosses Wehklagen, Rahel beweint ihre Kinder, und sie will sich nicht trösten lassen, denn sie sind nicht mehr.”
(Jeremia 31:15).
19] Als aber der König Herodes gestorben war, erschien der Engel des HERRN Yah in einem Traum dem Joseph in Ägypten.
21] Und Joseph stand auf, nahm den Knaben und seine Mutter und kam in das Land Israel. 22] Aber als er hörte, dass Archelaus König von Judäa war an Stelle seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und es erschien ihm in einem Traum, dass er in die Region Galiläa gehen solle.
1 Vers 1: ... kamen die Magier aus dem Osten nach Jerusalem.
persisch: Mug. Die Magier waren Zarathustrische Priester. Der syrische Gelehrte Abū l-Faradsch schreibt in seiner „Dynastiengeschichte“, Zarathustra (Zoroaster) sei in Babylon ein Schüler des Propheten Daniel gewesen.
2 Verse 2 & 3: Und sie sagten: “Wo ist der König der Juden , welcher geboren worden ist?” Denn im Osten sahen wir seinen Stern, und wir sind gekommen, um ihn anzubeten.
3] Als aber der König Herodes das vernahm, erschrak er und ganz Jerusalem mit ihm.
Dies zeigt die typische Naivität von gottesfürchtigen Menschen, welche sich die Verdorbenheit der Politiker und Machthaber nicht vorstellen können. Anstatt sich zu freuen, erschreckt der ganze Hof der Römlinge. Die Sternkundigen Zarathustrier wissen von einem König der Juden; aber der vom Kaiser eingesetzte "König" Herodes weiss sofort, dass dies keiner seiner Söhne oder Enkel sein kann und fürchtet um seine Dynastie. Ganz Jerusalem fürchtet Probleme mit dem Kaiser.
Sie alle verpassten den Messias.
Wenn unser Fokus auf die Politik und Machthaber ist, verpassen wir die göttliche Heimsuchung.
3 Vers 2: “Wo ist der König der Juden, welcher geboren worden ist?”
Das wahrscheinliche Geburtsjahr und Tag ist
15. Tishri am 15./16. September 5 v.Chr. ,
dem Laubhüttenfest (feast of tabernacles), Joh 1,14.
http://www.studiesintheword.org/jesus_birth.htm
Das von Papke vermutete Geburtsjahr 2 v.Chr. (30. August) kann nicht gehalten werden, insbesondere aufgrund von Münzfunden von Herodianern, welche wichtig für die Datierung der Jahre ihrer Regentschaft sind.
4 Vers 2: Denn im Osten sahen wir seinen Stern
1. Mose 1:14: “Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, … die sollen als Zeichen dienen…” .
Die ersten Menschen schrieben ihre Geschichten in Form von Bildern in die Sterne. Dadurch konnten sie als Zeichen dienen. Dies hat mit der okkulten Astrologie nichts zu tun, obwohl sich diese auch der Sternbilder bedient.
5 Vers 2: Wo ist der König der Juden , welcher geboren worden ist? Denn im Osten sahen wir seinen Stern , und wir sind gekommen, um ihn anzubeten.
Die Magier wussten, dass es nicht einfach nur ein König war, sondern der von Gott verheißene Messias, der König der Könige, sonst hätten sie ihn nicht anbeten wollen. Der Orientalistik-Gelehrter Dr. Werner Papke zeigt in seinem Buch: “Das Zeichen des Messias”, dass die Magier als Priester und Schüler des Zarathustra, eines babylonischen Zeitgenossen von Daniel, sehr wahrscheinlich über die Prophezeiung von Daniel in Daniel 9:25 Bescheid wussten, und sie wussten, dass die Zeit des Erscheinens des Messias nahe war. Als sie im Jahr 5 v.Chr. zwischen 25. August und 16. September in Richtung Westen (Israel) kurz nach Sonnenuntergang im Schoß des damaligen Sternbildes Erua einen hellen Stern aufleuchten sahen, wussten sie, dass jetzt gerade der Messias der Juden geboren worden war. (Heute Coma Berenices, Teil des ursprünglichen Sternbildes der Jungfrau, Erua). Man kann dies in der Software Stellarium nachstellen (auf -5 vor Chr.) und sieht, dass dies so über dem Westhorizont aus dem heutigen Irak, Mosul in Richtung Israel betrachtet, passiert. So haar-genau sind die göttlichen Prophezeiungen. Heute nennt sich das Sternbild wo der Messias Stern aufleuchtete zufälligerweise Haarschopf der Berenike (Überwinderin).
Papke beschreibt den Vorgang am Sternenhimmel für das von ihm verfochtene Geburtsjahr 2 v.Chr. und zwar 30. August, 1. Tischri. Wie schon erwähnt kann das Jahr 2 v.Chr. als Geburtsjahr von Jesus kaum gehalten werden, aufgrund von Münzfunden und auch der Erwähnung der Amtsdauer des Herodes Archelaus von 10 Jahren durch Geschichtsschreiber Josephus. 6 n.Chr. wurde Archelaus abgesetzt, 10 Jahre zurück ergibt 4 v.Chr. als Todesjahr von Herodes dem Grossen.
6 Vers 4: Wo soll der MESSIAS geboren werden?
Welch eine Vermessenheit von Herodes dem Grossen. Er weiss also, dass dieser der Messias sein muss, und genau diesen will er umbringen. Wenn sich diese grössenwahnsinnigen verblendeten Machthaber direkt mit Gottes ewigem Plan, mit Gott selber anlegen, kommt ihr Ende schnell. 4 Monate später war er tot.
Wehe den heutigen Machthabern und Regierenden, welche die christlichen Werte und Wahrheit verraten und Diener satans geworden sind.
7 Vers 9: Nachdem sie nun den König gehört hatten, machten sie sich auf, und siehe, der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, zog vor ihnen her bis er kam und stand über (dem Haus) wo der Knabe war.
Die Magier gingen ca. um Mitternacht am 6./7. Dezember 5 v.Chr. von Jerusalem nach Bethlehem. Da zog der Stern linkerhand vor ihnen immer höher, bis er um ca. 6 Uhr 50 kurz vor Sonnenaufgang genau im Zenit stand bei dem Haus, wo Jesus war. Dies ist mit “stand (still) über” gemeint. Deshalb freuten sie sich so sehr und wussten, dass sie den Messias gefunden hatten. Was für ein herrliches Erlebnis muss dies gewesen sein. Eine ausserbiblische Legende über die Magier erwähnt so nebenbei, dass sie den Stern in einem Brunnen sahen. Nur was haargenau im Zenit steht, spiegelt sich im Brunnen. Also war wohl vor dem Haus am Weg ein Brunnen. Diese Szenerie kann man im Stellarium nachstellen, Standort zwischen Jerusalem und Bethlehem, Zeit 6. oder 7. Dez. 5 v.Chr., und man sieht, wie das Sternbild Coma Berenices (wo der Schoss des ursprünglichen Sternbildes Jungfrau ist) genau so links oben Richtung Zenit wandert, der um ca 6:50 erreicht ist. Das war eine wunderbare göttliche Inszenierung in dieser Nacht mit perfektem Timing für die gottesfürchtigen Magier, würdig angesichts der Ankunft des Königs der Könige auf der Erde: Jesus. Solche Dinge behält sich Gott denen vor, die Ihn von Herzen suchen. Das religiöse Establishment hat das Ganze wie üblich verpasst. Das ursprüngliche Sternbild der Jungfrau hiess Erua und bedeutet: Diejenige, die den in Eden verheißenen Samen gebären wird. 1. Mose 3:15. Dieses Urevangelium haben die ersten Menschen unauslöschbar an den Himmel geschrieben, und es wurde von diesen gottesfürchtigen Nichtjuden richtig erkannt. Es ist auch die plausible Erklärung für den in vielen Kulturen auf der Welt verbreiteten, aber entarteten Himmelskönigin - Madonna - Götzenkult. Siehe Werner Papke: Das Zeichen des Messias. Ein Wissenschaftler identifiziert den Stern von Bethlehem. Mehr zum wahrscheinlichen Geburtstag am 15. September 5 v.Chr. und der Empfängnis von Jesus am 6. Dez. 6 v.Chr. (1. Channuka) auf:
http://www.studiesintheword.org/jesus_birth.htm .
Die Magier waren wahrscheinlich genau ein Jahr nach der Empfängnis von Jesus durch den Heiligen Geist in Jerusalem.
8 Vers 14: So stand Joseph auf, nahm den Knaben und seine Mutter in der Nacht , und floh nach Ägypten.
Dies muss sehr strapaziöse gewesen sein. Völlig unvorbereitet müssen Joseph, Maria und Baby Jesus mitten in der Nacht aufstehen und ein paar hundert Kilometer fliehen. Hier fängt der Leidensweg von Jesus an. Er kann mit unseren Leiden mitfühlen, weil er es auch durchgemacht hat.
9 Vers 16: Und als Herodes sah, dass er von den Magiern umgangen worden war, wurde er sehr wütend und sandte hin und tötete alle Knaben von Bethlehem und der ganzen Umgebung, von zwei Jahren an und darunter, gemäss der Zeit, die er von den Magiern erfragt hatte.
Obwohl Herodes wusste, dass der Knabe nur etwa 3 Monate alt war, liess er in seiner Verstocktheit und Machtbessessenheit und Brutalität alle bis 2 Jahre töten, damit ihm der Messias gewiss nicht entginge. Gott weiss die seinen aus der Gefahr zu erretten, egal wie mächtig der Feind tobt.
10 Vers 20: Stehe auf, nimm den Knaben und seine Mutter und gehe in das Land Israel, den diejenigen, die dem Knaben nach dem Leben trachteten, sind gestorben .
Herodes starb im Frühling 4 v.Chr. Jesus war also etwa 4 Monate in Ägypten.
11 Vers 23: "Er soll Nazarener genannt werden."
Es gibt dafür kein direktes Zitat aus dem Alten Testament. Es heisst ja auch, dass es eine gesprochene Prophezeiung sei, diese wurde scheinbar nicht aufgeschrieben, aber war durch mündliche Überlieferung bekannt. Die Wortwurzel NZR ist mit dem Wort für Spross (Jesaia 11:1ff) verbunden. Nazar oder Nadar bedeutet auch “Ein Gelübde tun”, und Gottgeweihte wurden Nazariten oder Nazarener genannt.